WENN DÜSSELDORFS GESCHICHTE ZU MUSIK WIRD – EINE ZEITREISE DURCH MEHRERE…

☝️🫵👉 WENN DÜSSELDORFS GESCHICHTE ZU MUSIK WIRD – EINE ZEITREISE DURCH MEHRERE…
☝️🫵👉 WENN DÜSSELDORFS GESCHICHTE ZU MUSIK WIRD – EINE ZEITREISE DURCH MEHRERE…

☝️🫵👉 WENN DÜSSELDORFS GESCHICHTE ZU MUSIK WIRD – EINE ZEITREISE DURCH MEHRERE JAHRHUNDERTE

Wie klingt eigentlich die Geschichte einer Stadt? Düsseldorf erzählt seine Vergangenheit gewöhnlich durch historische Gebäude, Gemälde, Denkmäler und die Geschichten berühmter Persönlichkeiten. Doch auch die Musik bewahrt Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Am heutigen Donnerstag, 22. Oktober 2026, lädt das Stadtmuseum zu einem außergewöhnlichen Klavierabend ein, der genau diese musikalischen Spuren wieder hörbar macht.

Unter dem Titel „Eine Stadt am Fluß III – Düsseldorfer Musik durch die Zeiten“ präsentiert der Pianist Aleksandar Filić Werke aus mehreren Jahrhunderten. Das Besondere daran: Sämtliche Kompositionen sind entweder in Düsseldorf entstanden oder eng mit der Stadt verbunden. So entsteht ein musikalischer Streifzug durch die Düsseldorfer Kulturgeschichte, der historische Ereignisse, berühmte Komponisten und zeitgenössische Musik miteinander verbindet.

Eine besondere Rolle spielt dabei Joachim Neander, der vor 350 Jahren in Düsseldorf wirkte. Der Theologe und Kirchenlieddichter, dessen Name heute vor allem mit dem Neandertal verbunden wird, hinterließ ein musikalisches Erbe, das weit über seine Lebenszeit hinausreicht. Filić greift seine Choralwerke auf und schlägt damit eine Brücke zu dem Düsseldorfer Komponisten Oskar Gottlieb Blarr. Dessen 1987 entstandenes Werk „Der Neandertaler“ wurde von einem dieser Choräle inspiriert. Zwei Komponisten aus unterschiedlichen Jahrhunderten treten so gewissermaßen in einen musikalischen Dialog.

Ein weiterer Höhepunkt führt mitten hinein in die Düsseldorfer Romantik. Johannes Brahms war erst zwanzig Jahre alt, als er 1853 nach Düsseldorf kam und Robert und Clara Schumann begegnete. Im Hause Schumann brachte der junge Komponist seine zweite Klaviersonate erstmals zu Gehör. Dieses dramatische, leidenschaftliche Jugendwerk gehört zu den eindrucksvollen musikalischen Zeugnissen jener Zeit und erinnert daran, welche Bedeutung Düsseldorf im 19. Jahrhundert für die deutsche Musikgeschichte besaß.

Dass die musikalische Entwicklung der Stadt damit keineswegs abgeschlossen war, zeigt der nächste Teil des Programms. Mit den „Fünf synkopischen Stücken“ aus dem Jahr 1984 von Norbert Laufer wechselt die Klangwelt deutlich. Rhythmische Verschiebungen und moderne musikalische Ausdrucksformen treten an die Stelle romantischer Klangsprache. Gerade dieser Kontrast macht hörbar, wie unterschiedlich Komponisten verschiedener Generationen ihre musikalischen Ideen verwirklichen.

Den Abschluss der Zeitreise bilden aktuelle Klavierminiaturen von Martin Wistinghausen und Frederike Möller, die erst in den vergangenen Jahren entstanden sind. Damit endet der Abend nicht in der Vergangenheit, sondern in der musikalischen Gegenwart. Düsseldorf erscheint nicht nur als Stadt mit bedeutender Musikgeschichte, sondern auch als Ort, an dem weiterhin neue Kompositionen entstehen.

Das Konzert ist die dritte Ausgabe des Projekts „Eine Stadt am Fluß“, das Filić gemeinsam mit dem Stadtmuseum und mit Unterstützung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf fortführt. Der Abend verbindet die unmittelbare Wirkung eines Klavierkonzerts mit historischen Zusammenhängen, die vielen Düsseldorfern möglicherweise gar nicht bekannt sind.

Gerade darin liegt sein besonderer Reiz. Wer durch Düsseldorf spaziert, begegnet der Geschichte der Stadt an vielen Orten. Doch nur selten wird deutlich, welche Musik hier einst komponiert, aufgeführt und gehört wurde. Dieser Klavierabend eröffnet einen anderen Zugang zur Vergangenheit und zeigt, dass Stadtgeschichte nicht nur betrachtet, sondern auch erlebt und gehört werden kann.

Das Konzert beginnt heute, Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 19 Uhr im Stadtmuseum an der Berger Allee 2 in Düsseldorf.

Der Eintritt kostet 23 Euro, ermäßigt 18 Euro. Karten können vorbestellt werden, außerdem ist ein Verkauf an der Abendkasse vorgesehen.

Kartenreservierung:
info@filic.de

Telefon:
0211 46849868
0159 01510187

Weitere Informationen:
www.aleksandarfilic.de

Für Freunde klassischer Musik, Düsseldorfer Stadtgeschichte und ungewöhnlicher Kulturveranstaltungen ist dieser Abend eine besondere Gelegenheit, die eigene Stadt einmal auf ganz andere Weise kennenzulernen.

Denn manchmal erzählt ein einziges Musikstück mehr über die Vergangenheit als eine ganze Reihe historischer Fotografien.

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