SERIE GERISSEN – DEG BLEIBT IN REGENSBURG TORLOS

🏒🔴🟡 SERIE GERISSEN – DEG BLEIBT IN REGENSBURG TORLOS
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EISBÄREN REGENSBURG – DÜSSELDORFER EG 4:0
Drittel: 1:0 | 3:0 | 0:0

Diesmal blieb die Aufholjagd aus. Nach zehn Siegen hat die DEG am Freitagabend ihre erste Saisonniederlage kassiert – und dabei erstmals keinen eigenen Treffer erzielt. Die Eisbären Regensburg gewannen vor 4.431 Zuschauern in der Donau-Arena verdient mit 4:0. Ein unglücklicher Gegentreffer brachte Düsseldorf ins Hintertreffen, doch entschieden wurde die Partie durch mehr als fehlendes Scheibenglück: zu wenig anhaltenden Druck, eine schwache Unterzahlbilanz und eine verhängnisvolle Minute vor der zweiten Pause.

Dabei besaß Rot-Gelb durchaus Möglichkeiten, dem Abend eine andere Richtung zu geben. Corey Mackin hatte früh eine gute Chance, später verfehlte Carter Turnbull das Tor knapp. Die Führung fiel jedoch auf der anderen Seite – auf denkbar kuriose Weise. Donát Péters Schuss wurde zunächst von einem Düsseldorfer Schläger und anschließend von Tariq Hammonds Schulter abgelenkt. In einem hohen Bogen landete die Scheibe hinter Niklas Lunemann im Netz. Nach 13:50 Minuten stand es 1:0, ohne dass der DEG-Torwart viel dagegen ausrichten konnte.

Nach der Pause schien Düsseldorf zunächst entschlossener. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Erik Bradford, der nach einem Zuspiel von Ville Järveläinen allein vor Oskar Autio auftauchte, den Regensburger Schlussmann aber nicht überwinden konnte. Eine wichtige verpasste Chance, denn anschließend übernahmen wieder die Gastgeber. Als Sten Fischer wegen Hakens auf die Strafbank musste, nutzte Yannic Bauer die Überzahl bei 29:51 zum 2:0. Die DEG lief nun nicht mehr nur einem unglücklichen Gegentor hinterher.

Richtig bitter wurde es in der letzten Minute des Mittelabschnitts. Linus Brandl lenkte eine scharfe Hereingabe bei 39:00 zum 3:0 ins Tor. Statt diesen Rückschlag wenigstens ohne weiteren Schaden in die Pause zu bringen, kassierte Düsseldorf nach einem Stockschlag von Fabian Herrmann die nächste Strafe. Regensburg benötigte nur neun Sekunden Überzahl: Tyler Ward traf bei 39:37 zum 4:0. Zwei Gegentore innerhalb von 37 Sekunden machten aus einem noch aufholbaren Rückstand eine gewaltige Aufgabe.

Wie verdient dieser Zwischenstand trotz des kuriosen ersten Treffers war, zeigt die Schussverteilung. Nach 40 Minuten führte Regensburg bereits mit 29:15 Torschüssen. Düsseldorf hatte einzelne gefährliche Aktionen, entwickelte daraus aber zu selten längere Druckphasen. Erst im Schlussdrittel kam die DEG häufiger zum Abschluss als die Eisbären. Elf ihrer insgesamt 26 Torschüsse gab sie in diesem Abschnitt ab – allerdings gegen einen Gegner, der längst einen deutlichen Vorsprung verteidigte. Die verbesserte Offensive kam zu spät, um den Abend noch zu drehen.

Ein wesentlicher Unterschied lag im Über- und Unterzahlspiel. Regensburg verwertete zwei seiner drei Powerplays, Düsseldorf blieb bei ebenfalls drei Gelegenheiten erfolglos. Dabei ist der Zeitpunkt wichtig: Sämtliche Düsseldorfer Überzahlchancen ergaben sich erst im Schlussdrittel beim Stand von 4:0. Sie waren also keine vergebenen Möglichkeiten in einer noch ausgeglichenen Partie, hätten aber zumindest den Einstieg in eine Aufholjagd ermöglichen können. Autio ließ auch das nicht zu und wehrte sämtliche 26 Schüsse ab.

Die Niederlage allein am gegnerischen Torwart festzumachen, wäre dennoch zu bequem. Auch Lunemann parierte 29 Versuche und verhinderte zwischenzeitlich weitere Treffer. Die eigentliche Aufgabe für Harry Lange und seine Mannschaft liegt deshalb im Zusammenspiel: Nach Rückschlägen schneller wieder Ordnung finden, gefährliche Zuspiele vor das eigene Tor konsequenter unterbinden und aus guten Offensivaktionen mehr zusammenhängenden Druck entwickeln. Einsatz war vorhanden, die notwendige Konsequenz diesmal nicht durchgehend.

Mit 27 Punkten bleibt die DEG Tabellenführer, sechs Zähler vor dem neuen Zweiten Regensburg. Schon am Sonntag, 25. Oktober, bietet sich um 15 Uhr im PSD BANK DOME gegen den EC Bad Nauheim die Gelegenheit zur Antwort. Eine Niederlage entwertet zehn Siege nicht. Sie erinnert aber daran, dass die bisherige Erfolgsserie auch von Qualitäten lebte, die Düsseldorf an jedem Abend neu aufs Eis bringen muss.

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