SECHSTER SIEG IN SERIE – DEG LÄSST WEIDEN BEIM 5:1 KAUM…

🏒🔴🟡 SECHSTER SIEG IN SERIE – DEG LÄSST WEIDEN BEIM 5:1 KAUM…
🏒🔴🟡 SECHSTER SIEG IN SERIE – DEG LÄSST WEIDEN BEIM 5:1 KAUM…

🏒🔴🟡 SECHSTER SIEG IN SERIE – DEG LÄSST WEIDEN BEIM 5:1 KAUM EINE CHANCE

Die Düsseldorfer EG bleibt in der DEL2 das Maß der Dinge. Mit einem souveränen 5:1 gegen die Blue Devils Weiden feierte Rot-Gelb am Sonntagabend im PSD Bank Dome den sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel und verteidigte damit die Tabellenführung. Vor 5.045 Zuschauern war es vor allem ein starkes Mitteldrittel, mit dem die DEG aus einer zunächst noch offenen Partie eine klare Angelegenheit machte.

Dabei begann Düsseldorf mit hohem Tempo. Max Faber prüfte Weidens Torhüter Patrik Mühlberger früh, Carter Turnbull traf das Gestänge, und auch wenn die Gäste in ihren ersten Überzahlsituationen durchaus gefährlich wurden, übernahm die DEG bei fünf gegen fünf zunehmend die Kontrolle. In der 9. Minute wurde der Aufwand belohnt: Im Powerplay zog Jason Bast ab und brachte Düsseldorf mit 1:0 in Führung. Es war der verdiente Lohn für ein erstes Drittel, in dem die DEG mehr Spielanteile und die besseren Möglichkeiten hatte, Weiden aber noch in Schlagdistanz blieb.

Die entscheidende Phase folgte nach der ersten Pause. Weiden versuchte zunächst, den Druck zu erhöhen – und genau daraus schlug Düsseldorf Kapital. Einen Drei-gegen-eins-Konter spielte die DEG konsequent aus, Leon Niederberger vollendete in der 24. Minute zum 2:0. Nur 110 Sekunden später setzte Fabian Herrmann den nächsten Treffer nach. Innerhalb kürzester Zeit hatte Düsseldorf aus einer kontrollierten Führung einen deutlichen Vorsprung gemacht.

Das war eine der auffälligsten Qualitäten dieses Abends: Die DEG benötigte keine dauerhafte Angriffswelle, um das Spiel zu entscheiden. Sobald Weiden Räume anbot, schaltete Düsseldorf schnell um und spielte seine Angriffe zielstrebig zu Ende. Gerade im Mitteldrittel zeigte sich, wie schwer diese Mannschaft momentan zu verteidigen ist, wenn sie Geschwindigkeit aufnehmen kann.

Ganz ohne kritische Phase blieb die Partie allerdings nicht. Jordan Knackstedt verkürzte in der 34. Minute auf 3:1. Weiden hatte plötzlich wieder etwas Hoffnung – doch die DEG ließ daraus keine echte Wende entstehen. Nur 96 Sekunden später stellte Niederberger mit seinem zweiten Treffer den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Diese unmittelbare Antwort war möglicherweise die wichtigste Szene des Abends: Statt den Gegner nach dem Anschlusstreffer zurück ins Spiel kommen zu lassen, nahm Düsseldorf ihm sofort wieder den Schwung.

Noch vor der zweiten Pause folgte die endgültige Entscheidung. Bast traf in der 38. Minute erneut im Powerplay und schnürte damit ebenfalls seinen Doppelpack. Nach 40 Minuten stand es 5:1. Bast war mit zwei Toren und zwei Vorlagen an vier der fünf Düsseldorfer Treffer beteiligt und damit der prägende Offensivspieler der Partie.

Im Schlussdrittel musste die DEG kein unnötiges Risiko mehr eingehen. Düsseldorf reduzierte das Tempo, kontrollierte den Vorsprung und brachte das Ergebnis ohne weiteren Gegentreffer über die Zeit. Dass dabei nicht mehr die Intensität der ersten 40 Minuten erreicht wurde, gehört ebenfalls zur Einordnung dieses Spiels. Trainer Harry Lange sah trotz des klaren Erfolges noch Verbesserungspotenzial. Für eine Mannschaft, die nach sechs Spieltagen noch keinen Punkt liegen gelassen hat, ist genau dieser Anspruch bemerkenswert.

ANALYSE: WARUM DIE DEG DERZEIT SO SCHWER ZU SCHLAGEN IST

Der 5:1-Erfolg war weniger eine Demonstration über 60 Minuten als ein Beleg für Effizienz und Spielkontrolle. Düsseldorf gewann das Schussverhältnis mit 33:28 – ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Ergebnis nicht allein durch eine erdrückende Masse an Abschlüssen entstand. Entscheidend war vielmehr die Qualität der Chancen und die Konsequenz in den wichtigen Momenten.

Besonders stark war das Umschaltspiel. Beim 2:0 bestrafte die DEG das weit aufgerückte Weiden mit einem sauber ausgespielten Drei-gegen-eins-Konter. Auch danach nutzte Düsseldorf die Lücken in der gegnerischen Defensive konsequent. Die Mannschaft wirkt derzeit in der Lage, innerhalb weniger Minuten Spiele zu entscheiden – genau das geschah mit vier Treffern im zweiten Drittel.

Ein weiterer Faktor waren die Special Teams. Düsseldorf nutzte zwei seiner sechs Überzahlspiele, Weiden keines seiner sechs. Das bedeutet: Die DEG gewann nicht nur das Spiel bei fünf gegen fünf, sondern entschied auch das Duell der Spezialformationen klar für sich. Niklas Lunemann war zur Stelle, wenn Weiden in Überzahl Druck entwickelte, und bestätigte damit erneut seine starke Frühform.

Bemerkenswert war zudem die personelle Situation. Shawn O’Donnell und Förderlizenzspieler Carl Konze feierten ihr DEG-Debüt, Yushiroh Hirano kehrte nach seiner Verletzungspause erstmals in dieser Saison zurück. Trotz dieser Veränderungen funktionierten Struktur und Abläufe weitgehend stabil. Das spricht für die derzeitige Tiefe des Kaders.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Weiden personell stark geschwächt nach Düsseldorf gekommen war und nur mit 15 Feldspielern antrat. Der klare Erfolg sollte deshalb nicht größer gemacht werden, als er ist. Aber gerade solche Spiele muss ein Spitzenteam konsequent gewinnen – und genau das hat die DEG getan.

Nach sechs Spieltagen steht Düsseldorf bei sechs Siegen, 17 Punkten und 23:9 Toren an der Tabellenspitze. Vor allem aber entwickelt sich ein Muster: Die DEG findet bislang unterschiedliche Wege zum Erfolg. Sie kann enge Spiele gewinnen, auswärts bestehen und einen angeschlagenen Gegner zuhause konsequent bestrafen. Noch ist die Saison jung, doch dieser Start ist längst mehr als nur eine nette Momentaufnahme.

Am Freitag wartet bei den Lausitzer Füchsen bereits die nächste Prüfung. Dann wird sich zeigen, ob die bemerkenswerte Serie weitergeht.

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