
☝️🫵👉 ZWEI STADTTEILE, ZWEI ZUKUNFTSPROJEKTE: IN GERRESHEIM WIRD ERÖFFNET, IN ELLER WIRD GEPLANT
In Düsseldorfs Osten und Südosten stehen in dieser Woche gleich zwei Projekte im Mittelpunkt, die zeigen, wie stark sich die Stadt gerade verändert. In Gerresheim wird am Dienstag der neue Erweiterungsbau des Gymnasiums Gerresheim eröffnet. In Eller sind die Bürgerinnen und Bürger einen Tag später eingeladen, bei der Entwicklung eines ganzen Quartiers am Dillenburger Weg mitzureden. Das eine Projekt ist schon gebaut, das andere noch auf dem Papier. Beide erzählen aber dieselbe Geschichte: Düsseldorf wächst, investiert und ringt zugleich darum, wie die Stadt von morgen aussehen soll.
Am Gymnasium Gerresheim wird am Dienstag sichtbar, was diese Entwicklung ganz konkret bedeutet. Die Landeshauptstadt investiert dort rund 46,5 Millionen Euro in den Schulstandort am Poth. Entstanden ist ein neuer Erweiterungsbau mit Aula und Dreifach-Sporthalle, hinzu kommen neue Fachräume für Musik, ein Video- und Tonstudio sowie neue Informatikräume. Auch im Bestand wurde umgebaut und saniert, ebenso der Schulhof und weitere Teile des Campus. Hintergrund ist die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Weil seit diesem Schuljahr wieder neun Jahrgangsstufen unterrichtet werden, brauchte die Schule mehr Platz und eine moderne Infrastruktur.
Für Gerresheim ist das mehr als nur ein neues Schulgebäude. Der Standort gehört seit Jahren zu den stark nachgefragten Gymnasien im Stadtbezirk. Mit dem Ausbau schafft die Stadt die Voraussetzungen dafür, dass dort dauerhaft fünf Klassen pro Jahrgang unterrichtet werden können. Dazu kommt ein deutlicher Qualitätsgewinn für den Schulalltag: moderne Räume, bessere Sportmöglichkeiten und ein Campus, der nicht nur funktional sein soll, sondern auch als Lern- und Lebensort taugt. Gerade in einem Stadtteil wie Gerresheim, in dem Familien, Schulen und Veedelsleben eng miteinander verbunden sind, hat das Gewicht weit über das Schulgelände hinaus.
Während in Gerresheim also eingeweiht wird, geht es in Eller um die Frage, was auf einer heute gewerblich geprägten Fläche künftig entstehen soll. Das rund 3,9 Hektar große Plangebiet liegt zwischen Waagenstraße, Sturmstraße, Dillenburger Weg und Mannheimer Weg. Dort soll das Areal städtebaulich neu geordnet werden. Die Grundidee: Gewerbe entlang der Bahnlinie erhalten, daran anschließend eine gemischte Zone schaffen und auf den übrigen Flächen Wohnungsbau ermöglichen. Wichtig ist dabei auch die Anbindung an die bestehende Nachbarschaft sowie die Schaffung von qualitätvollen Begegnungsräumen.
Am Mittwoch, 16. September, stellt die Stadt gemeinsam mit dem Investor und den beteiligten Planungsbüros ab 18 Uhr im Factory Campus an der Erkrather Straße 401 vier Vorentwürfe vor. Nach der Ideenschmiede im April ist das die zweite öffentliche Beteiligungsrunde in diesem kooperativen Werkstattverfahren. Bürgerinnen und Bürger können sich die Entwürfe nicht nur anschauen, sondern auch Fragen stellen, Kritik äußern und Anregungen für die weitere Bearbeitung geben. Genau darin liegt der entscheidende Punkt: Anders als viele Bauprojekte, bei denen Öffentlichkeit erst spät reagiert, soll hier schon in einem frühen Stadium gemeinsam diskutiert werden.
Für Eller ist das eine wichtige Weichenstellung. Denn auf dem Dillenburger Weg geht es nicht bloß um einzelne Neubauten, sondern um die Entwicklung eines ganzen Stücks Stadt. Es geht um die Balance zwischen Wohnen und Arbeiten, um die Frage, wie neue Gebäude sich ins Veedel einfügen, und um die Qualität der Räume dazwischen. Wenn die Beteiligung ernst gemeint ist, kann daraus ein Projekt entstehen, das nicht einfach nur Fläche verwertet, sondern tatsächlich Stadt weiterbaut.
So unterschiedlich beide Themen auf den ersten Blick auch sind, sie gehören zusammen. Gerresheim zeigt, wie Investitionen in Bildung konkret Form annehmen. Eller zeigt, wie Stadtentwicklung idealerweise früh mit den Menschen vor Ort besprochen wird. Beides zusammen macht deutlich, dass Düsseldorf nicht nur an einzelnen Gebäuden arbeitet, sondern an seiner Zukunft als wachsende Stadt.
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