VOM HANDWERK AN DIE REGLER: MIKE MOOIE SPIELT SICH AUS DÜSSELDORF…

☝️🫵👉 VOM HANDWERK AN DIE REGLER: MIKE MOOIE SPIELT SICH AUS DÜSSELDORF…
☝️🫵👉 VOM HANDWERK AN DIE REGLER: MIKE MOOIE SPIELT SICH AUS DÜSSELDORF…

☝️🫵👉 VOM HANDWERK AN DIE REGLER: MIKE MOOIE SPIELT SICH AUS DÜSSELDORF IN DIE INTERNATIONALE TECHNOSZENE

Michael Newerla und Michael Schön führen ein bemerkenswertes Doppelleben. Im Alltag kommen beide aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk, nachts arbeiten sie an einem Sound, der inzwischen weit über Düsseldorf hinaus gehört wird. Als Mike Mooie verbinden sie klassischen Acid mit modernem Peak-Time-Techno – und aus einem gemeinsamen Projekt, das 2019 eher aus Leidenschaft als aus Karriereplanung entstand, ist inzwischen ein Düsseldorfer Export für internationale Dancefloors geworden.

Die Geschichte beginnt allerdings deutlich früher. Michael Schön stand bereits Ende der 1990er-Jahre als DJ Moog hinter den Plattentellern eines Kölner Techno-Clubs und war an Musikproduktionen beteiligt. Newerlas musikalischer Weg führte zunächst über Rock und Heavy Metal. Kennengelernt hatten sich die beiden Handwerksmeister 2017 bei einer Werkstour. Als sie sich 2019 auf der WCD Club Cruise wiederbegegneten, war die gemeinsame Begeisterung für elektronische Musik endgültig zurück. Kurz darauf entstanden Studios in Düsseldorf und Neuss – und Mike Mooie.

Schon der Name trägt die beiden in sich: „Mike“ als gemeinsamer Vorname, „Mooie“ als niederländisches Wort für schön und damit zugleich als Anspielung auf Michael Schön. Was zunächst vor allem als Produktionsprojekt gedacht war, verlagerte sich zunehmend auf die Bühne. Dabei entwickelte das Duo eine Arbeitsweise, die tatsächlich von zwei Menschen lebt: vier Hände an den Geräten, viele Effekte, lange Übergänge und möglichst wenig Brüche zwischen den Tracks.

Ihr musikalisches Zentrum ist Peak-Time-Techno mit einer unüberhörbaren Portion Old-School-Acid. Die sägenden, sich windenden Acid-Sequenzen treffen auf druckvolle Kicks, rollende Grooves und moderne Produktionen für die Hauptzeit im Club. Mike Mooie selbst bezeichnet den Stil inzwischen als Hypnotic Peak-Time Acid Techno. Nostalgie ist dabei eher Ausgangspunkt als Ziel. Die Sounds der alten Rave-Schule werden nicht einfach kopiert, sondern in ein zeitgemäßes, deutlich härteres Produktionsbild übersetzt.

2024 begann mit „Born“ auch die Veröffentlichungsgeschichte des Duos richtig Fahrt aufzunehmen. Es folgten unter anderem „Pazuzu“, „Runner“, „Bazille“, „Statement 3“, „Glass“ und schließlich „Acid Is My DNA“. Gerade dieser Track wurde zum bisherigen Ausrufezeichen: Das offizielle Künstlerprofil des Amsterdam Dance Event nennt inzwischen mehr als 440.000 Spotify-Streams. Die Zusammenarbeit „Go Fast“ mit dem französischen Produzenten JAUF(FR)EY kommt demnach auf mehr als 250.000 Streams. Spotify weist für Mike Mooie aktuell insgesamt mehr als 27.000 monatliche Hörer aus.

Auch in den für elektronische Musik wichtigen Beatport-Listen ist das Duo angekommen. „Statement 3“ schaffte es 2025 in die Hype-Charts, „Acid Is My DNA“ wurde von Beatport unter anderem in die Techno-Shortlist des Monats und später in die Hype Chart Toppers 2025 aufgenommen. Veröffentlicht wurde inzwischen auf internationalen Labels wie Reload Records aus Madrid, Digital Waves aus Portugal und Animarum Recordings aus Berlin.

Besonders spannend ist der jüngste Schritt. Am 2. September erschien Mike Mooies neue Bearbeitung von „Brainchild“ gemeinsam mit Nostrum. Das Original von Bernd Augustinski gehört zu den prägenden Hard-Trance- und Acid-Tracks der 1990er-Jahre. Mike Mooie hat die bekannte Melodie für 2026 auf 142 BPM und modernen Peak-Time-Druck gebracht. Nur wenige Tage nach Veröffentlichung steht der Extended Mike Mooie Remake am Freitagmorgen bereits auf Platz 23 der regulären Beatport-Top-100 für Peak-Time-Techno und sogar auf Platz sieben der dortigen Hype-Top-100.

Das ist gerade deshalb bemerkenswert, weil Mike Mooie nicht versucht, die eigene Vergangenheit abzuschütteln. Im Gegenteil: Hier treffen zwei Generationen Clubgeschichte aufeinander. Nostrum steht für jene Zeit, in der Acid, Hard Trance und Rave in den 1990ern die Hallen füllten. Mike Mooie übersetzt diese DNA in einen heutigen Techno-Sound. Genau diese Verbindung aus Erinnerung und Gegenwart zieht sich mittlerweile durch viele Produktionen des Duos.

Auch international werden die Wege länger. Produktionen entstehen bis nach Japan, unter anderem im Umfeld des japanischen Techno-Künstlers Takahiro Yoshihira. Dazu kamen Radioauftritte, darunter eine einstündige Show im Umfeld des YellowHeads-Programms beim spanischen Sender LOS40 Dance. Bei Live-Auftritten standen Mike Mooie bereits auf Veranstaltungen gemeinsam mit Namen wie WestBam, DJ Rush, Kai Tracid, Nathalie de Borah, Melanie Di Tria und Nostrum auf dem Line-up.

Und die nächsten Stationen sind bereits gesetzt. Am Samstag, 12. September, spielt Mike Mooie bei RAVE49 im Schusterkrug in Wagenfeld. Noch größer wird die Bühne im Oktober: Am 24. Oktober gehört das Düsseldorfer Duo zum offiziellen Programm des Amsterdam Dance Event. Beim bereits ausverkauften KRAFT Premium Pounding Techno im Lagerwal am NDSM-Werftgelände spielen Mike Mooie von 18 bis 19.30 Uhr – gemeinsam mit A*S*Y*S, ADRIANNA, Sylvie Miles und TheKoosy.

Vom gemeinsamen Fachsimpeln zweier Handwerksmeister über Techno bis zum ausverkauften ADE-Event in Amsterdam sind gerade einmal wenige Jahre vergangen. Vielleicht ist genau das die spannendste Seite dieser Geschichte: Mike Mooie ist kein Projekt, das am Reißbrett einer Musikagentur entstanden ist. Da haben zwei Menschen ihre alte Leidenschaft wiedergefunden, Studios aufgebaut, produziert, gelernt, ausprobiert und ihren eigenen Sound immer weiter geschärft.

Und der kommt weiterhin aus Düsseldorf und Umgebung – mit Acid in der DNA und dem alten Motto, das Michael Newerla und Michael Schön bis heute begleitet:

Techno is Love.

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