
🔴⚪ HAPPY BIRTHDAY, ALEKS – FORTUNAS GUTE SEELE BLEIBT UNVERGESSEN
Heute, am 6. Oktober, hätte Aleks Spengler seinen 75. Geburtstag gefeiert. Ein Tag, an dem wir an einen Menschen erinnern möchten, der Fortuna Düsseldorf über Jahrzehnte ein Gesicht gegeben hat. Aleks gehörte zu denen, die einen Verein zusammenhalten: mit ihrer Arbeit, ihrem Humor und ihrer Nähe zu den Menschen. Wer seine Geschichte erzählt, erzählt deshalb auch davon, was unsere Fortuna ausmacht.
Geboren wurde Aleksandar Spengler in Belgrad. 1973 kam er nach Deutschland, später wurde Düsseldorf seine Heimat. Nachts verdiente er sein Geld als Taxifahrer, seine Freizeit verbrachte er am Flinger Broich als Schiedsrichter und Jugendtrainer. Dort beobachtete er auch die Trainingseinheiten von Aleksandar Ristić. Er wollte lernen, verstehen, sich etwas abschauen. Dass daraus eine Lebensaufgabe werden würde, konnte damals wohl niemand ahnen.
Ristić erkannte, was in seinem Namensvetter steckte, und überredete ihn, Mannschaftsbetreuer zu werden. Am 1. April 1990 begann Aleks seine Arbeit bei Fortuna. Von da an kümmerte er sich um Trikots, Hosen, Fußballschuhe und all die Dinge, die zuverlässig erledigt sein müssen, bevor eine Mannschaft überhaupt auf den Platz gehen kann. Ein Jahr später holte er seine damalige Frau Marita dazu. Auch sie wurde als „Mary“ zu einer vertrauten Persönlichkeit im Verein.
Wie sorgfältig Aleks seinen Beruf nahm, zeigt eine kleine Geschichte aus einem Vereinsporträt zu seinem 20. Dienstjubiläum: Er versicherte damals, in all den Jahren noch nie etwas für ein Spiel vergessen einzupacken. Dabei konnte er im Alltag durchaus für Unordnung sorgen, wie Marita mit einem Augenzwinkern erzählte. Sobald es aber um die Mannschaft ging, saß jeder Handgriff. Und wenn ein Spieler Sorgen hatte, war neben dem flotten Spruch auch ein offenes Ohr da.
Aleks war herzlich und direkt. Er konnte schimpfen, widersprechen und mit seinem Humor für Leben sorgen. Norbert Meier würdigte ihn als einen Menschen, dessen Aufgaben man jederzeit in guten Händen wusste. Diese Mischung aus Verlässlichkeit und Persönlichkeit machte ihn zum Publikumsliebling. Die Bezeichnung „Kult-Betreuer“ passte zu ihm – hinter ihr stand aber vor allem ein Mann, der sich Tag für Tag um andere kümmerte.
28 Jahre lang begleitete er Fortuna als Mannschaftsbetreuer. Er erlebte die Bundesliga, den bitteren Weg durch die unteren Spielklassen und die Rückkehr nach oben. Trainer und Spieler wechselten, Aleks blieb. Für einen Verein, dessen Geschichte so viele Brüche kennt, hatte das einen besonderen Wert: Da war jemand, der die vergangenen Jahre kannte und zugleich jeden neuen Alltag mittrug.
Sein Abschied aus dem Berufsleben bekam 2018 einen würdigen Rahmen. Fortuna war wieder in die Bundesliga aufgestiegen, auf dem Rathausbalkon wurde die Zweitliga-Meisterschaft gefeiert – und mittendrin wurde Aleks verabschiedet. Auch danach blieb er dem Club als Botschafter verbunden. Am 11. April 2024 starb er nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren.
Wie viel er Düsseldorf bedeutete, zeigte der Abschied vor dem Heimspiel gegen Greuther Fürth: eine große Choreografie, 30.000 Fahnen und „Hier kommt Alex“ aus den Lautsprechern. Auch die Toten Hosen erinnerten an ihren Freund und seinen Abschiedsgruß: „Wir bleiben in Kontakt.“
Heute denken wir an Aleks mit Dankbarkeit und mit einem Lächeln. An seinen Einsatz, seine Sprüche und die Wärme, die er diesem Verein gegeben hat. Happy Birthday, Aleks. Du fehlst. Und du gehörst für immer zu unserer Fortuna.
https://youtu.be/dU8wafNVQTg
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