BLAULICHT-WOCHE DÜSSELDORF: MORDKOMMISSION, RAUB UND GROSSEINSÄTZE

☝️🫵👉 BLAULICHT-WOCHE DÜSSELDORF: MORDKOMMISSION, RAUB UND GROSSEINSÄTZE
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Die vergangene Woche vom 21. bis 27. September brachte Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in Düsseldorf sehr unterschiedliche Einsätze. Neben einem tödlichen Verkehrsunfall, einem möglicherweise antisemitisch motivierten Angriff und einem bewaffneten Raub beschäftigten am Wochenende vor allem umfangreiche Kontrollen in der Altstadt, zahlreiche Demonstrationen und ein schweres Gewaltdelikt in Flingern die Einsatzkräfte.

TÖDLICHER UNFALL AUF DER A46

Die Woche begann mit einem schweren Verkehrsunfall. Am Montagabend gegen 22.51 Uhr kollidierten auf der A46 in Fahrtrichtung Heinsberg in Höhe der Anschlussstelle Düsseldorf-Eller ein Pkw und ein Motorrad. Der 28 Jahre alte Motorradfahrer aus Neuss erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der 27-jährige Autofahrer aus Düsseldorf kam ins Krankenhaus. Die Fahrbahn blieb wegen Rettungsarbeiten und Spurensicherung bis Dienstagmorgen gegen 7.30 Uhr gesperrt. Da der genaue Unfallhergang weiterhin nicht abschließend geklärt ist, sucht die Polizei Zeugen.

SICHERHEITSLANDUNG AM DÜSSELDORFER FLUGHAFEN

Am Dienstagnachmittag wurde es am Flughafen ernst. Kurz nach dem Start meldete die Besatzung eines Passagierflugzeugs technische Probleme und leitete eine sofortige Rückkehr ein. Rund 70 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden alarmiert. Die Maschine landete sicher, anschließend wurden die rund 150 Passagiere evakuiert und medizinisch untersucht. Zwei Menschen kamen vorsorglich zur weiteren Untersuchung in Krankenhäuser. Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz beendet.

STAATSSCHUTZ ERMITTELT NACH ANGRIFF AM RATHAUSUFER

Ebenfalls am Dienstagabend wurde ein Mann am Rathausufer angegriffen. Nach Angaben der Polizei soll er zunächst von zwei Frauen israelfeindlich beleidigt worden sein. Anschließend sollen sich zwei Männer eingemischt und das Opfer mit Schlägen und Tritten attackiert haben. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Spätere Auswertungen von Zeugenaussagen und Videoaufnahmen ergaben laut Polizei, dass der Mann neben einem Pullover mit einem Emblem der Israel Defense Forces auch eine Kippa trug. Wegen des Verdachts auf einen möglicherweise antisemitisch motivierten Übergriff richtete die Polizei die Ermittlungskommission „EK Rathaus“ ein. Die Ermittlungen dauern an.

VERKEHRSKONTROLLEN: 108 ORDNUNGSWIDRIGKEITEN

Bei einer groß angelegten Verkehrskontrolle am Dienstag nahm die Polizei besonders das Verhalten von und gegenüber Fußgängern, Radfahrern und E-Scooter-Nutzern in den Blick. Zwischen 7 und 21 Uhr wurden 161 Fahrzeuge und 17 Fußgänger kontrolliert. Die Bilanz: drei Strafverfahren und 108 Ordnungswidrigkeiten. Besonders häufig registrierten die Beamten Rotlichtverstöße, Fehler beim Abbiegen oder Wenden sowie die verbotswidrige Nutzung elektronischer Geräte.

HAUS IN LUDENBERG NICHT MEHR STANDSICHER

Am Donnerstagabend rückte die Feuerwehr zur Straße Am großen Dern in Ludenberg aus. Nach Arbeiten auf einem Nachbargrundstück waren an einer Doppelhaushälfte Risse aufgetreten. Feuerwehr, Bauaufsicht, ein Baustatiker und ein Fachberater des Technischen Hilfswerks untersuchten das Gebäude. Das Ergebnis war eindeutig: Das Haus wurde als nicht mehr standsicher eingestuft. Gas und Strom wurden abgeschaltet, die Feuerwehr stabilisierte Teile des Gebäudes im Keller. Rund 55 Einsatzkräfte waren etwa drei Stunden beschäftigt.

FAHRER IN DÜSSELTAL MIT MESSER BEDROHT UND BERAUBT

Am späten Donnerstagabend wurde ein Fahrer eines Fahrdienstvermittlers Opfer eines Raubes. Zwei Männer waren an einem Hotel an der Münsterstraße in seinen schwarzen Toyota gestiegen. Beim Zwischenstopp an der Ostendorfstraße soll einer der Fahrgäste dem Fahrer von hinten ein Messer an den Hals gehalten und Bargeld verlangt haben. Anschließend flüchteten beide Männer. Eine sofortige Fahndung blieb zunächst erfolglos.

13.600 KONTROLLIERTE PERSONEN IN DER ALTSTADT

Am Freitagabend setzte die Polizei ihre Schwerpunktkontrollen in der Düsseldorfer Altstadt fort. Im Mittelpunkt stand erneut die Waffen- und Messerverbotszone. Ab 19.30 Uhr wurden unter anderem Besucher an den U-Bahn-Aufgängen am Bolker Stern sowie an weiteren Zugängen zur Altstadt kontrolliert.

Die Dimension des Einsatzes war erheblich: Rund 13.600 Menschen wurden überprüft. Die Polizei stellte dabei 13 Messer, vier Pfeffersprays, einen Schlagring und einen Kubotan sicher. Entsprechende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

KLEINER BRAND IN HEERDT

Am Freitagvormittag meldeten Anwohner Rauch aus einer Wohnung an der Heerdter Landstraße. Die Feuerwehr verschaffte sich Zugang und fand die Ursache in der Küche: Dort brannte ein Papierkorb. Eine Frau wurde aus der Wohnung geführt und vom Rettungsdienst untersucht, musste jedoch nicht ins Krankenhaus. Rund 20 Einsatzkräfte waren vor Ort.

DEMONSTRATIONEN FORDERN POLIZEI AM SAMSTAG

Mehr als ein Dutzend Versammlungen machten den Samstag für die Düsseldorfer Polizei zu einem arbeitsintensiven Einsatztag. Trotz der Vielzahl unterschiedlicher Demonstrationen verliefen die Veranstaltungen nach Polizeiangaben überwiegend friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Ein angemeldeter Aufzug blieb mit rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Spitze deutlich unter den zuvor erwarteten Zahlen. Durch die zahlreichen Demonstrationszüge kam es dennoch bis in den frühen Abend zu teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt.

MORDKOMMISSION NACH SCHWEREM GEWALTDELIKT IN FLINGERN

Der schwerwiegendste Einsatz des Wochenendes ereignete sich am Samstagmittag in Flingern. Eine Fahrradfahrerin hatte zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes auf eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern aufmerksam gemacht. Auf der Engelbertstraße fanden die Einsatzkräfte einen 53 Jahre alten Mann mit schweren Stichverletzungen.

Der Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus, wo er notoperiert wurde. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft bestand weiterhin Lebensgefahr. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach einem Tatverdächtigen blieb zunächst ohne Erfolg. Die Hintergründe der Auseinandersetzung waren am Sonntag noch unklar.

Staatsanwaltschaft und Polizei haben eine Mordkommission eingesetzt. Besonders wichtig könnte die bislang unbekannte Fahrradfahrerin sein, die den Vorfall offenbar beobachtet hatte. Sie sowie weitere Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter 0211 8700 zu melden.

Damit endete eine Woche, die von sehr unterschiedlichen Einsatzlagen geprägt war: vom tödlichen Verkehrsunfall über einen Großeinsatz am Flughafen und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen in der Altstadt bis zu zwei schweren Gewaltdelikten, deren Aufklärung die Düsseldorfer Polizei weiterhin beschäftigt.

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