
☝️🫵👉 BLAULICHT-WOCHE DÜSSELDORF – MESSERANGRIFF, SCHWERE VERKEHRSUNFÄLLE UND 65 STURMEINSÄTZE
Rückblick vom 19. bis 25. Oktober 2026
Eine schwere Gewalttat mitten in der Stadt, mehrere folgenschwere Verkehrsunfälle in Oberbilk, ein Deckeneinsturz in einem Hotel und ein stürmisches Wochenende mit zahlreichen Feuerwehreinsätzen: Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren in der vergangenen Woche in Düsseldorf mit sehr unterschiedlichen Gefahrenlagen beschäftigt. Besonders der Freitag entwickelte sich zu einem ereignisreichen Einsatztag. Daneben gab es auch erfolgreiche Ermittlungsarbeit und neue Angebote zum Schutz vor Wohnungseinbrüchen.
MESSERANGRIFF AUF DER CHARLOTTENSTRASSE – ZWEI TATVERDÄCHTIGE IN UNTERSUCHUNGSHAFT
Ein versuchtes Tötungsdelikt beschäftigte am Freitagmittag die Düsseldorfer Polizei. Gegen 13:56 Uhr beobachteten Zeugen auf der Charlottenstraße in Stadtmitte eine körperliche Auseinandersetzung zwischen drei Männern. Dabei erlitt ein 28-Jähriger mehrere Stichverletzungen und blieb lebensgefährlich verletzt auf der Straße zurück.
Die beiden mutmaßlichen Angreifer flüchteten zunächst in Richtung Oststraße. Während Rettungskräfte den Schwerverletzten in ein Krankenhaus brachten, leitete die Polizei eine sofortige Fahndung ein. Einsatzkräfte konnten wenig später zwei dringend Tatverdächtige im Alter von 18 und 21 Jahren festnehmen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten auch ein Messer.
Der 28-Jährige musste notoperiert werden. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag befindet er sich inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr. Gegen beide Festgenommenen wurden Untersuchungshaftbefehle erlassen. Die Männer waren bereits zuvor mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. Der 18-Jährige wird von der Polizei als Intensivtäter geführt.
Welche Umstände zu der Auseinandersetzung führten und welche Rolle die beiden Beschuldigten im Einzelnen spielten, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Für beide gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
OBERBILK – ZWEI SCHWERE VERKEHRSUNFÄLLE INNERHALB WENIGER STUNDEN
Gleich zweimal mussten Polizei und Rettungsdienst an der Kölner Straße in Oberbilk zu schweren Verkehrsunfällen ausrücken. Am Donnerstagabend gegen 20:18 Uhr kam es an der Kreuzung Kölner Straße und Werdener Straße zum Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Motorrad.
Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein 28-jähriger Autofahrer von der Kölner Straße nach links in die Werdener Straße abbiegen. Dabei kollidierte sein Wagen aus noch ungeklärter Ursache mit dem Motorrad eines 20-jährigen Düsseldorfers, der in entgegengesetzter Richtung unterwegs war. Der Motorradfahrer erlitt schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Autofahrer blieb unverletzt.
Nur wenige Stunden später ereignete sich am frühen Freitagmorgen ein weiterer schwerer Unfall im Bereich der Kreuzung Kölner Straße, Werdener Straße und Kruppstraße. Gegen 4:38 Uhr stießen dort ein Mazda und ein Opel zusammen. Nach dem vorläufigen Ermittlungsstand besteht der Verdacht, dass der Opel mit überhöhter Geschwindigkeit und bei roter Ampel in die Kreuzung eingefahren war.
Der 24-jährige Fahrer des Opel und sein 21-jähriger Beifahrer wurden schwer verletzt. Der 33-jährige Fahrer des Mazda blieb unverletzt.
Für die Rettungsarbeiten und die aufwendige Spurensicherung musste der Kreuzungsbereich über mehrere Stunden gesperrt werden. Ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam dokumentierte den Unfallort. Da bei dem Zusammenstoß auch eine Ampelanlage beschädigt worden war, musste die Polizei den Verkehr zeitweise selbst regeln. Erst gegen 11 Uhr konnten sämtliche Sperrungen aufgehoben werden.
Die Ermittlungen zu beiden Unfällen dauern an. Ob die mutmaßlichen Verkehrsverstöße im zweiten Fall tatsächlich ursächlich waren, muss noch abschließend geklärt werden.
STURMTIEF LUISE – RUND 65 FEUERWEHREINSÄTZE IN EINER NACHT
Während am Freitag bereits die Folgen der Verkehrsunfälle abgearbeitet wurden, kündigte sich für die Feuerwehr eine weitere arbeitsreiche Nacht an. Das Sturmtief Luise zog über Düsseldorf hinweg und sorgte von Freitagabend bis Samstagmittag für zahlreiche Einsätze im gesamten Stadtgebiet.
Gegen 20 Uhr gingen die ersten Meldungen über Sturmschäden bei der Leitstelle ein. Anschließend mussten die Einsatzkräfte immer wieder ausrücken, um Gefahren durch lose Bauteile und beschädigte Bäume zu beseitigen. Insgesamt registrierte die Feuerwehr rund 65 sturmbedingte Einsätze.
Besonders häufig ging es um abgebrochene oder lose Äste, umgestürzte Bäume sowie Dachziegel und Dachverkleidungen, die sich durch den starken Wind gelöst hatten. Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr arbeiteten die Einsatzstellen gemeinsam ab.
Trotz der zahlreichen Gefahrenmeldungen gab es nach der Bilanz der Feuerwehr vom Samstagnachmittag eine erfreuliche Nachricht: Bei den gemeldeten Sturmschäden waren bis dahin keine Menschen verletzt worden.
Der Einsatz zeigte erneut, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr und den ehrenamtlichen Kräften der Freiwilligen Feuerwehr ist. Gerade bei Unwetterlagen mit vielen nahezu gleichzeitig eingehenden Notrufen müssen zahlreiche Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet bewältigt werden.
RATH – DECKE IN HOTEL EINGESTÜRZT, ZWEI MENSCHEN GERETTET
Bereits am Dienstag hatte ein ungewöhnlicher Einsatz die Feuerwehr im Düsseldorfer Norden beschäftigt. In einem Hotelhochhaus an der Straße Am Hülserhof in Rath war am Nachmittag gegen 16:30 Uhr eine abgehängte Decke in einem Lounge-Bereich eingestürzt.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte zeigte sich das Ausmaß des Schadens. Auf einer Fläche von etwa 400 Quadratmetern waren Deckenteile herabgestürzt. Gleichzeitig trat eine erhebliche Menge Wasser aus.
Zwei Mitarbeiter, die sich bei Arbeiten in dem betroffenen Bereich aufgehalten hatten, mussten von der Feuerwehr aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Beide wurden vom Rettungsdienst versorgt. Einer der Männer erlitt leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Um zusätzliche Schäden zu verhindern, stellten die Einsatzkräfte die Wasser- und Stromversorgung im betroffenen Gebäudeteil ab und pumpten das bereits ausgetretene Wasser ab. Während der Maßnahmen mussten die Hotelgäste das Gebäude vorübergehend verlassen.
Die Feuerwehr konnte allerdings Entwarnung hinsichtlich der Gebäudestatik geben. Die tragende Konstruktion war nicht betroffen, die Standsicherheit blieb gewährleistet. Die Hotelzimmer konnten anschließend weiter genutzt werden. Lediglich der beschädigte Bereich wurde gesperrt.
Rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort. Nach ungefähr drei Stunden war der Einsatz beendet.
BUNDESPOLIZEI FINDET GESTOHLENE HANDYS ZWEIER SENIORINNEN
Ein Fahndungserfolg mit Düsseldorf-Bezug gelang der Bundespolizei am Montagabend im Essener Hauptbahnhof. Bei der Kontrolle eines 29-jährigen Mannes entdeckten Beamte zwei Mobiltelefone, deren rechtmäßigen Besitz der Kontrollierte nicht überzeugend erklären konnte.
Weitere Ermittlungen führten zu zwei Seniorinnen im Alter von 77 und 75 Jahren. Ihnen waren zuvor Handtaschen und persönliche Gegenstände gestohlen worden. Eine der Frauen hatte den Diebstahl bereits bei der Düsseldorfer Polizei angezeigt.
Die Bundespolizisten konnten beide Telefone und weitere Gegenstände den Diebstählen zuordnen und sicherstellen. Die Düsseldorfer Polizei wurde über den Fund informiert. Der kontrollierte Mann wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Damit gelang es den Einsatzkräften, zumindest einen Teil der gestohlenen Gegenstände wieder aufzufinden. Die weiteren Ermittlungen zu den Diebstählen bleiben davon unberührt.
POLIZEI SETZT AUF EINBRUCHSCHUTZ – NEUE BERATUNGSSTELLE VORGESTELLT
Neben den akuten Einsätzen beschäftigte sich die Düsseldorfer Polizei in der vergangenen Woche auch mit der Vorbeugung von Straftaten. Passend zur dunklen Jahreszeit stellte sie am Freitag ihre neue kriminalpolizeiliche Beratungsstelle am Polizeipräsidium vor.
Bei einem Pressetermin informierten Fachleute darüber, wie Wohnungseinbrecher vorgehen und mit welchen Schutzmaßnahmen sich das Einbruchsrisiko verringern lässt. Polizeipräsidentin Miriam Brauns begleitete die Vorstellung des Angebots.
Am Sonntag, dem bundesweiten Tag des Einbruchschutzes, öffnete die Beratungsstelle zusätzlich für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Zwischen 10 und 15 Uhr konnten sich Düsseldorfer vor Ort oder telefonisch über Möglichkeiten informieren, Wohnungen und Häuser besser zu sichern.
Die Beratungsstelle befindet sich am Polizeipräsidium 1. Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0211 870 6868.
EINE WOCHE MIT UNTERSCHIEDLICHEN HERAUSFORDERUNGEN
Die zurückliegenden sieben Tage zeigen, wie vielfältig die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in einer Großstadt ist. Während in Stadtmitte wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt wird, beschäftigt die Unfallaufnahme in Oberbilk gleich mehrere schwere Verkehrsunfälle. In Rath müssen Menschen aus einem beschädigten Gebäude gerettet werden, und nur wenige Tage später fordert ein Sturmtief die Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet.
Nicht jede Hilfeleistung wird öffentlich bekannt, und auch die veröffentlichten Einsatzmeldungen bilden nur einen Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens ab. Hinter ihnen stehen Einsatzkräfte, die an jedem Tag und zu jeder Nachtzeit ausrücken, Menschen versorgen, Gefahren beseitigen und Straftaten aufklären.
Unser Dank gilt allen Kräften von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Bundespolizei und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich in Düsseldorf für die Sicherheit der Menschen einsetzen.
Den Verletzten wünschen wir eine vollständige und möglichst schnelle Genesung.
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