🔴⚪ Funkel spricht – und plötzlich wirkt vieles noch klarer


🔴⚪ Funkel spricht – und plötzlich wirkt vieles noch klarer
Die Personalie Sven Mislintat ist bei Fortuna Düsseldorf noch nicht einmal richtig verarbeitet, da meldet sich ausgerechnet Friedhelm Funkel zu Wort. Also jener Mann, dessen Name in Düsseldorf immer dann fällt, wenn es um Rettung, Erfahrung, Ruhe und dieses besondere Gespür für kritische Fortuna-Momente geht.
Und Funkel wird deutlich.
Laut Medienberichten kam das Aus von Sven Mislintat für ihn nicht überraschend. Die Verbindung zwischen Fortuna und Mislintat bezeichnete er sinngemäß als großes Missverständnis. Das ist eine harte Bewertung – aber sie passt in ein Bild, das viele Fans seit Wochen beschäftigt: Hatte Fortuna in der entscheidenden Phase wirklich den richtigen Kurs eingeschlagen?
Denn Funkel steht in dieser Debatte für eine andere Logik.
Nicht für langfristige Schlagworte. Nicht für große Strukturformeln. Nicht für Konzeptpapier-Fußball in höchster Abstiegsnot. Sondern für das, was in solchen Momenten manchmal zuerst kommen muss: Stabilität. Haltung. Klassenerhalt. Danach kann man immer noch neu bauen.
Genau hier liegt der wunde Punkt.
Fortuna entschied sich damals gegen Funkel und für Alexander Ende. Das wurde öffentlich damit begründet, dass man keinen reinen Feuerwehrmann wolle, sondern eine Lösung mit Perspektive. Das kann man sportlich diskutieren. Aber nach dem Abstieg muss sich diese Entscheidung selbstverständlich an ihrem Ergebnis messen lassen.
Funkel selbst hatte nach dem 0:3 in Fürth bereits sehr emotional auf den Absturz reagiert. Seine Kritik zielte vor allem auf das, was man auf dem Platz sehen konnte: zu wenig Leidenschaft, zu wenig Emotion, zu wenig Widerstand in einem Spiel, in dem es für Fortuna um alles ging.
Und genau deshalb wiegt seine Einordnung jetzt so schwer.
Nicht, weil Funkel automatisch immer recht haben muss. Nicht, weil man Vergangenheit einfach zurückholen kann. Sondern weil seine Worte einen Nerv treffen: Fortuna stand in akuter Gefahr – und entschied sich gegen die naheliegendste Rettungs-Erfahrung.
Ob Funkel den Abstieg verhindert hätte, kann niemand seriös beweisen. Das bleibt Spekulation. Aber die Frage, ob Fortuna in dieser Phase zu sehr an Zukunft dachte und zu wenig an das nackte Überleben, ist nach allem, was passiert ist, absolut legitim.
Jetzt ist Mislintat weg. Der Abstieg bleibt. Der Neuaufbau beginnt unter maximalem Druck.
Und Funkels Worte machen eines noch einmal deutlich: Fortuna darf diesen Sommer nicht wieder in Erklärungen verlieren. Der Verein braucht klare Entscheidungen, sportliche Kompetenz, ehrliche Analyse und eine Mannschaft, die die 3. Liga nicht nur annimmt, sondern körperlich, mental und emotional bestehen kann.
Denn am Ende zählt nicht, wer das schönste Konzept hatte.
Am Ende zählt, wer Fortuna wieder aufrichtet.
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