
☝️🫵👉 HEINE-PREIS 2026: DÜSSELDORF EHRT NINO HARATISCHWILI
Düsseldorf vergibt den Heine-Preis 2026 an Nino Haratischwili. Die Landeshauptstadt ehrt damit eine Autorin, die große Literatur mit einem klaren Blick auf Freiheit, Gewalt, Erinnerung und gesellschaftliche Verantwortung verbindet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.
Haratischwili wurde 1983 in Tiflis geboren, schreibt auf Deutsch und arbeitet als Schriftstellerin, Dramatikerin und Regisseurin. Einem breiten Publikum wurde sie vor allem mit dem Roman Das achte Leben bekannt, einem großen Familienepos vor dem Hintergrund der Umbrüche des 20. Jahrhunderts. Auch Das mangelnde Licht zeigte eindrucksvoll, wie eng persönliche Schicksale und politische Erschütterungen miteinander verbunden sein können.
Genau darin sieht die Jury die besondere Stärke der Preisträgerin. Haratischwili macht Erfahrungen von Diktatur, Unterdrückung und Zensur literarisch greifbar und verbindet sie mit einem klaren Eintreten für Freiheit, Menschenrechte und Verständigung. Damit steht sie in einer Tradition, die gut zu Heinrich Heine und ebenso gut zu Düsseldorf passt.
Der Heine-Preis gehört zu den wichtigsten kulturellen Auszeichnungen der Stadt. Er erinnert nicht nur an den berühmtesten Sohn Düsseldorfs, sondern zeichnet Autorinnen und Autoren aus, deren Werk auch gesellschaftlich Gewicht hat. Dass die Wahl diesmal auf Nino Haratischwili gefallen ist, wirkt deshalb sehr folgerichtig.
Für Düsseldorf ist das eine starke Entscheidung. Und für viele Leserinnen und Leser vielleicht auch ein guter Anlass, Haratischwilis Bücher jetzt erst recht zu entdecken.
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