
☝️🫵👉 DÜSSELDORFS JÜNGSTE RADSCHLÄGER IM RATHAUS GEEHRT
Was für andere Städte vielleicht nur eine sportliche Übung wäre, gehört in Düsseldorf längst zur eigenen Identität: das Radschlagen. Jetzt wurden die erfolgreichsten Nachwuchs-Radschlägerinnen und Radschläger des 73. Stadtsparkassen-Radschlägerturniers feierlich im Rathaus ausgezeichnet.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller empfing die Siegerinnen und Sieger am Donnerstag im Rathaus. Rund 400 Mädchen und Jungen hatten sich für das traditionsreiche Turnier angemeldet, das bereits am 12. Juli von der Alde Düsseldorfer Bürgergesellschaft von 1920 am Unteren Rheinwerft ausgerichtet worden war. Dabei ging es nicht nur um Geschwindigkeit. Neben dem Schnelligkeitswettbewerb gibt es einen eigenen Stilwettbewerb, bei dem besonders sauber und fortlaufend geschlagene Räder zählen.
Bei den acht- bis zehnjährigen Mädchen gewann Ako Iwasa vor Lina Celikçi und Xenia Lennartz. In der gleichaltrigen Jungengruppe siegte Haru Yokoi vor Anton Khmelev und Hlieb Kotenko. Bei den elf- bis zwölfjährigen Mädchen belegte Ella Mutrack den ersten Platz, gefolgt von Isabell Bergner und Mailin Kaufhold. In der Jungengruppe dieser Altersklasse gewann Itsuki Takashima; die Plätze zwei und drei wurden nicht vergeben.
Besonders elegant schlug Dylan Engel seine Räder und sicherte sich damit den ersten Platz im Stilwettbewerb. Dahinter folgten Maryam Bouiboulkhir und Eliza Foremny. Einen weiteren Grund zur Freude hatte die Städtische Montessori Grundschule Lindenstraße: Mit 34 angemeldeten Schülerinnen und Schülern stellte sie die größte Schulgruppe und erhielt dafür den Wanderpokal.
Das Düsseldorfer Radschlägerturnier blickt inzwischen auf eine fast 90-jährige Geschichte zurück. Zum ersten Mal wurde es am 17. Oktober 1937 auf dem Carlsplatz ausgetragen. Nach der kriegsbedingten Unterbrechung ließen die Alde Düsseldorfer die Tradition wieder aufleben. Seit 1971 nehmen auch Mädchen am Wettbewerb teil – und längst prägen sie das Teilnehmerfeld genauso selbstverständlich wie die Jungen.
Gerade darin zeigt sich, warum das Radschlagen in Düsseldorf mehr ist als ein Motiv auf Souvenirs und Denkmälern. Eine alte Stadtradition bleibt nur lebendig, wenn die nächste Generation sie tatsächlich weiterführt. Und genau das haben die rund 400 jungen Düsseldorferinnen und Düsseldorfer in diesem Sommer eindrucksvoll getan.
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