ZOMBIES ZIEHEN DURCH DÜSSELDORF – DOCH DER WAHRE HORROR IST DIE…

☝️🫵👉 ZOMBIES ZIEHEN DURCH DÜSSELDORF – DOCH DER WAHRE HORROR IST DIE…
☝️🫵👉 ZOMBIES ZIEHEN DURCH DÜSSELDORF – DOCH DER WAHRE HORROR IST DIE…

☝️🫵👉 ZOMBIES ZIEHEN DURCH DÜSSELDORF – DOCH DER WAHRE HORROR IST DIE VERDRÄNGUNG!

Am Freitag, 30. Oktober, wird es in Unterbilk und Friedrichstadt unheimlich. Einen Tag vor Halloween ziehen Zombies, Geister und andere schaurige Gestalten durch die Straßen. Doch hinter dem ungewöhnlichen Spektakel steckt keine gewöhnliche Halloween-Party. Mit einem öffentlichen Zombie-Walk macht das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum Düsseldorf auf ein ernstes Problem aufmerksam: die Verdrängung von Menschen aus ihren angestammten Wohnvierteln.

Die Idee ist ebenso ungewöhnlich wie provokant. Statt klassischer Demonstrationsplakate setzt das Bündnis auf die Bildsprache des Horrors. Investorenzombies, Geisterhäuser und sterbende Nachbarschaften sollen sichtbar machen, was für viele Mieterinnen und Mieter längst eine bedrückende Realität ist. Steigende Mieten, die Angst vor Kündigungen, langwierige Bauarbeiten und die Sorge, sich die eigene Wohnung irgendwann nicht mehr leisten zu können, stehen im Mittelpunkt der Aktion.

Bewusst haben die Organisatoren Unterbilk und Friedrichstadt ausgewählt. Beide Stadtteile haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Einst vergleichsweise günstige Wohnquartiere sind heute begehrte innerstädtische Wohnlagen mit entsprechendem Druck auf den Wohnungsmarkt. Das Bündnis sieht gerade hier eine zunehmende Gefahr, dass alteingesessene Bewohnerinnen und Bewohner ihre Wohnungen verlieren oder wegen steigender Wohnkosten wegziehen müssen.

Dabei geht es um weit mehr als die Frage, wie hoch die nächste Mieterhöhung ausfällt. Wenn Menschen nach Jahrzehnten ihre Nachbarschaft verlassen müssen, verändert sich auch das soziale Gefüge eines Viertels. Gewachsene Kontakte gehen verloren, vertraute Treffpunkte verschwinden und aus einer lebendigen Nachbarschaft kann ein Wohnquartier werden, das sich nur noch Menschen mit entsprechend hohem Einkommen leisten können.

Die Initiative kritisiert insbesondere, dass Wohnraum zunehmend als Kapitalanlage betrachtet werde. Nach ihrer Auffassung reichen die bestehenden Schutzmöglichkeiten nicht aus, um Verdrängung wirksam zu verhindern. Sie fordert deshalb unter anderem stärkere Eingriffe gegen spekulative Entwicklungen und einen besseren Schutz bestehender Mietverhältnisse.

Ganz ohne rechtliche Instrumente ist Düsseldorf allerdings nicht. Seit 2022 verfügt die Stadt über eine Wohnraumschutzsatzung, die unter anderem ungenehmigten längeren Leerstand, bestimmte Formen der Kurzzeitvermietung und die Umwandlung von Wohnungen in andere Nutzungen begrenzen soll. Solche Regelungen können dazu beitragen, vorhandenen Wohnraum zu erhalten. Sie verhindern jedoch nicht automatisch steigende Mieten oder jede Form der Verdrängung.

Genau an diesem Punkt setzt die Kritik des Bündnisses an. Die Organisatoren wünschen sich weitergehende Schutzmaßnahmen und eine Wohnungspolitik, bei der das Recht auf ein bezahlbares Zuhause stärker im Mittelpunkt steht als die wirtschaftliche Verwertung von Immobilien.

DER ZOMBIE-WALK AM FREITAG

Los geht es am Freitag, 30. Oktober 2026, um 17.30 Uhr auf dem Kirchplatz in Düsseldorf. Von dort aus führt die Protestaktion durch Unterbilk und Friedrichstadt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wer mitmachen möchte, kann sich als Zombie, Geist oder andere Gruselgestalt verkleiden. Ausdrücklich willkommen sind aber auch Menschen ohne Kostüm. Die Veranstalter möchten möglichst viele Betroffene und Unterstützer zusammenbringen und auf die Geschichten aufmerksam machen, die sich hinter Wohnungstüren und Hausfassaden verbergen.

Weitere Informationen gibt es beim Bündnis für bezahlbaren Wohnraum Düsseldorf:

https://bezahlbarer-wohnraum-duesseldorf.de

Das Bündnis bietet gemeinsam mit dem Straßenmagazin fiftyfifty außerdem eine Anlaufstelle für Menschen, die von Entmietung oder Verdrängung betroffen sind. Über das Projekt „Wohnen. Leben. Bleiben.“ können Betroffene Rat und Unterstützung erhalten.

Kontakt:
mail@bezahlbarer-wohnraum-duesseldorf.de

Telefon: 0179 5358460

Der Zombie-Walk ist eine kreative Form des politischen Protests, die bewusst Aufmerksamkeit erzeugen und Diskussionen anstoßen soll. Ob man die Forderungen der Initiative teilt oder nicht: Die Frage, wie Düsseldorf bezahlbaren Wohnraum erhalten und gleichzeitig eine wachsende, attraktive Stadt bleiben kann, betrifft längst nicht mehr nur einzelne Häuser oder Straßenzüge.

Denn eine Stadt lebt nicht allein von ihren Immobilienwerten, sondern vor allem von den Menschen, die in ihr wohnen.

Wie erlebt ihr die Entwicklung in Unterbilk, Friedrichstadt und anderen Düsseldorfer Stadtteilen? Werden die Veedel tatsächlich immer unbezahlbarer? Oder gehört der Wandel einer Großstadt einfach dazu?

#Düsseldorf #Düsseldorf4You #DUS4YOU #Unterbilk #Friedrichstadt #ZombieWalk #BezahlbarerWohnraum #Mieterschutz #Stadtentwicklung #Verdrängung

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