NÄCHSTE PRÜFUNG IN DER LAUSITZ – DEG JAGT DEN SIEBTEN SIEG

🏒🔴🟡 NÄCHSTE PRÜFUNG IN DER LAUSITZ – DEG JAGT DEN SIEBTEN SIEG
🏒🔴🟡 NÄCHSTE PRÜFUNG IN DER LAUSITZ – DEG JAGT DEN SIEBTEN SIEG

🏒🔴🟡 NÄCHSTE PRÜFUNG IN DER LAUSITZ – DEG JAGT DEN SIEBTEN SIEG

Sechs Spiele, sechs Siege und 17 von möglichen 18 Punkten: Die Düsseldorfer EG hat sich zum Start in die DEL2-Saison eindrucksvoll an die Tabellenspitze gesetzt. Am Freitagabend wartet nun die nächste Aufgabe. Um 19:30 Uhr heißt es in der Eisarena Weißwasser Lausitzer Füchse – Düsseldorfer EG. Auf dem Papier reist der Spitzenreiter als Favorit in die Lausitz. Ein Selbstläufer dürfte die Partie trotzdem nicht werden.

Die Zahlen sprechen zunächst deutlich für Düsseldorf. Nach sechs Spieltagen steht die DEG bei 23:9 Toren und 17 Punkten. Vor allem die Entwicklung der vergangenen Wochen macht Mut: Nach dem wilden 6:5 nach Penaltyschießen in Landshut hat Düsseldorf defensiv deutlich an Stabilität gewonnen. Beim 2:1 in Ravensburg, dem 3:0 gegen Memmingen, dem 3:1 in Rosenheim und zuletzt dem 5:1 gegen Weiden ließ die DEG zusammen nur drei Gegentreffer zu.

Damit hat sich ein bemerkenswertes Muster entwickelt. Düsseldorf muss seine Spiele nicht ausschließlich über offensive Dominanz gewinnen. Die Mannschaft kann inzwischen auch Phasen überstehen, in denen der Gegner Druck entwickelt, verteidigt kompakter und besitzt gleichzeitig genügend Qualität, um Fehler schnell zu bestrafen. Besonders das Umschaltspiel war zuletzt eine gefährliche Waffe.

WEISSWASSER KOMMT MIT RÜCKENWIND

Die Lausitzer Füchse stehen mit sieben Punkten aus sechs Spielen und 12:19 Toren auf Tabellenplatz neun. Die nackten Zahlen vermitteln allerdings nur einen Teil des Bildes. Weißwasser zeigte zuletzt, dass die Mannschaft durchaus unangenehm werden kann.

Am vergangenen Sonntag gewannen die Füchse das Derby bei den Eispiraten Crimmitschau mit 3:2. Eine Woche zuvor gelang zuhause ein 3:0 gegen Bad Nauheim. Dazwischen allerdings setzte es beim Aufsteiger Memmingen eine deutliche 0:6-Niederlage. Genau diese Schwankungen kennzeichnen bislang den Saisonstart der Lausitzer.

Für die DEG liegt darin eine Gefahr. Weißwasser steht vor eigenem Publikum nicht unter dem gleichen Erfolgsdruck wie der bislang ungeschlagene Tabellenführer und kann versuchen, das Spiel über Intensität und frühes Forechecking unangenehm zu machen. Gerade nach dem emotional wichtigen Derbysieg dürfte das Selbstvertrauen größer sein, als Tabellenplatz neun vermuten lässt.

DER SCHLÜSSEL: NICHT IN EIN WILDES SPIEL ZIEHEN LASSEN

Düsseldorfs größte Aufgabe dürfte darin bestehen, die Partie möglichst lange nach den eigenen Vorstellungen zu kontrollieren. Die DEG hat gerade in den vergangenen Begegnungen davon profitiert, geduldig zu bleiben und nicht jeden Angriff erzwingen zu müssen.

Weißwasser wird versuchen müssen, den Favoriten aus dieser Struktur herauszubringen. Je hektischer die Begegnung wird, desto eher kann der Außenseiter daraus Kapital schlagen. Düsseldorf dagegen besitzt derzeit genügend individuelle Qualität, um auch aus wenigen Situationen Tore zu produzieren.

Entscheidend wird deshalb nicht sein, möglichst früh ein Spektakel zu veranstalten. Entscheidend wird sein, Scheibenverluste in gefährlichen Zonen zu vermeiden, die neutrale Zone konsequent zu bearbeiten und den Füchsen möglichst wenig Gelegenheit zu geben, über schnelle Gegenangriffe Energie aus der Halle mitzunehmen.

DIE DEFENSIVE IST ZUM FUNDAMENT GEWORDEN

Besonders auffällig ist der defensive Fortschritt der DEG. Neun Gegentore nach sechs Spielen sind der wichtigste statistische Hinweis darauf, warum Düsseldorf an der Spitze steht. Noch beeindruckender sind die jüngsten vier Begegnungen: Ravensburg, Memmingen, Rosenheim und Weiden kamen zusammen lediglich auf drei Treffer.

Das zeigt, dass der Saisonstart längst nicht ausschließlich von offensiver Qualität getragen wird. Die DEG verteidigt inzwischen konsequenter vor dem eigenen Tor und schafft es besser, gefährliche zweite Möglichkeiten zu verhindern. Genau diese Stabilität wird auch in Weißwasser benötigt.

Denn die Füchse müssen kein Chancenfestival veranstalten, um gefährlich zu werden. Sollte Düsseldorf unnötige Räume anbieten oder früh einem Rückstand hinterherlaufen, könnte sich eine Begegnung entwickeln, die dem Gastgeber deutlich besser gefällt.

WER STOPPT DIE DEG?

Nach sechs Spieltagen verändert sich langsam auch die Rolle der Düsseldorfer. Zu Saisonbeginn musste sich die neu zusammengestellte Mannschaft zunächst selbst finden. Inzwischen reist sie als Tabellenführer durch die Liga – und jeder Gegner möchte der Erste sein, der diese Serie beendet.

Das ist eine neue Art von Druck. Die bisherigen Ergebnisse sorgen dafür, dass niemand die DEG mehr unterschätzt. Gerade deshalb wird interessant sein, wie die Mannschaft damit umgeht, wenn der Gegner mit maximaler Intensität gegen den Spitzenreiter auftritt.

Die Favoritenrolle ist dennoch klar verteilt. Düsseldorf besitzt aktuell die bessere Bilanz, die stabilere Defensive und die größere Konstanz. Weißwasser wiederum bringt Heimvorteil, Derby-Rückenwind und die Chance mit, ohne großen Erwartungsdruck gegen den Tabellenführer antreten zu können.

Wenn die DEG ihre bisherige Struktur beibehält, geduldig bleibt und defensiv ähnlich konsequent arbeitet wie in den vergangenen Wochen, stehen die Chancen auf den siebten Erfolg sehr gut. Unterschätzen sollte Düsseldorf diesen Gegner allerdings keinesfalls.

Denn nach dem perfekten Start beginnt jetzt eine neue Herausforderung: Die Serie nicht nur aufzubauen, sondern sie Spiel für Spiel zu verteidigen.

Freitag, 9. Oktober 2026
19:30 Uhr
Eisarena Weißwasser
Lausitzer Füchse – Düsseldorfer EG

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