
☝️🫵👉 ACHT GESCHICHTEN, DIE DÜSSELDORF GERADE EIN BISSCHEN SCHÖNER MACHEN
Nachrichten müssen nicht immer von Problemen, Sperrungen und Krisen handeln. Manchmal lohnt sich der Blick auf das, was funktioniert: auf Menschen, die anderen helfen, auf eine Liebe, die seit 65 Jahren hält, auf Kinder, die ihre Stadt mitgestalten wollen – und sogar auf eine Düsseldorfer Baustelle, die früher fertig geworden ist als geplant. Deshalb gibt es heute bei uns ganz bewusst acht gute Nachrichten aus Düsseldorf.
40.700 EURO, DIE ZU EINEM ZUHAUSE WERDEN KÖNNEN
Aus einer außergewöhnlichen Aktion rund um die Heimkonzerte der Toten Hosen ist konkrete Hilfe für wohnungslose Menschen entstanden. Signierte Flaggen mit dem eigens gestalteten Düsseldorf-Motiv wurden zugunsten von Housing First versteigert. Das Ergebnis: 40.700 Euro.
Das Geld soll in den Kauf einer weiteren Wohnung für einen bislang obdachlosen Menschen fließen. Nach Angaben von fiftyfifty wurde dem gemeinnützigen Verein gerade ein Apartment in Hassels angeboten; der Erlös der Aktion würde fast die Hälfte des Kaufpreises abdecken. Hinter der großen Summe steckt damit etwas sehr Konkretes: die Chance auf eine eigene Tür, einen eigenen Schlüssel und einen Ort, an dem ein neues Leben beginnen kann.
65 JAHRE GEMEINSAM DURCHS LEBEN
Eine ganz andere Art von Erfolg wird am Samstag in Urdenbach gefeiert. Iris und Gerd-Achim Jung begehen dort ihre Eiserne Hochzeit – 65 Jahre nach ihrem Ja-Wort.
Die gebürtige Düsseldorferin und der gebürtige Berliner lernten sich über gemeinsame Freunde in Bonn kennen und heirateten am 12. September 1961 in Nürnberg. Iris Jung arbeitete als Chemotechnikerin, ihr Mann als Ingenieur. Zwei Söhne, eine Enkelin und viele gemeinsame Reisen gehören inzwischen zu einer Lebensgeschichte, die am Wochenende einen außergewöhnlichen Jahrestag erreicht. 65 Jahre Ehe – manchmal steckt eine der schönsten Nachrichten einfach in zwei Menschen, die ihren Weg gemeinsam gegangen sind.
UND JA: EINE BAUSTELLE IST FRÜHER FERTIG
Auch das gibt es in Düsseldorf. Die Arbeiten an der Theodor-Heuss-Brücke konnten vorzeitig abgeschlossen werden. Die eigentlich noch bis zum 18. September vorgesehenen nächtlichen Vollsperrungen sind bereits aufgehoben.
Geholfen haben laut Stadt die stabile Wetterlage und eine gute Koordination der Arbeiten. Neben dem Korrosionsschutz an den Tragkabeln und Arbeiten am Belag wurden die Sperrzeiten genutzt, um Einstiegsklappen an den Pylonen auszutauschen, einen Fahrbahnübergang zu reparieren und eine routinemäßige Bauwerksprüfung vorzunehmen. Für viele Menschen, die regelmäßig über die Brücke fahren, ist die schönste Nachricht dabei wahrscheinlich die einfachste: nachts wieder freie Fahrt.
BENRATH BEKOMMT MEHR PLATZ FÜR DEN NACHWUCHSSPORT
Auch in Benrath ist eine Entscheidung gefallen, von der vor allem junge Sportler profitieren sollen. Der stark verschlissene Tennenplatz auf der Bezirkssportanlage an der Karl-Hohmann-Straße soll zu einem Kunstrasengroßspielfeld umgebaut werden. Der Sportausschuss hat dafür einen Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss über rund 1,31 Millionen Euro gefasst.
Der VfL Benrath 06 soll dadurch vor allem für seinen Juniorenbereich verlässlichere Trainings- und Spielmöglichkeiten erhalten. Auch Ballfangzäune, Wege und Tribünen werden erneuert; später ist außerdem eine Umstellung der Beleuchtung auf LED vorgesehen. Bis zum ersten Anpfiff auf dem neuen Platz wird allerdings noch Zeit vergehen: Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2028, die Fertigstellung für das dritte Quartal desselben Jahres geplant.
ÜBER 500 KINDER HABEN DÜSSELDORF ETWAS ZU SAGEN
Wie soll Düsseldorf in Zukunft aussehen? Diese Frage wurde bei der Kinder-Agenda 2030 nicht Erwachsenen gestellt, sondern denen, die mit dieser Zukunft besonders lange leben werden.
Mehr als 500 Grundschulkinder aus 13 Düsseldorfer Schulen haben in Workshops ihre Ideen entwickelt. Daraus entstanden neun zentrale Ziele für eine nachhaltige, gerechte und weltoffene Stadt. Es geht um Klimaschutz und Mobilität, saubere Lebensräume, Gesundheit, Vielfalt, Teilhabe, Kinderrechte und gleiche Chancen.
Besonders schön daran: Die Ergebnisse verschwinden nicht einfach in irgendeiner Projektmappe. Die Kinder haben ihre Vorstellungen als Impulse an Politik und Verwaltung übergeben, und ihre Arbeiten sind noch bis zum 18. September kostenlos im Rathaus am Marktplatz zu sehen. Beteiligung beginnt schließlich nicht erst mit dem ersten Wahlzettel.
EINFACH ZUSAMMEN SEIN – OHNE ETWAS KAUFEN ZU MÜSSEN
Auch das Theatermuseum setzt auf eine erstaunlich einfache Idee: Menschen zusammenbringen. Ab Dienstag, 15. September, startet im Hofgartenhaus an der Jägerhofstraße die kostenlose Reihe „Einander begegnen, gemeinsam erleben“.
Beim ersten Abend werden ab 18 Uhr Briefe und Postkarten geschrieben. Eine Woche später geht es ums Tagebuchschreiben, am 29. September folgt das bereits erprobte Silent Reading: Menschen lesen für sich und sind dabei trotzdem Teil einer Gemeinschaft. Alle Abende beginnen mit einer kleinen Ankommensphase, in der man sich kennenlernen und austauschen kann. Ein Kulturangebot, das weder große Bühne noch Eintrittskarte braucht – sondern vor allem Zeit füreinander.
KULTUR FÜR KINDER – UND DER GELDBEUTEL BLEIBT ZU
Wer zwischen zehn und 14 Jahre alt ist, kann im September mit dem Düsseldorfer Kulturrucksack wieder ausprobieren, was vielleicht einmal zum eigenen Hobby wird: Musik, Drucktechniken, Hip-Hop, Graffiti, Tanz oder Upcycling.
Die Angebote sind kostenlos. In Bilk wird beispielsweise gemeinsam musiziert, in Gerresheim können Jugendliche verschiedene Drucktechniken kennenlernen, und weitere Workshops widmen sich urbaner Kunst, Beats, Tanz und Mode. Düsseldorf beteiligt sich bereits seit 2013 am Kulturrucksack NRW – seitdem wurden in der Stadt mehr als 1.900 Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche umgesetzt. Kultur kennenlernen zu können, sollte schließlich nicht davon abhängen, was Eltern dafür ausgeben können.
99 SIRENEN – UND DER TEST HAT FUNKTIONIERT
Die letzte gute Nachricht klingt zunächst weniger romantisch, könnte im Ernstfall aber die wichtigste sein. Beim bundesweiten Warntag am Donnerstag wurden alle 99 Düsseldorfer Sirenen wie geplant ausgelöst. Auch Cell Broadcast, Warn-Apps und weitere Informationswege wurden getestet.
Nach der ersten Bilanz der Feuerwehr erreichte die Testwarnung die meisten Mobiltelefone, auch bei der Warn-App NINA bestätigte der überwiegende Teil der Rückmeldungen eine zuverlässige Auslösung. Perfekt ist ein solches System damit noch nicht: Einzelne Rückmeldungen werden weiter ausgewertet und mögliche Beschallungslücken sollen geschlossen werden. Genau dafür gibt es diese Tests. Die gute Nachricht lautet deshalb nicht, dass nichts mehr verbessert werden müsste – sondern dass die Warnkette funktioniert und weiter verbessert wird.
ACHT KLEINE UND GROSSE GRÜNDE FÜR EINEN ETWAS FREUNDLICHEREN BLICK AUF DIE STADT
40.700 Euro für ein mögliches neues Zuhause. 65 gemeinsame Ehejahre. Eine Brücke früher fertig als geplant. Eine Investition in den Benrather Nachwuchssport. Mehr als 500 Kinder mit Ideen für ihre Stadt. Ein Museum als Treffpunkt. Kostenlose Kultur für junge Menschen. Und 99 getestete Sirenen.
Keine dieser Geschichten löst alle Probleme Düsseldorfs. Aber zusammen erzählen sie etwas, das im täglichen Nachrichtenstrom leicht untergeht: Menschen engagieren sich, Dinge werden besser, Projekte funktionieren und manchmal gibt es schlicht etwas zu freuen.
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