
☝️🫵👉 WAR FRÜHER WIRKLICH ALLES BESSER? BILK BRINGT DIE GENERATIONEN AN EINEN TISCH
„Die Jugend von heute.“ Kaum ein Satz ist älter – und kaum einer wird so zuverlässig immer wieder neu ausgesprochen. Zu laut, zu bequem, zu respektlos, zu viel Handy, zu wenig Geduld. Auf der anderen Seite steht dann schnell das berühmte „Okay Boomer“. Zwei Wörter, zwei Lager, eine ziemlich alte Geschichte.
Am Montag, 12. Oktober, will das Bürgerhaus Bilk genau darüber sprechen. Unter dem Titel „Bilk bespricht…: Die Jugend von heute – war früher wirklich alles besser?“ treffen unterschiedliche Generationen aufeinander. Von 19 bis 21 Uhr geht es im Bürgersaal an der Bachstraße 145 nicht um einen Vortrag mit fertigen Antworten, sondern ausdrücklich um Erfahrungen, Unterschiede, Missverständnisse – und vielleicht auch um überraschend viele Gemeinsamkeiten.
Denn die Behauptung, die jeweils jüngere Generation sei schwieriger als die vorherige, begleitet Gesellschaften seit sehr langer Zeit. Ein berühmter Satz über angeblich respektlose Jugendliche wird im Internet immer wieder Sokrates zugeschrieben. Diese Zuschreibung hält einer Prüfung allerdings nicht stand: Die bekannte Formulierung stammt nicht von Sokrates, sondern geht auf eine Zusammenfassung aus dem frühen 20. Jahrhundert zurück. Der eigentliche Gedanke dahinter bleibt trotzdem interessant: Konflikte zwischen Jung und Alt sind alles andere als eine Erfindung unserer Zeit.
Nur verändern sich die Streitpunkte.
Für viele Ältere war eine Jugend ohne Smartphone selbstverständlich. Verabredungen wurden vorher getroffen und dann eingehalten, Musik kam aus dem Radio oder vom Plattenspieler, Informationen aus Zeitung, Fernsehen oder Bücherei. Wer unterwegs war, war eben unterwegs. Heute wächst eine Generation auf, für die Kommunikation, Schule, Freundschaften, Unterhaltung und politische Debatten permanent auf einem kleinen Bildschirm zusammenlaufen.
Umgekehrt erinnern sich viele Erwachsene gern an größere Freiheiten ihrer eigenen Jugend: stundenlang draußen sein, ohne ständig erreichbar zu sein, weniger durchorganisierte Nachmittage, weniger digitale Kontrolle. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass auch frühere Generationen ihre Konflikte hatten – mit Eltern, Lehrern, gesellschaftlichen Erwartungen, Mode, Musik oder politischen Vorstellungen.
Genau an diesem Punkt wird die Diskussion spannend.
Was bedeutet Respekt heute eigentlich? Sind Jugendliche tatsächlich weniger belastbar – oder müssen sie mit Problemen umgehen, die ihre Eltern in diesem Alter so nicht kannten? Wie wirken soziale Medien, Leistungsdruck, hohe Wohnkosten oder Zukunftsängste? Und andersherum: Wissen junge Menschen noch, welche Erfahrungen ältere Generationen geprägt haben?
Das Bürgerhaus Bilk versteht sich als Treffpunkt für unterschiedliche Generationen und Kulturen und will mit der inzwischen vierten Ausgabe von „Bilk bespricht…“ genau diesen Austausch ermöglichen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit „Demokratie leben! Düsseldorf“ statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist allerdings erforderlich.
Vielleicht wird am Ende niemand beweisen können, ob früher wirklich alles besser war.
Wahrscheinlich ist das auch gar nicht die wichtigste Frage.
Interessanter wäre zu erfahren, was tatsächlich besser war – und was heute besser ist.
Und genau das möchten wir auch von euch wissen:
Was vermisst ihr aus eurer Jugend in Düsseldorf? Was hatten junge Menschen damals besser als heute? Und bei welchem Satz über „die Jugend von heute“ müsst ihr selbst inzwischen lachen, weil ihr ihn früher von euren Eltern gehört habt?
Oder an die Jüngeren: Was verstehen ältere Generationen aus eurer Sicht völlig falsch?
Schreibt es in die Kommentare. Das könnte eine interessante Düsseldorfer Generationendebatte werden.
BILK BESPRICHT: DIE JUGEND VON HEUTE – WAR FRÜHER WIRKLICH ALLES BESSER?
Montag, 12. Oktober 2026
19 bis 21 Uhr
Bürgerhaus Bilk
Bürgersaal
Bachstraße 145
40217 Düsseldorf
Teilnahme kostenlos
Anmeldung:
buergerhausbilk@duesseldorf.de
0211 8999224
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