BLAULICHT-WOCHE: GROSSEINSATZ IN BENRATH UND SCHWERER UNFALL IN WERSTEN

☝️🫵👉 BLAULICHT-WOCHE: GROSSEINSATZ IN BENRATH UND SCHWERER UNFALL IN WERSTEN
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Die Düsseldorfer Blaulicht-Woche vom 5. bis 11. Oktober endet mit einem größeren Polizeieinsatz in Benrath. Am Sonntagabend geriet bei einer Veranstaltung mit rund 400 Gästen zunächst eine Gruppe auf dem Parkplatz aneinander. Nach bisherigen Erkenntnissen eskalierte der Streit gegen 18.40 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der auch Pfefferspray und ein weiterer Gegenstand zum Einsatz gekommen sein sollen. Acht Menschen wurden verletzt, vier von ihnen kamen zur Behandlung in Krankenhäuser. Mehrere Dutzend Kräfte von Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz. Wie es zu der Auseinandersetzung kam und welche Rolle die einzelnen Beteiligten spielten, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Bereits in der Nacht zum Sonntag führte eine aufmerksame Zeugin auf der Königsallee zu einer schnellen Festnahme. Gegen 0.49 Uhr beobachtete sie zwei Männer, die sich auffällig für abgestellte Fahrzeuge interessierten. An einem Citroën wurde schließlich eine Seitenscheibe eingeschlagen und mehrere Taschen wurden gestohlen. Die alarmierte Polizei traf einen 31-jährigen Tatverdächtigen wenig später in einer Straßenbahn an der Haltestelle Landtag/Kniebrücke an und nahm ihn vorläufig fest. Drei Handtaschen und ein Portemonnaie konnten der Besitzerin zurückgegeben werden. Nach dem zweiten Tatverdächtigen wurde weiter gefahndet.

Einer der schwersten Verkehrsunfälle der Woche ereignete sich am Dienstagabend in Wersten. An der Kreuzung Werstener Feld/Kölner Landstraße kollidierten gegen 19.45 Uhr ein VW Golf und eine 19-jährige E-Scooter-Fahrerin. Die junge Düsseldorferin wurde durch den Aufprall zu Boden geschleudert und stationär in ein Krankenhaus gebracht. Ihre Verletzungen waren so schwer, dass Lebensgefahr zeitweise nicht ausgeschlossen werden konnte. Die genaue Unfallursache war zunächst ungeklärt.

Am Donnerstagabend beschäftigte die Polizei eine weitere Unfallflucht in Oberbilk. Ein 25-jähriger Radfahrer überquerte bei Grün die Ellerstraße in Richtung Sonnenstraße, als ein silberner Kleinwagen von der Kruppstraße nach rechts abbog. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, leitete der Radfahrer eine Vollbremsung ein, überschlug sich und erlitt leichte Verletzungen. Obwohl es zu keiner Berührung der Fahrzeuge gekommen war, fuhr der mutmaßlich beteiligte Fahrer weiter. Die Polizei sucht weiterhin Zeugen und Hinweise auf den vermutlich silbernen Mini Cooper mit Düsseldorfer Kennzeichen.

Einen wichtigen Ermittlungserfolg meldete die Polizei am Dienstag im Fall des Körperverletzungsdelikts am Rathausufer. Nach der Veröffentlichung von Fahndungsbildern konnten beide gesuchten Tatverdächtigen identifiziert werden. Hinweise aus der Bevölkerung führten zu einem 18-Jährigen, ein zweiter, 21 Jahre alter Tatverdächtiger stellte sich bei der Polizei. Die weiteren Ermittlungen des Staatsschutzes, insbesondere zur Tatmotivation, dauern an.

Eine Vermisstensuche nahm dagegen ein gutes Ende. Seit Dienstag wurde ein 73-jähriger Mann vermisst. Nachdem die Polizei am Donnerstag öffentlich nach ihm gesucht hatte, traf ein Passant den Senior im Volksgarten an. Er wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und sollte anschließend in seine Pflegeeinrichtung zurückkehren.

Auch die Feuerwehr war zu Wochenbeginn mit einem größeren Aufgebot in Stockum im Einsatz. Eine automatische Brandmeldeanlage der Messe erkannte am Montagmittag eine Rauchentwicklung in der Elektroverteilung eines Verwaltungsgebäudes. Wegen der Größe des Objekts wurden zunächst rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Das Feuer blieb auf seinen Entstehungsbereich begrenzt, Besucher befanden sich nicht auf dem Gelände. Verletzt wurde niemand. Wegen umfangreicher Lüftungsarbeiten dauerte der Einsatz rund zwei Stunden.

Am Düsseldorfer Flughafen vollstreckte die Bundespolizei am Montagabend zudem einen Haftbefehl gegen eine 33-jährige Reisende bei der Einreise aus Larnaka. Wegen einer früheren Verurteilung wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis standen 15 Tage Ersatzfreiheitsstrafe im Raum. Durch die Zahlung der offenen Geldstrafe von 1.200 Euro konnte die Frau die Haft abwenden und anschließend ihren Heimweg fortsetzen.

Damit reicht die Bilanz der vergangenen Woche von schweren Verkehrsunfällen und laufenden Ermittlungen bis zu Einsätzen, bei denen schnelles Handeln von Zeugen und automatischer Sicherheitstechnik Schlimmeres verhinderte. Besonders der Großeinsatz am Sonntagabend in Benrath zeigt zugleich, wie rasch eine zunächst begrenzte Auseinandersetzung eine erhebliche Zahl von Polizei- und Rettungskräften binden kann.

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