
☝️🫵👉 DÜSSELDORFS SCHULEN VOR WICHTIGEN WEICHENSTELLUNGEN: GANZTAG, G9 UND KULTUR AUF DER AGENDA
Wie entwickelt sich der neue Ganztag an Düsseldorfs Grundschulen? Welche baulichen Konsequenzen hat die Rückkehr zu G9 am Humboldt-Gymnasium? Und welche Kulturprojekte kommen im laufenden Schuljahr in die Schulen? Mit gleich mehreren Themen, die viele Düsseldorfer Familien unmittelbar betreffen, beschäftigt sich am Dienstag, 6. Oktober, der Schulausschuss der Stadt.
Besonders aufmerksam dürfte der Blick auf den schulischen Ganztag fallen. Seit Beginn des Schuljahres 2026/27 gilt der Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung zunächst für die ersten Klassen. Düsseldorf hat gleichzeitig sein gesamtes Betreuungssystem in der Primarstufe umgestellt und bietet Betreuungszeiten bis 14, 15 oder 16 Uhr an. Nach Angaben der Verwaltung wurden für das laufende Schuljahr mehr als 20.200 Kinder für Ganztagsangebote angemeldet. Trotz dieser hohen Nachfrage habe an allen Standorten der angemeldete Bedarf gedeckt werden können.
Jetzt soll es nicht mehr allein um genügend Plätze gehen. Die nächste Phase betrifft die Qualität. Die Stadt will dafür eine neue Arbeitsgemeinschaft Schulischer Ganztag einrichten, in der unter anderem Schulverwaltung, Jugendhilfe, Schulaufsicht, Schulen, freie Träger, Elternvertretungen, Stadtsportbund und Jugendverbände zusammenarbeiten sollen. Themen werden beispielsweise Anmeldeverfahren, Randzeiten, mögliche Betreuungslücken und gemeinsame Qualitätsstandards sein. Geplant ist, dass sich die Arbeitsgemeinschaft ab dem vierten Quartal 2026 regelmäßig trifft. Zusätzlich sollen die Qualitätsdialoge an den einzelnen Schulstandorten fortgeführt werden.
Ein zweiter großer Punkt betrifft das Humboldt-Gymnasium an der Pempelforter Straße. Die Rückkehr vom achtjährigen zum neunjährigen Gymnasium sorgt nicht nur für ein zusätzliches Schuljahr, sondern benötigt auch mehr Räume und Infrastruktur. Düsseldorf hat deshalb bereits umfangreiche Maßnahmen für seine Gymnasien auf den Weg gebracht. Am Humboldt-Gymnasium geht es darum, die Fünfzügigkeit auch unter G9-Bedingungen dauerhaft zu sichern.
Ein wesentlicher Baustein dafür ist eine neue barrierefreie Dreifeldsporthalle, die der Rat bereits 2025 beschlossen hat. Vorgesehen sind außerdem ein Gymnastikraum und ein Tonsaal. Die Sporthalle soll nicht nur dem Humboldt-Gymnasium, sondern auch dem benachbarten Leibniz-Montessori-Gymnasium und Düsseldorfer Sportvereinen zur Verfügung stehen. Am Dienstag steht nun erneut die Umsetzung der für G9 notwendigen Maßnahmen und ein entsprechender Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss auf der politischen Tagesordnung.
Auch Kultur im Schulalltag ist Thema. Über das NRW-Landesprogramm Kultur und Schule arbeiten professionelle Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit Schulen an Projekten, die über den klassischen Unterricht hinausgehen. Möglich sind beispielsweise Vorhaben aus Musik, Theater, Tanz, Literatur oder bildender Kunst. 80 Prozent der förderfähigen Projektkosten trägt das Land Nordrhein-Westfalen, 20 Prozent entfallen auf den kommunalen Anteil. Welche Düsseldorfer Projekte für das Schuljahr 2026/27 empfohlen wurden, wird dem Ausschuss vorgestellt.
Die Sitzung zeigt damit ziemlich deutlich, wie breit Schulpolitik inzwischen geworden ist. Es geht längst nicht mehr nur um Klassenräume und Stundenpläne. Betreuung, pädagogische Qualität, Schulbau, Sportmöglichkeiten und kulturelle Bildung greifen ineinander – und Entscheidungen von heute bestimmen, wie Düsseldorfer Kinder ihren Schulalltag in den kommenden Jahren erleben.
Der Schulausschuss tagt am Dienstag, 6. Oktober, ab 15 Uhr öffentlich im Plenarsaal des Rathauses am Marktplatz 2. Wer die Sitzung nicht vor Ort verfolgen möchte, kann den Livestream der Stadt nutzen:
www.duesseldorf.de/livestream
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