ALS IM SPÄTEREN UERIGE ELEFANTEN ZU SEHEN WAREN

☝️🫵👉 ALS IM SPÄTEREN UERIGE ELEFANTEN ZU SEHEN WAREN
☝️🫵👉 ALS IM SPÄTEREN UERIGE ELEFANTEN ZU SEHEN WAREN

☝️🫵👉 ALS IM SPÄTEREN UERIGE ELEFANTEN ZU SEHEN WAREN

Wer heute ins Uerige geht, denkt an Altbier, Köbesse und Altstadt. Kaum jemand würde an dieser Stelle zuerst an Elefanten und Dromedare denken. Genau diese erstaunliche Erinnerung gehört aber zur Geschichte des Hauses an der Berger Straße.

Bevor dort das Uerige entstand, wurde das Gebäude im 19. Jahrhundert als Bergischer Hof geführt. Es war ein Weinlokal mit Übernachtungsmöglichkeiten, Speisen und gelegentlichen Schaustellereien. Der Düsseldorfer Chronist Heinrich Ferber schrieb 1890 rückblickend, er erinnere sich aus seiner Jugend daran, dort in einem Stall des Hinterhauses für ein paar Pfennige Elefanten, Dromedare und andere Tiere gesehen zu haben. Mitten in der Altstadt bekam man also offenbar nicht nur ein Glas, sondern bisweilen auch ein kleines Stück Exotik geboten.

Das erzählt viel über das alte Düsseldorf. Gasthäuser waren damals oft weit mehr als bloße Schankstuben. Sie waren Herbergen, Treffpunkte, Handelsorte und immer wieder auch Schauplätze kleiner Attraktionen für Reisende und Einheimische. Einen Zoo darf man sich an der Berger Straße deshalb nicht vorstellen. Eher spricht vieles für eine jener flüchtigen Sensationen, mit denen Schausteller in einer Zeit ohne Fernsehen, Kino und Internet ihr Publikum anzogen.

Der Wandel zum Uerige begann 1862. Damals kaufte Wilhelm Cürten den Bergischen Hof und richtete dort eine Brauerei ein. Aus dem Weinlokal mit Tieranekdote wurde ein Brauhaus, das längst zu den bekanntesten Adressen der Stadt gehört. Seinen Beinamen verdankte Cürten seinem Ruf als ueriger Willem, also als eher mürrischer Charakter. Der Mann soll das Haus fast nie verlassen haben, außer sonntags zum Kirchgang. Düsseldorf machte daraus, wie so oft, keine trockene Randnotiz, sondern eine Geschichte, die hängen blieb.

Gerade das macht solche Fundstücke so reizvoll. Sie zeigen, dass Stadtgeschichte nicht nur aus Daten, Kriegen und großen Namen besteht, sondern auch aus skurrilen Nebenszenen, die ein vertrautes Stück Düsseldorf plötzlich ganz neu wirken lassen. Wo heute Alt gezapft wird, standen nach einer alten Erinnerung einst Elefanten im Stall. Verrückter bekommt man einen Altstadtabend kaum eröffnet.

Welche Düsseldorfer Orte haben für euch die überraschendsten Geschichten im Gepäck?

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