DIE NEUN IM VISIER – DEG EMPFÄNGT DIE WÖLFE

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DÜSSELDORFER EG – EHC FREIBURG
Freitag, 16. Oktober 2026, 19:30 Uhr | PSD BANK DOME

Acht Spiele, acht Siege – und der nächste Jubelabend soll folgen. Nach dem 6:1 gegen Dresden empfängt die DEG am Freitag den EHC Freiburg. Als Tabellenführer mit 22 Punkten und fünf Zählern Vorsprung auf Kassel geht die Mannschaft von Harry Lange als klarer Favorit aufs Eis. Doch gerade diese Begegnung verlangt mehr als die Erinnerung an das letzte Torfestival: Freiburg hat zuletzt gezeigt, dass es stärkeren Gegnern lange das Leben schwer machen kann.

Für Düsseldorf spricht derzeit eine bemerkenswerte Mischung. Mit 33 Treffern stellt die DEG den erfolgreichsten Angriff der Liga, mit nur 13 Gegentoren zugleich die beste Defensive. Gegen Dresden überzeugten nicht nur die auffälligen Carter Turnbull und Max Faber, sondern auch die vierte Reihe mit dem Treffer von Matthias Pischoff. Die Gefahr kommt aus unterschiedlichen Mannschaftsteilen – ein Vorteil, den Rot-Gelb auch gegen Freiburg ausspielen sollte.

Die Wölfe reisen als Tabellendreizehnter mit sieben Punkten an. Nur zwölf Saisontore zeigen, wo es bislang hakt. Trotzdem wäre es ein Fehler, daraus einen leichten Abend abzuleiten. In Ravensburg verlor Freiburg erst nach Verlängerung, beim anschließenden 0:3 gegen Rosenheim stand es nach zwei Dritteln noch torlos. Die Gäste können eine Partie eng halten. Im Angriff verdient vor allem Lynden McCallum Aufmerksamkeit: Vier der zwölf Freiburger Treffer gehen auf sein Konto.

Für die DEG dürfte deshalb Geduld genauso wichtig werden wie Tempo. Die Scheibe schnell bewegen, dem gegnerischen Torwart die Sicht nehmen und bei Abprallern nachsetzen – solche Arbeit kann gegen einen lange standhaltenden Gegner entscheidend sein. Ein weiterer Vorteil liegt im Powerplay: Düsseldorf hat neun seiner bisherigen 25 Überzahlgelegenheiten genutzt. Gleichzeitig sollte die Angriffslust nicht dazu führen, Freiburg durch leichtfertige Scheibenverluste zu Kontern einzuladen.

Eine wichtige Neuerung gibt es im Torwartteam. Als Reaktion auf die Verletzung von Jonas Langmann hat die DEG Nico Pertuch von den Löwen Frankfurt per Förderlizenz mit einer Spielberechtigung ausgestattet. Der 21-Jährige bietet damit eine zusätzliche Option neben Niklas Lunemann, der zuletzt beim deutlichen Heimsieg gegen Dresden zwischen den Pfosten stand.

Die Voraussetzungen für den neunten Erfolg sind gut. Entscheidend wird sein, Freiburg von Beginn an unter Druck zu setzen, ohne bei ausbleibenden Toren unruhig zu werden. Einen weiteren Kantersieg kann niemand bestellen. Eine konzentrierte DEG und ein lauter DOME wären aber ein ziemlich guter Anfang für den nächsten erfolgreichen Freitagabend.

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