
🔴⚪ ZEIT FÜR NEUE IMPULSE? BEI FORTUNAS AUFSICHTSRAT DEUTET SICH EIN GROSSER UMBRUCH AN
Bei Fortuna Düsseldorf könnte sich in den kommenden Wochen nicht nur auf dem Platz einiges entscheiden. Auch hinter den Kulissen stehen die Zeichen auf Veränderung. Bei der anstehenden Aufsichtsratswahl zeichnet sich ein erheblicher personeller Umbruch ab: Nach aktuellem Stand wollen Björn Borgerding, Sebastian Fuchs und Dirk Böcker nicht erneut für einen der fünf von den Mitgliedern zu wählenden Plätze kandidieren.
Damit würde ein beträchtlicher Teil der bisherigen Struktur wegbrechen. Besonders der angekündigte Verzicht von Borgerding und Fuchs hat Gewicht. Borgerding gehört dem Aufsichtsrat seit 2014 an und steht seit 2020 an dessen Spitze, Fuchs ist seit 2017 Mitglied und seit 2020 sein Stellvertreter. Gemeinsam haben beide eine Phase begleitet, in der Fortuna sportlich und wirtschaftlich Höhen und Tiefen erlebt hat – vom ambitionierten Zweitligisten bis zum bitteren Absturz in die 3. Liga.
Gerade deshalb dürfte die bevorstehende Wahl deutlich mehr sein als eine gewöhnliche Personalentscheidung. Nach dem Abstieg, den personellen Konsequenzen auf der Geschäftsstelle und der sportlichen Neuaufstellung wurde im Umfeld des Vereins intensiv darüber diskutiert, wie viel Kontinuität Fortuna noch braucht – und an welchen Stellen ein tatsächlicher Neustart notwendig ist. Nun könnten die Mitglieder selbst einen erheblichen Einfluss darauf bekommen, wie dieser Neustart auf der Kontrollseite des Vereins aussieht.
Kontinuität wird es dennoch geben. Tim Greiner Mai und Prof. Dr. Horst Peters wollen erneut kandidieren. Gleichzeitig werden für die frei werdenden Plätze interessante neue Bewerber gehandelt. Damit könnte sich ein Aufsichtsrat formieren, der Erfahrung aus der bisherigen Arbeit mit neuen Perspektiven aus Düsseldorfs Wirtschaft und Stadtgesellschaft verbindet.
Entscheidend ist dabei: Der Aufsichtsrat ist bei Fortuna kein dekoratives Gremium. Er kontrolliert den Vorstand und trifft damit Entscheidungen, die mittel- und langfristig erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Vereins haben. Fünf der insgesamt neun Mitglieder werden unmittelbar von den Fortuna-Mitgliedern gewählt. Und genau diese fünf Mandate stehen zur Wahl.
Nach Jahren, in denen bei Fortuna häufig das Wort Kontinuität im Mittelpunkt stand, könnte deshalb diesmal ein anderes Wort die Mitgliederversammlung prägen: Veränderung.
Die Frage ist nur, wie weit sie gehen soll.
Ist der Rückzug mehrerer langjähriger Aufsichtsräte nach dem sportlichen Absturz der richtige Zeitpunkt für einen echten Neuanfang? Braucht Fortuna jetzt neue Köpfe und neue Ideen im Kontrollgremium – oder geht mit dem großen Wechsel auch wertvolle Erfahrung verloren?
Am Ende entscheiden darüber nicht Schlagzeilen, soziale Netzwerke oder Kommentatoren.
Es entscheiden die Mitglieder.
Und diese Aufsichtsratswahl könnte eine der wichtigsten der vergangenen Jahre werden.
Wie seht Ihr das: Zeit für einen möglichst großen Neustart – oder sollte Fortuna gerade jetzt auf eine Mischung aus neuen Kräften und erfahrenen Aufsichtsräten setzen?
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