
☝️🫵👉 DÜSSELDORF BAUT AN SEINER ZUKUNFT: DIESE PROJEKTE KÖNNTEN DAS STADTBILD VERÄNDERN
Düsseldorf präsentiert sich heute auf einer der wichtigsten europäischen Immobilienmessen als Stadt im Umbau. Auf der Expo Real in München stellt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller um 12 Uhr aktuelle Immobilien- und Stadtentwicklungsprojekte vor. Hinter der nüchternen Messesprache steckt eine Frage, die uns in Düsseldorf unmittelbar betrifft: Wie wird unsere Stadt in einigen Jahren aussehen?
Die Landeshauptstadt ist in diesem Jahr bereits zum 26. Mal auf der Expo Real vertreten. Gemeinsam mit 31 Partnern belegt Düsseldorf einen rund 500 Quadratmeter großen Messestand. Mit dabei sind Projektentwickler, Architekturbüros, Banken, Stadtwerke, Flughafen und weitere Unternehmen aus der Immobilien- und Baubranche. Unter dem Titel „Düsseldorf – aus guten Gründen“ will die Stadt Investoren zeigen, wo neue Quartiere, Büroflächen, Wohnungen und urbane Räume entstehen können.
Besonders sichtbar wird der Wandel derzeit in der Innenstadt. Ein Schlüsselprojekt ist die sogenannte Tuchtinsel zwischen Schadowstraße, Berliner Allee und Kö-Bogen. Das Areal gilt seit Jahren als noch fehlender Baustein in der umfassenden Umgestaltung rund um Kö-Bogen, Schauspielhaus und Schadowstraße. Nun soll dort tatsächlich etwas passieren. Internationale Planungs- und Architekturbüros erarbeiten derzeit Ideen für eine neue Bebauung.
Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um ein weiteres Gebäude. Die Tuchtinsel soll einen neuen urbanen Knotenpunkt zwischen Schadowstraße, Berliner Allee, Immermannstraße und Kö-Bogen bilden. Gewünscht sind hochwertige Architektur, bessere Aufenthaltsqualität, Freiräume und eine klimaangepasste Gestaltung. Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Vorstellungen bereits einbringen. Noch in diesem Jahr sollen die Entwürfe öffentlich vorgestellt und anschließend bewertet werden.
Nur wenige Gehminuten entfernt verändert sich die Innenstadt schon jetzt. Zwischen Königsallee und Breite Straße entsteht mit LeCoeur auf dem Grundstück der früheren Commerzbank ein großer Gebäudekomplex für Büros, Gastronomie und Einzelhandel. Rund 47.000 Quadratmeter Nutzfläche umfasst das Projekt. Bemerkenswert ist, dass etwa die Hälfte der vorhandenen Bausubstanz weiterverwendet wird. Terrassen, Grünflächen und öffentlich zugängliche Bereiche sollen den bislang stark geschlossenen Standort stärker mit der Innenstadt verbinden.
Zu den weiteren Projekten, mit denen Düsseldorf in diesem Jahr bereits gegenüber der Immobilienbranche aufgetreten ist, gehören der KöTower, das Projekt New Heart on the Block sowie die Entwicklung an Kreuzstraße und Steinstraße. Gemeinsam ist vielen dieser Vorhaben der Versuch, die klassische Trennung zwischen Büro, Handel, Gastronomie und öffentlichem Raum aufzubrechen. Die Innenstadt soll nicht mehr nur ein Ort zum Arbeiten und Einkaufen sein, sondern stärker auch ein Ort zum Wohnen, Begegnen und Verweilen.
Doch Stadtentwicklung findet längst nicht nur zwischen Kö und Schadowstraße statt. In Benrath entstehen mit den Benrather Gärten neue Wohnangebote. In Flingern wurde das Projekt Hinz & Kunz vorgestellt. Gleichzeitig geht es an anderen Stellen der Stadt um die Zukunft großer Gewerbe- und Industrieflächen. Auf dem ehemaligen Vallourec-Gelände in Rath beispielsweise soll auf rund 83 Hektar ein moderner Industrie- und Gewerbestandort entwickelt werden.
Genau hier liegt eine der großen Herausforderungen für Düsseldorf. Die Stadt wächst und braucht Wohnungen. Gleichzeitig müssen Arbeitsplätze, Gewerbe und Industrieflächen erhalten bleiben. Hinzu kommen Klimaschutz, Verkehr, Grünflächen und der Anspruch, neue Quartiere nicht nur wirtschaftlich attraktiv, sondern auch lebenswert zu gestalten.
Oberbürgermeister Keller formulierte die Düsseldorfer Strategie bereits im Frühjahr so: Aus Flächen sollen funktionierende Stadtbausteine und aus Gebäuden urbane Ankerpunkte werden. Das klingt zunächst nach Fachsprache, beschreibt aber einen grundlegenden Wandel. Ein erfolgreiches Projekt soll heute nicht mehr allein daran gemessen werden, wie viele Quadratmeter gebaut werden. Entscheidend wird zunehmend, was ein Neubau seiner Umgebung tatsächlich bringt.
Und genau darüber lohnt sich in Düsseldorf eine Debatte.
Denn die Visualisierungen großer Projekte sehen fast immer beeindruckend aus. Entscheidend ist am Ende jedoch, ob daraus Straßen und Plätze entstehen, an denen Menschen gerne leben – und ob sich die Düsseldorfer in ihrer eigenen Stadt noch wiederfinden.
Die heutige Präsentation von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller auf der Expo Real beginnt um 12 Uhr und wird von der Stadt live übertragen:
www.duesseldorf.de/livestream-exporeal
Was meint ihr: Wo braucht Düsseldorf dringend Veränderung? Und welche Ecke unserer Stadt sollte lieber genau so bleiben, wie sie ist?
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