
☝️🫵👉 GEMEINSAM MITTENDRIN – DÜSSELDORF GIBT JUNGEN MENSCHEN EINE STIMME!
Demokratie lebt davon, dass Menschen mitreden, mitentscheiden und ihre Zukunft mitgestalten können. Doch gerade junge Menschen mit Behinderung erleben im Alltag noch immer Barrieren, wenn es um gesellschaftliche und politische Teilhabe geht. Dass es auch anders geht, möchte Düsseldorf am 5. November beim zweiten inklusiven JugendpolitikTag zeigen. Unter dem Motto „Gemeinsam Mittendrin“ kommen junge Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, um Demokratie nicht nur zu besprechen, sondern selbst zu erleben.
Die Volkshochschule Düsseldorf und die Konrad-Adenauer-Stiftung haben dafür ein gemeinsames Programm entwickelt, bei dem die Teilnehmenden mit ihren Meinungen, Erfahrungen und Vorstellungen im Mittelpunkt stehen. Es geht um eine einfache, aber entscheidende Frage: Wie können junge Menschen ihre Zukunft mitgestalten, statt lediglich von politischen Entscheidungen betroffen zu sein?
Dabei setzt die Veranstaltung bewusst auf Begegnung und gemeinsames Erleben. Behinderung soll nicht darüber entscheiden, wer gehört wird und wer mitmachen darf. Vielmehr sollen unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und zeigen, wie eine demokratische Gesellschaft funktionieren kann, in der alle Menschen gleichberechtigt beteiligt werden.
Bereits am Mittwoch, 4. November, beginnt das Projekt mit Workshops an teilnehmenden Schulen. Dort beschäftigen sich die Jugendlichen unter anderem mit Desinformation, künstlicher Intelligenz und Manipulation im Internet. Sie lernen, wie gefälschte Bilder und KI-generierte Videos erkannt werden können und welche Möglichkeiten es gibt, sich selbst demokratisch einzubringen.
Am Donnerstag, 5. November, folgt der eigentliche JugendpolitikTag in der Volkshochschule an der Yorckstraße. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Auftritt des Kabarettisten Kai Bosch sowie ein interaktiver Theaterworkshop mit TheaterImpulse. Bei der „Landkarte Demokratie“ setzen sich die Teilnehmenden mit ihrer eigenen Haltung, ihren Erfahrungen und ihren Vorstellungen von Mitbestimmung auseinander. Inhaltliche Schwerpunkte sind außerdem Sicherheit, Extremismus, Desinformation und neue Beteiligungsmöglichkeiten.
Schirmherr der Veranstaltung ist der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Marco Schmitz. Eingeladen sind junge Menschen ab 16 Jahren mit und ohne Behinderung. Die Veranstaltung ist barrierefrei angelegt und soll einen Rahmen schaffen, in dem alle auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch kommen können.
Dass dieses Konzept funktioniert, zeigte bereits die Premiere im November 2024. Damals beschäftigten sich rund 100 Teilnehmende mit der Frage, wie Europa gemeinsam und inklusiv gestaltet werden kann. NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann beteiligte sich seinerzeit per Videoschaltung und stellte sich den Fragen der Jugendlichen. Nun geht das Düsseldorfer Projekt in seine zweite Runde und richtet den Blick stärker auf Demokratie, gesellschaftliche Verantwortung und politische Beteiligung im Alltag.
Für Düsseldorf ist das mehr als eine weitere Bildungsveranstaltung. Gerade in einer Stadt mit unterschiedlichsten Lebenswelten, sozialen Hintergründen und Bedürfnissen ist es wichtig, junge Menschen frühzeitig einzubeziehen. Wer Demokratie verstehen soll, muss auch erfahren können, dass die eigene Meinung zählt. Und wer Inklusion ernst nimmt, muss Beteiligung so gestalten, dass niemand von vornherein ausgeschlossen wird.
DER TERMIN IM ÜBERBLICK
Der zweite inklusive JugendpolitikTag findet am Donnerstag, 5. November 2026, von 9.30 bis 15.30 Uhr in der Volkshochschule Düsseldorf, Yorckstraße 23, statt. Der Veranstalter sieht ein gemeinsames Mittagessen vor.
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und erfolgt per E-Mail an:
simone.gerhards@kas.de
Weitere Informationen und das ausführliche Programm gibt es bei der Konrad-Adenauer-Stiftung:
https://www.kas.de/de/web/nordrhein-westfalen/veranstaltungen/detail/-/content/gemeinsam-mittendrin-demokratie-gemeinsam-gestalten-denn-alle-machen-mit
Die entscheidende Botschaft dieses Tages ist ebenso einfach wie wichtig: Demokratie ist keine Zuschauerveranstaltung. Sie funktioniert dann am besten, wenn möglichst viele Menschen die Gelegenheit bekommen, sich einzubringen – unabhängig davon, ob sie mit oder ohne Behinderung leben.
Was meint ihr? Bekommen junge Menschen in Düsseldorf genügend Möglichkeiten, ihre Stadt und ihre Zukunft mitzugestalten? Und wo müsste die Stadt noch mehr tun, damit echte Teilhabe für alle selbstverständlich wird?
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