
☝️🫵👉 WO DÜSSELDORF KRAFT GIBT: EINE AUSSTELLUNG ÜBER ORTE, DIE UNS HALTEN
Fast jeder Mensch hat so einen Ort. Eine Bank am Rhein. Einen bestimmten Weg durch den Wald. Den Küchentisch der Eltern. Einen Innenhof, eine Kirche, einen Park, vielleicht auch nur eine Straßenecke, an der plötzlich alles für einen Moment leichter wird. Lieblingsorte sind selten einfach nur schön. Oft hängen an ihnen Erinnerungen, Sicherheit, Zugehörigkeit oder das Gefühl, wieder bei sich selbst anzukommen.
Genau darum geht es in der neuen Ausstellung „Lieblingsorte – Kraftorte im Alltag“, die am Sonntag, 11. Oktober, im Stadtmuseum Düsseldorf eröffnet wird. Die Schau widmet sich der Frage, welche Bedeutung vertraute Orte für die seelische Gesundheit haben können – und warum ein Platz manchmal weit mehr ist als nur ein Punkt auf der Stadtkarte.
Entstanden sind die gezeigten Bilder und Objekte in zahlreichen Workshops und Kunstprojekten. Beteiligt sind Künstlerinnen und Künstler mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten: Menschen mit und ohne psychische Erkrankung, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Fluchterfahrung. Gerade diese Mischung macht das Projekt interessant. Es gibt nicht den einen Kraftort und nicht die eine Geschichte dahinter. Für den einen bedeutet ein vertrauter Platz Ruhe, für einen anderen Erinnerung, Fantasie, Schutz oder ein Stück Heimat in einer neuen Umgebung.
Hinter der Ausstellung steht der Runde Tisch Outsider Art. In diesem Düsseldorfer Netzwerk arbeiten unter anderem die Malwerkstatt des Sozialpsychiatrischen Zentrums des Gesundheitsamtes, das Studio 111 des Deutschen Ordens, InKomm – BeWo in Düsseldorf, Kultur in der Klinik und die Kunsttherapie des LVR-Klinikums Düsseldorf sowie das Café Klecks im Zentrum Plus Holthausen zusammen. Ziel ist es, künstlerische Arbeit sichtbar zu machen, Teilhabe zu fördern und psychische Erkrankungen nicht hinter Türen verschwinden zu lassen.
Dass die Ausstellung gerade jetzt stattfindet, ist kein Zufall. Sie gehört zur bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit und fällt zugleich in das 150. Jubiläumsjahr des LVR-Klinikums Düsseldorf. Damit bekommt die scheinbar einfache Frage nach dem persönlichen Lieblingsort noch eine zweite Ebene: Was hilft Menschen im Alltag, wenn das Leben schwierig wird? Wo entsteht ein Gefühl von Sicherheit? Und wie viel können Begegnung, Kreativität und vertraute Räume dazu beitragen, dass Menschen sich wieder als Teil einer Gemeinschaft erleben?
Die Ausstellung will deshalb nicht nur betrachtet werden. Besucherinnen und Besucher sollen sich einmischen, eigene Gedanken entwickeln und bei kleinen Aktionen selbst über ihre Kraftorte nachdenken. Die Werke verstehen sich dabei ausdrücklich als Einladung zum Austausch auf Augenhöhe. Nicht Diagnose oder Biografie sollen im Vordergrund stehen, sondern die Kunst und das, was Menschen miteinander verbindet.
Schon die Vernissage am Sonntag soll mehr sein als eine klassische Ausstellungseröffnung. Geplant sind Livemusik, eine Lesung und Mitmachaktionen. Eine weitere besondere Veranstaltung folgt mit der Midissage am Sonntag, 18. Oktober, ebenfalls um 15 Uhr.
Die offizielle Ausstellungslaufzeit beginnt am 14. Oktober und endet am 1. November. Eröffnet wird sie bereits am 11. Oktober von 15 bis 17 Uhr im Stadtmuseum an der Berger Allee 2.
Und vielleicht ist das eigentlich Spannendste an diesem Projekt die Frage, die es anschließend mit nach draußen nimmt.
Wo ist euer Kraftort in Düsseldorf?
Ist es der Rhein bei Sonnenuntergang? Der Hofgarten früh am Morgen? Der Unterbacher See, der Aaper Wald, eine Bank im eigenen Veedel oder vielleicht ein Ort, den außer euch kaum jemand kennt?
Schreibt uns euren persönlichen Düsseldorfer Lieblingsort in die Kommentare – und gerne auch, warum gerade dieser Platz für euch besonders ist.
ERÖFFNUNG „LIEBLINGSORTE – KRAFTORTE IM ALLTAG“
Sonntag, 11. Oktober 2026
15 bis 17 Uhr
Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
Ausstellung: 14. Oktober bis 1. November 2026
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