DÜSSELDORF FESTIVAL STARTET: DER BURGPLATZ WIRD ZUR BÜHNE

☝️🫵👉 DÜSSELDORF FESTIVAL STARTET: DER BURGPLATZ WIRD ZUR BÜHNE
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Tänzer begegnen digitalen Wellen, Kirchen werden zu Spielorten für Akrobatik, und zwischen den großen Abendvorstellungen gibt es Musik zum kostenlosen Reinschnuppern: Heute, Mittwoch, 16. September, beginnt das Düsseldorf Festival. Den Auftakt im Theaterzelt auf dem Burgplatz übernimmt um 20 Uhr die Compagnie Käfig mit „Pixel“. Bis zum 4. Oktober bringt das Festival internationale Tanzproduktionen, Konzerte, Theater und Neuen Zirkus nach Düsseldorf – mit dem Burgplatz als Mittelpunkt, aber längst nicht als einzigem Schauplatz.

Für den Eröffnungsabend kehrt der französische Choreograf Mourad Merzouki mit einer Produktion zurück, die seit ihrer Uraufführung 2014 unterwegs ist. „Pixel“ verbindet die Bewegungsenergie des Hip-Hop mit zeitgenössischem Tanz und einer digitalen Bühnenlandschaft der Künstler Adrien Mondot und Claire Bardainne. Lichtpunkte verdichten sich zu Strömen, virtuelle Wellen türmen sich auf, Körper und Projektionen scheinen ineinanderzugreifen. Der Reiz liegt im Wechselspiel zwischen den realen Bewegungen der Tänzer und einer Umgebung, die sich fortwährend verwandelt. Weitere Vorstellungen folgen am 17., 18. und 19. September, jeweils um 20 Uhr.

Solche Begegnungen unterschiedlicher Kunstformen gehören zur Geschichte des Festivals. Seit der Gründung 1991 gestalten Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen das Programm. Aus dem damaligen Altstadtherbst ist ein Festival geworden, das internationale Produktionen nach Düsseldorf holt und zugleich an deren Entstehung mitwirkt. Ein Beispiel dafür folgt bereits nächste Woche: „In The Brain“ von Hofesh Shechter ist eine Koproduktion des Düsseldorf Festivals. Das Nachwuchsensemble Shechter II zeigt das Stück am 22. und 23. September jeweils um 20 Uhr im Theaterzelt. Darin untersucht Shechter die Verbindung zwischen Clubkultur und zeitgenössischem Tanz – und das Gemeinschaftsgefühl, das beim gemeinsamen Tanzen entstehen kann.

Schon das erste Wochenende bietet musikalisch sehr unterschiedliche Zugänge. Am Samstag, 19. September, tritt das amerikanische Frauen-Vokalensemble Lyyra um 20 Uhr mit „Rising“ in der Johanneskirche auf. Die sechs Sängerinnen bringen Erfahrungen aus Klassik, Jazz, Pop und Folk zusammen. Am Sonntag, 20. September, gehört das Theaterzelt ab 20 Uhr der Saxofonistin und Komponistin Nubya Garcia. Mit „Odyssey“ kehrt sie zum Festival zurück und verbindet ihren Jazz mit weiteren musikalischen Einflüssen und tanzbaren Beats. Zwischen diesen beiden Abenden liegt eine große klangliche Spannweite – ohne dass man dafür die Stadt verlassen müsste.

Ein besonderer Schauplatz wartet zum Monatsende auf der anderen Rheinseite. Erstmals präsentiert das Festival Neuen Zirkus in einer Kirche: Die australische Kompanie Circa zeigt vom 30. September bis zum 3. Oktober „Eternity“ in St. Antonius an der Luegallee in Oberkassel. Die für einen Sakralraum entwickelte Produktion arbeitet mit Musik von Arvo Pärt und beschäftigt sich mit Liebe, Verlust und Hoffnung. Einen anderen Blick auf die Artistik eröffnet Gravity & Other Myths vom 1. bis zum 3. Oktober im Theaterzelt. „Ten Thousand Hours“ rückt die Arbeit hinter dem scheinbar mühelosen Können in den Mittelpunkt: Üben, Scheitern und das allmähliche Gelingen gehören hier ausdrücklich zur Vorstellung.

Zum Festival gehört aber auch ein Einstieg ohne Eintrittskarte. Die Reihe „Blue Lounge Jazz“ beginnt am Samstag, 19. September, um 14 Uhr in der Theaterbar im Theaterzelt mit dem Trio Indigo und Sängerin Charlotte Illinger. Am Sonntag, 20. September, folgen dort ebenfalls um 14 Uhr Udo Klopke und Band. Beide Konzerte sind kostenlos und bieten sich damit auch für einen spontanen Abstecher zum Burgplatz an.

Für die kostenpflichtigen Vorstellungen lohnt sich ein Blick auf die Ermäßigungen. Besucher unter 27 Jahren können an der Abendkasse nach Verfügbarkeit Karten der beiden günstigsten Preiskategorien für 13 Euro bekommen; ein entsprechender Nachweis ist erforderlich, ein Ticket wird nicht garantiert. Die Hauptkasse im Theaterzelt öffnet während des Festivals täglich ab 11 Uhr. Die Tickethotline unter 0211 82 82 66 22 ist bis zum 4. Oktober täglich von 11 bis 18 Uhr erreichbar.

Das vollständige Programm mit allen Spielorten, Anfangszeiten und Kartenangeboten:
https://duesseldorf-festival.de/programm/

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