Mühlhoven: Eine Zeitreise an die Düssel im 19. Jahrhundert

☝️🫵👉 Mühlhoven: Eine Zeitreise an die Düssel im 19. Jahrhundert
☝️🫵👉 Mühlhoven: Eine Zeitreise an die Düssel im 19. Jahrhundert

☝️🫵👉 Mühlhoven: Eine Zeitreise an die Düssel im 19. Jahrhundert

So oder so ähnlich könnte es im Umfeld der alten Bilker Mühle ausgesehen haben: ein Mühlengebäude am Wasser, unbefestigte Wege, kleine Höfe, Obstbäume und Gemüsegärten. Unser 360°-Panorama führt in eine Landschaft, die heute unter den Straßen und Häusern von Unterbilk nur noch schwer vorstellbar ist.

Zur Orientierung: Gemeint ist das Gebiet an der heutigen Bilker Allee, ungefähr im Umfeld der Einmündung der Konkordiastraße. Die historische Beschreibung führt von der Lorettokapelle entlang der Bilker Allee zu einer Brücke über die südliche Düssel. Unmittelbar dort lag die Bilker Wassermühle. Diese Angaben dienen unserer räumlichen Einordnung; der Kamerastandpunkt im Panorama ist frei gewählt.

Der Name Mühlhoven, auch Mühlhofen geschrieben, erinnert an einen der alten Siedlungsbereiche Bilks. Neben Kirchbilk und Arenbilk gehörte die Siedlung um eine Mühle zu den historischen Wurzeln des heutigen Stadtgebiets.

Im Mittelpunkt unserer Ansicht steht das helle, mehrgeschossige Mühlengebäude mit seinem großen Tor, den niedrigeren Anbauten und dem Schornstein. Seine Gestaltung orientiert sich an zwei überlieferten Ansichten der Bilker Mühle. Der Schornstein passt zum überlieferten zusätzlichen Dampfantrieb, mit dem auch bei niedrigem Wasserstand gemahlen werden konnte. Vor dem Gebäude zeigt unser Panorama eine Holzbrücke über die Düssel; beim Rundumblick öffnen sich Gärten, Wiesen und ein ländlicher Fahrweg.

Auch der landwirtschaftliche Charakter hat einen historischen Hintergrund: Für das benachbarte Gut von Oerdingen sind Gemüseanbau und ein Obstgarten mit rund 300 Bäumen beschrieben. Die Mühle selbst wurde 1888 abgebrochen. Damit ist der zeitliche Rahmen unserer Darstellung benannt: das 19. Jahrhundert vor diesem Abriss. Ein bestimmtes Jahr lässt sich aus den verwendeten Bildvorlagen nicht zuverlässig ableiten.

Das Panorama ist eine heute erstellte Rekonstruktion. Die historischen Ansichten liefern Anhaltspunkte für das Mühlengebäude; Farben, Vegetation, Menschen, Tiere sowie die genaue Anordnung von Brücke, Wegen, Ufern und Nebenhäusern wurden zur Rundumsicht ergänzt. „So oder so ähnlich“ beschreibt deshalb bewusst eine Annäherung an das damalige Mühlhoven – mit historischen Vorbildern und gestalterisch ergänzten Zwischenräumen.

Dreht euch im Bild einmal um und entdeckt ein Stück des ländlichen Bilks, das im heutigen Stadtbild weitgehend verschwunden ist.

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