So oder so ähnlich könnte die Loretokapelle um 1890 ausgesehen haben.…

☝️🫵👉 So oder so ähnlich könnte die Loretokapelle um 1890 ausgesehen haben.…
☝️🫵👉 So oder so ähnlich könnte die Loretokapelle um 1890 ausgesehen haben.…

☝️🫵👉 So oder so ähnlich könnte die Loretokapelle um 1890 ausgesehen haben. Unsere beiden 360°-Rekonstruktionen nehmen euch mit zu einem verschwundenen Stück Düsseldorfer Geschichte – einmal außen herum und einmal mitten hinein.

Die Kapelle stand im heutigen Unterbilk, im Bereich der Bilker Kirche St. Martin, zwischen Bilker Allee, Neusser Straße und Lorettostraße. Ihre Geschichte reicht bis 1685 zurück. Maria Anna Josepha, die erste Frau Jan Wellems, hatte ihre Errichtung angeregt. Gewidmet war sie der Madonna von Loreto. Durch spätere Erweiterungen entstand das größere Gotteshaus, das unsere Ansichten zeigen. Seit 1812 diente es auch als Bilker Pfarrkirche.

In der Außenansicht erkennt ihr die niedrige, langgestreckte Kapelle mit ihrem dunklen Dach und dem markanten Turm mit Zwiebelhaube. Besonders auffällig ist der Eingang: Die Vorhalle mit ihren gerundeten Ecken, den Figurennischen und dem geschmückten Dreiecksgiebel verleiht dem Bau sein Gesicht. Rundbogenfenster gliedern die Seitenwand. Das Straßenpflaster, die benachbarten Häuser und die dargestellten Passanten versetzen die Szene in das Düsseldorf des späten 19. Jahrhunderts.

Im Inneren geht der Blick zwischen dunklen Holzbänken zum reich geschmückten Altar. Rechts daneben steht die Kanzel mit ihrem überdachenden Schalldeckel. Kräftige, gemauerte Pfeiler und Rundbögen teilen den Raum in drei überwölbte Schiffe. Durch die hohen Seitenfenster fällt Licht auf die hellen Wände. Beim Drehen des Panoramas könnt ihr auch die seitlichen Bereiche, die Gewölbe und den ergänzten Blick zurück zum Eingang betrachten.

Und warum heißt es mal „Loreto“ und mal „Loretto“? Der Name stammt vom italienischen Wallfahrtsort Loreto bei Ancona – mit einem „t“. „Loretto“ mit zwei „t“ ist eine traditionelle deutschsprachige Schreibweise desselben Namens. Deshalb begegnen uns auch für die Düsseldorfer Kapelle beide Formen. In der Lorettostraße lebt die Schreibweise mit doppeltem „t“ bis heute weiter.

In den 1890er-Jahren musste die Kapelle dem größeren neugotischen Neubau von St. Martin weichen. Dieser war der Vorgänger der heutigen Bilker Kirche.

Unsere Ansichten sind Rekonstruktionen auf Grundlage historischer Abbildungen und Beschreibungen. Nicht überlieferte Farben, Teile der Umgebung und insbesondere die rückwärtige Innenansicht wurden ergänzend gestaltet. Sie ermöglichen eine Vorstellung vom damaligen Ort; nicht jedes sichtbare Detail ist historisch belegt.

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