
🔴⚪ WIR SIND WIEDER DA – FORTUNA ORDNET DIE SPORTLICHE FÜHRUNG NEU
Hallo Fortunen, wir sind wieder da! Auch wir haben die Länderspielpause für eine kleine Auszeit genutzt, durchgeatmet und unsere Akkus wieder aufgeladen. Jetzt melden wir uns mit frischer Energie zurück – und gleich mit einer Personalentscheidung, die über das nächste Spiel hinaus Bedeutung hat. Denn während der Ball in der Liga ruht, verändert Fortuna die Organisation ihres sportlichen Bereichs.
Am Mittwoch, 30. September, hat der Verein Patrick Fabian zum Sportdirektor befördert. Der bisherige administrative Leiter des Nachwuchsleistungszentrums übernimmt die Verantwortung für den Profifußball, insbesondere für Kaderplanung und Scouting. Dabei arbeitet der 38-Jährige eng mit Sportvorstand Samir Arabi zusammen. Es handelt sich also nicht um einen Austausch an der sportlichen Spitze, sondern um eine neue Aufgabenverteilung unter Arabi. Fabian rückt damit in eine Position, in der er die Zusammenstellung und Entwicklung der Mannschaft wesentlich mitgestalten soll.
Ein Neuling im Profimanagement ist er nicht. Fabian war über 24 Jahre in unterschiedlichen Funktionen für den VfL Bochum tätig, zunächst als Spieler von der Jugend bis zu den Profis, später als Assistent der Geschäftsführung und Leiter des Lizenzbereichs. Ab September 2022 trug er dort als Geschäftsführer Sport Verantwortung für Profimannschaft, Nachwuchs sowie Frauen- und Mädchenfußball. Seit Juli 2025 arbeitete er gemeinsam mit Stefan Vollmerhausen an der Spitze von Fortunas Nachwuchsleistungszentrum. Er bringt damit Erfahrung aus dem Profibereich mit und kennt inzwischen auch die Nachwuchsarbeit am Flinger Broich aus dem Alltag.
Seine Beförderung ist allerdings nur ein Teil des Umbaus. Fortuna organisiert den Sport künftig in drei Bereichen, die auf Augenhöhe zusammenarbeiten sollen: Fabian verantwortet den Profifußball, Lisa Weiß den Mädchen- und Frauenfußball und Stefan Vollmerhausen das Nachwuchsleistungszentrum. Die bestehenden Rollen von Weiß und Vollmerhausen werden ausdrücklich gestärkt. Mehr Eigenständigkeit in den jeweiligen Aufgaben soll mit engerer Zusammenarbeit verbunden werden. Die Nachwuchsausbildung und der Frauenfußball erhalten damit innerhalb der sportlichen Organisation mehr Gewicht.
Vorstandschef Alexander Jobst begründet die Neuordnung mit einer Analyse der vergangenen Jahre und den daraus gezogenen Lehren. Arabi setzt auf eindeutigere Zuständigkeiten und kürzere Entscheidungswege; bei Fabian hebt er dessen Klarheit und Führungsqualitäten hervor. Der Ansatz ist nachvollziehbar. Gerade zwischen Scouting, Kaderplanung und Nachwuchsausbildung müssen Informationen rechtzeitig zusammenkommen. Fabians Kenntnis des eigenen Nachwuchses kann dabei helfen, externe Verpflichtungen und die Entwicklung vereinseigener Talente besser aufeinander abzustimmen. Diese Verbindung wäre ein konkreter Gewinn – sofern sie im Alltag tatsächlich gelebt wird.
Für uns ist die neue Aufteilung deshalb zunächst eine Chance, noch kein Beleg für eine gelungene sportliche Neuausrichtung. Entscheidend wird, ob daraus eine schlüssige Kaderplanung entsteht, ob Spielerprofile zum angestrebten Fußball passen und ob Talente nachvollziehbare Perspektiven bei den Profis erhalten. Fabian selbst formuliert als Ziel, gemeinsam mit allen Beteiligten eine erfolgreiche Rolle in der 3. Liga zu spielen. Daran werden er und Arabi gemessen werden. Die Zuständigkeiten sind nun benannt; die Qualität der kommenden Entscheidungen muss zeigen, was Fortuna durch den Umbau gewinnt.
Wie bewertet ihr die interne Beförderung von Patrick Fabian – und was muss sich durch die neue Aufgabenverteilung konkret verbessern?
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