Mit Georg Koch verliert Fortuna Düsseldorf weit mehr als einen ehemaligen Torwart.

Mit Georg Koch verliert Fortuna Düsseldorf weit mehr als einen ehemaligen Torwart.
Die Fortuna verliert einen Menschen, der für viele Fans untrennbar mit einer ganz besonderen Zeit des Vereins verbunden bleibt. Georg Koch war nicht einfach nur Keeper in Rot und Weiß. Er war ein echter Typ. Einer mit Ausstrahlung, mit Kante, mit Leidenschaft und mit dieser seltenen Art von Präsenz, die weit über das Spielfeld hinaus in Erinnerung bleibt. Spieler wie ihn vergisst man nicht, weil sie nicht nur Leistung bringen, sondern weil sie Spuren hinterlassen.
Seine Verbindung zur Fortuna war etwas Besonderes. Kein anderer Verein stand in seiner Laufbahn so sehr für Heimat, Identifikation und bleibende Erinnerungen wie Fortuna Düsseldorf. 118 Pflichtspiele absolvierte Georg Koch für die Rot-Weißen. Mehr als für jeden anderen Club seiner Karriere. Zwischen 1992 und 1997 stand er für Fortuna im Tor und wurde in diesen Jahren zu einem Gesicht des Vereins. In einer bewegten, emotionalen und prägenden Zeit war er einer der Spieler, die mit ihrer Art hängenblieben. Nicht geschniegelt, nicht glatt, sondern ehrlich, leidenschaftlich und unverwechselbar.
Georg Koch war ein Torwart, der nicht einfach nur Bälle hielt. Er verkörperte Haltung. Er strahlte Kampfgeist aus. Er war einer, der sich dem Druck stellte, der Verantwortung annahm und der auf dem Platz nie den Eindruck vermittelte, sich verstecken zu wollen. Gerade deshalb blieb er vielen Fortuna-Fans so tief im Gedächtnis. Er gehörte zu den Spielern, die nicht nur ihren Job machten, sondern Charakter zeigten. Und genau das machte ihn für so viele zu einem echten Fortuna-Mann.
Besonders schmerzhaft ist dieser Abschied auch deshalb, weil Georg Koch in seiner schweren Krankheit noch einmal genau jene Stärke zeigte, für die ihn viele schon als aktiven Spieler geschätzt haben. Er ging offen mit seinem Schicksal um, machte seine Erkrankung öffentlich und begegnete dieser schweren Zeit mit einer Haltung, die berührte. Da war kein Wegducken, kein Verstecken, kein Selbstmitleid im Vordergrund. Da war dieser Wille, zu kämpfen, standhaft zu bleiben und den Menschen offen zu begegnen. Auch das macht seine Geschichte so bewegend.
Für Fortuna Düsseldorf und für viele Menschen im rot-weißen Umfeld war Georg Koch deshalb nie einfach nur ein ehemaliger Spieler. Er war jemand, der geblieben ist. In Erinnerungen, in Gesprächen, in alten Bildern, in den Geschichten über jene Jahre, in denen Fortuna von Typen lebte, die den Verein nicht nur getragen, sondern mitgeprägt haben. Georg Koch war so ein Typ.
Mit seinem Tod verliert die Fortuna ein Stück eigener Geschichte. Einen Torwart, einen Charakterkopf, einen Kämpfer. Vor allem aber einen Menschen, der diesem Verein auf besondere Weise verbunden war und dessen Name in Düsseldorf immer einen festen Platz behalten wird.
Ruhe in Frieden, Georg Koch.
Die Fortuna Familie wird dich niemals vergessen.
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