
☝️🫵👉 AUFSICHTSRATSWAHL: JOCHEN RIEGEL STELLT SICH VOR
Was bewegt die Bewerber, Verantwortung für Fortuna zu übernehmen? Welche Vorstellungen bringen sie mit, und wofür wollen sie sich einsetzen? Wir haben alle Bewerber eingeladen, sich unserer Community mit einem eigenen Vorstellungstext zu präsentieren. Jochen Riegel hat dieses Angebot angenommen und uns seine persönlichen Beweggründe und Ziele geschickt. Vielen Dank dafür! Unser Angebot steht selbstverständlich auch den anderen Bewerbern weiterhin offen.
Zur Einordnung: Der nachfolgende Text stammt von Jochen Riegel und gibt seine persönlichen Aussagen, Einschätzungen und Positionen wieder. Es handelt sich um seine Selbstdarstellung, nicht um einen redaktionellen Beitrag von Fortuna4You. Wir geben seine Stellungnahme im ursprünglichen Wortlaut wieder. Für die Richtigkeit seiner Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Die Veröffentlichung ist keine Wahlempfehlung.
Jochen Riegel im Wortlaut:
Mein Name ist Jochen Riegel, ich bin 58 Jahre alt, seit mehr als zwanzig Jahren selbstständig und Unternehmensberater, und ich habe mich bereits ehrenamtlich für Fortuna engagiert, weil ich von 2016 bis 2021 eine Sponsoring-Plattform ins Leben gerufen und begleitet habe und 2020 bereits als Kandidat für den Aufsichtsrat angetreten bin, sodass meine jetzige Bewerbung auf Erfahrung, Arbeit und vielen Gesprächen basiert und nicht auf einem spontanen Impuls.
Ich kandidiere, weil ich überzeugt bin, dass Fortuna sportlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich mehr Potenzial hat, als wir derzeit nutzen, und weil ich bereit bin, Verantwortung zu übernehmen, Ideen einzubringen, zu diskutieren und Mehrheiten zu suchen, denn ein Aufsichtsrat entscheidet nie allein, sondern als Gremium.
Wofür ist ein Aufsichtsrat da? Für Aufsicht, Rat und Kontrolle, also für Nachfragen, für kritisches Begleiten, für Verantwortung, auch wenn Entscheidungen schon vorbereitet sind, und genau so verstehe ich diese Aufgabe ohne Abnicken, ohne Wegducken, ohne Schulterzucken.
Erstens: Tradition ist für mich kein Museumsstück, sondern unsere DNA, die 2017 erarbeitet wurde und die wir wieder stärker leben müssen, denn Fortuna ist Düsseldorf, ist Flingern, ist Nähe, Familie, Mitglieder, Fans, Geschichten, ehemalige Spieler und genau darum geht es, wenn wir sagen, wir sind nicht Bayern und müssen es auch nicht sein, sondern wir sind Fortuna, nahbar und unverwechselbar.
Zweitens braucht Fortuna eine klare Sport-DNA nach dem Vorbild des SC Freiburg, und das heißt für mich ganz klar, dass der Verein die langfristige sportliche Leitlinie vorgibt und nicht einzelne Trainer oder Sportvorstände, sodass sich Personal an dieser Idee orientieren muss und nicht umgekehrt, denn sportlicher Erfolg entsteht aus System und Ausbildung und nicht aus Zufall oder dem nächsten schnellen Wechsel.
Drittens will ich das NLZ stärken und Talente nicht nur sportlich entwickeln, sondern auch wirtschaftlich an Fortuna binden, damit wir nicht jedes Jahr auf den nächsten Verkauf hoffen müssen, denn Transfers als Geschäftsmodell sind auf Dauer ein Pokerspiel.
Viertens braucht Fortuna einen breiteren Sponsorenunterbau, der auf viele Schultern verteilt ist, damit wir stabiler werden und nicht von einem Geldgeber abhängen, während ein Hauptsponsor trotzdem gezielt Entwicklung fördern kann, etwa für das NLZ oder Infrastruktur.
Fünftens wünsche ich mir einen verbindlichen Fanbeirat, den ich über eine Satzungsänderung angestoßen habe, damit Vertreter unterschiedlicher Fanszenen, auch Ultras, regelmäßig mit Aufsichtsrat und Vorstand an einem Tisch sitzen und Themen früh gemeinsam bearbeiten, statt ständig über Distanz oder Eskalation zu reden, denn selbst Konfliktthemen wie Pyrotechnik lassen sich besser lösen, wenn man miteinander spricht und gemeinsam Verantwortung sucht, statt sich nur gegenüberzustehen.
Sechstens möchte ich unsere Netzwerke besser nutzen und eine digitale Arbeits- und Ausbildungsplattform aufsetzen, auf der Mitglieder, Sponsoren, Spielerinnen, Spieler und ehemalige Profis Perspektiven finden können, weil eine Karriere nicht mit dem letzten Spieltag enden sollte und weil wir als Verein ein riesiges Potenzial an Wissen und Chancen haben.
Siebtens wünsche ich mir mehr Transparenz bei offenen Möglichkeiten im Verein, damit Mitglieder überhaupt erfahren, wo Kompetenzen gebraucht werden, nicht als Bevorzugung, sondern als faire Chance, das vorhandene Können in der Mitgliedschaft zu nutzen.
Achtens bleibe ich klar dabei, dass eine Ausgliederung der Profiabteilung kein Thema ist, weil die Mitglieder entschieden haben und diese Entscheidung gilt, aber wir müssen Strukturen und Infrastruktur professionell weiterentwickeln und langfristig denken, angefangen bei Trainingsbedingungen bis hin zu Orten, die Fortuna als Verein sichtbar und erlebbar machen.
Und weil Transparenz nicht nur ein Wort sein darf, habe ich außerdem beantragt, dass die Wahl des Aufsichtsrats künftig nicht ans Ende einer Mitgliederversammlung geschoben wird, sondern an den Anfang gehört, damit möglichst viele mitentscheiden können.
Ich möchte Fortuna nicht neu erfinden, sondern gemeinsam daran arbeiten, dass wir unsere Identität bewahren, unsere Mitglieder ernsthaft beteiligen und Strukturen schaffen, die uns langfristig erfolgreicher machen, denn wir sind Fortuna, wir sind Düsseldorfer, und ich bin überzeugt, dass wir mehr können.
Danke fürs Lesen, Diskutieren und Teilen.
Jochen Riegel, Kandidat für den Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf.
— Ende der Stellungnahme —
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