
☝️🫵👉 MITTWOCH BIS MITTWOCH: UNSERE DÜSSELDORFER WOCHE
16. bis 23. September 2026
Unterrath feiert das letzte große Schützenfest im Düsseldorfer IGDS-Kalender dieses Sommers, in Eller können Bürger an einem neuen Quartier mitplanen und im Stadtmuseum kehrt eine Ausstellung in den Blick, die Düsseldorf vor genau 100 Jahren nachhaltig verändert hat. Gleichzeitig starten das Düsseldorf Festival und die zweite Runde der Kunstpunkte, am Rheinufer gehört der Sonntag den Kindern und sportlich beginnt für die DEG die neue DEL2-Saison. Unsere Woche von Mittwoch bis Mittwoch hat diesmal ungewöhnlich viele starke Düsseldorf-Themen.
Brauchtum: Unterrath schließt die Schützenfestsaison ab
18. bis 21. September
Wenn in vielen Düsseldorfer Stadtteilen die Zelte längst wieder abgebaut sind, wird in Unterrath noch einmal gefeiert. Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft lädt von Freitag bis Montag zu ihrem Schützen- und Volksfest auf den Schützenplatz an der Kartäuserstraße 70. Im offiziellen Kalender der Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine ist Unterrath das letzte regulär ausgewiesene Düsseldorfer Schützenfest der Saison 2026.
Damit bekommt das Brauchtumsjahr noch einmal einen kräftigen Schlusspunkt im Düsseldorfer Norden. Die Unterrather Bruderschaft ist mit ihren zahlreichen Gesellschaften tief im Viertel verankert und verbindet ihr Schützenfest traditionell mit Volksfest, Gemeinschaft und Nachwuchsarbeit. Die Bruderschaft bestätigt für 2026 die vier Festtage vom 18. bis 21. September; ein detaillierter öffentlicher Tagesfahrplan mit Uhrzeiten ist auf ihrer offiziellen Internetseite derzeit allerdings noch nicht veröffentlicht. Wer gezielt zu einzelnen Programmpunkten kommen möchte, sollte deshalb vor dem Besuch noch einmal die aktuellen Mitteilungen der Unterrather Schützen prüfen.
Heimat und Veedel: Eller kann bei einem neuen Quartier mitreden
Mittwoch, 16. September, ab 18 Uhr
Am Dillenburger Weg steht eine größere Veränderung bevor. Das rund 3,9 Hektar große Gebiet zwischen Waagenstraße, Sturmstraße, Dillenburger Weg und Mannheimer Weg ist heute überwiegend gewerblich geprägt. Künftig soll daraus ein neu geordnetes Quartier mit Gewerbe, gemischten Nutzungen, Wohnen und neuen Verbindungen in die Umgebung entstehen.
Wie das aussehen könnte, wird am Mittwoch ab 18 Uhr im Factory Campus an der Erkrather Straße 401 öffentlich diskutiert. Vier Planungsteams präsentieren ihre bisherigen städtebaulichen Entwürfe, anschließend können Bürger Fragen stellen, Anregungen geben und Kritik einbringen. Die Veranstaltung ist der zweite von drei öffentlichen Schritten des Werkstattverfahrens. Für Eller ist das mehr als ein abstrakter Planungstermin: Hier wird darüber entschieden, wie ein heute weitgehend abgeschlossener Gewerbestandort künftig mit dem umliegenden Viertel zusammenwächst und welche neuen Räume zum Wohnen, Arbeiten und Begegnen entstehen.
Stadtgeschichte: Die GeSoLei kehrt 100 Jahre später zurück
Sonntag, 20. September, Eröffnung um 11 Uhr
Kaum eine Ausstellung hat Düsseldorf im 20. Jahrhundert so sichtbar verändert wie die GeSoLei. Die „Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen“ zog 1926 innerhalb weniger Monate rund 7,5 Millionen Menschen an. Das Gelände reichte bis in den heutigen Rheinpark, und mit Ehrenhof, Rheinterrassen und dem damaligen Planetarium, der heutigen Tonhalle, hinterließ die Großveranstaltung Bauwerke, die bis heute zum Düsseldorfer Stadtbild gehören.
Zum 100. Jubiläum eröffnen Stadtmuseum und Heinrich-Heine-Universität am Sonntag um 11 Uhr die Sonderausstellung „100 Jahre GeSoLei – Forschen, Entdecken, Verstehen“ an der Berger Allee 2. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um nostalgische Rückschau. Wissenschaftler aus Medizin-, Kultur- und Kunstgeschichte untersuchen, welche Vorstellungen von Gesundheit, Gesellschaft, Körper und sozialer Fürsorge 1926 präsentiert wurden und wie diese Themen heute bewertet werden. Gerade darin liegt der Reiz: Düsseldorf schaut nicht nur auf ein spektakuläres Großereignis zurück, sondern fragt, welche Ideen davon geblieben sind und welche kritisch neu gelesen werden müssen.
Events: Eine Woche, in der Düsseldorf Mobilität ausprobieren kann
16. bis 22. September
Mit der Europäischen Mobilitätswoche bekommt Verkehrspolitik für einige Tage einen ungewöhnlich praktischen Zugang. Gleich am Mittwoch eröffnet die Stadt von 14 bis 17 Uhr die neue Mobilitätsstation Alter Schlachthof zwischen Hochschule Düsseldorf und Studentenwohnheim. Dort können Interessierte unter anderem das neue städtische Mietradsystem Düsselbike kennenlernen und Probefahrten machen.
Parallel geht die Stadt mit ihrem neuen Nahverkehrsplan direkt zu den Fahrgästen. Unter dem Motto „Bus & Bahn besser machen“ steht das Planungsteam am Mittwoch von 12 bis 16 Uhr an Nordstraße und Venloer Straße sowie am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr vor den Bilker Arcaden an der Friedrichstraße. Dort können Düsseldorfer ihre Erfahrungen, Wünsche und Probleme mit Bus und Bahn unmittelbar einbringen. Am Samstag folgt die Kidical Mass: Ab 13 Uhr treffen sich Familien am Spielplatz Jägerhofallee im Hofgarten, um 14 Uhr startet die polizeilich begleitete Fahrraddemonstration über eine rund fünf bis sechs Kilometer lange Strecke. Das Motto lautet „Straßen sind für alle da“.
Events: Der Schadowplatz wird zum großen Gesundheitscheck
Samstag, 19. September, 13 bis 18 Uhr
Wer am Samstag durch die Innenstadt kommt, kann auf dem Schadowplatz nicht nur einkaufen, sondern kostenlos Blutdruck oder Blutzucker kontrollieren lassen, Wiederbelebung ausprobieren und sich zu Ernährung, Bewegung, seelischer Gesundheit, Notfallversorgung sowie gesundem Aufwachsen und Altern informieren. Beim Düsseldorfer Gesundheitstag präsentieren sich mehr als 40 Einrichtungen und Initiativen.
Dazu kommt ein Bühnenprogramm mit kurzen Fachbeiträgen, Bewegungseinheiten, einer öffentlichen Probe des Selbsthilfechors und Unterhaltung. Der Eintritt ist frei. Gerade die Mischung macht den Tag interessant: Gesundheitsvorsorge wird nicht als Fachkongress hinter verschlossenen Türen behandelt, sondern mitten in der Stadt und möglichst niedrigschwellig für alle Altersgruppen angeboten.
Kultur: Das Düsseldorf Festival übernimmt den Burgplatz
16. September bis 4. Oktober, Höhepunkte dieser Woche bis 23. September
Am Mittwoch beginnt das Düsseldorf Festival – und gleich zum Auftakt kommt ein international erprobter Publikumserfolg zurück. Mourad Merzouki und seine Compagnie Käfig zeigen „Pixel“, eine Verbindung aus Tanz und digitaler Bildwelt, von Mittwoch bis Samstag jeweils um 20 Uhr im Theaterzelt auf dem Burgplatz. Die Produktion wird seit Jahren weltweit gespielt und eröffnet nun die Düsseldorfer Festivalausgabe 2026.
Doch das Festival verteilt sich wieder weit über das Zelt hinaus. Silent-Disco-Walking-Tours ziehen durch die Stadt, in St. Andreas erklingt Verdis Requiem, in der Johanneskirche tritt am Samstag das Vokalensemble Lyyra auf. Am Sonntag kommt die britische Jazz-Saxofonistin Nubya Garcia mit „Odyssey“ um 20 Uhr ins Theaterzelt. Am Dienstag und Mittwoch folgt dort jeweils um 20 Uhr „In The Brain“ von Hofesh Shechter und Shechter II. Bis zum 4. Oktober verbindet das Festival Tanz, Musik, Theater und Neuen Zirkus – in dieser ersten Woche ist bereits fast die ganze Spannweite zu sehen.
Kultur: Zum 30. Mal öffnen Düsseldorfs Künstler ihre Türen
18. bis 20. September
Nach dem Norden am vergangenen Wochenende ist jetzt der Düsseldorfer Süden an der Reihe. Die Kunstpunkte feiern ihre 30. Ausgabe und bringen mehr als 400 Künstlerinnen und Künstler sowie 30 Offräume an insgesamt 196 Standorten zusammen. Die südlichen Ateliers öffnen am Samstag von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Bereits am Freitagabend sind zahlreiche Offräume von 19 bis 21 Uhr zugänglich.
Das Besondere ist unverändert die Nähe: Besucher stehen nicht nur vor fertigen Arbeiten in einem Museum, sondern dort, wo Malerei, Skulptur, Fotografie, Video und Zeichnung tatsächlich entstehen. Erstmals ist beispielsweise die GARAGE der Thomas Schütte Stiftung Teil des Offraum-Programms. In der Johanna Ey Foundation verbindet die Ausstellung „Papierflieger“ Düsseldorf mit der japanischen Partnerpräfektur Chiba. Zusätzlich werden kostenlose, etwa zweistündige geführte Atelierbesuche angeboten. Wer Düsseldorfs Kunstszene einmal jenseits großer Institutionen erleben möchte, bekommt an diesem Wochenende eine der besten Gelegenheiten des Jahres.
Familie: Am Sonntag gehört das Rheinufer den Kindern
Sonntag, 20. September, 12 bis 18 Uhr
„Starke Kinder, starke Zukunft!“ lautet das Motto des diesjährigen Weltkindertages. Zwischen Marktplatz und Landtag entsteht am Sonntag eine große kostenlose Spiel-, Erlebnis- und Begegnungsmeile mit mehr als 120 Ständen und Aktionsbereichen. Kinder und Familien können ausprobieren, spielen, Sport treiben, kreativ werden und sich zugleich mit Kinderrechten und Beteiligung beschäftigen.
Auch Rathaus und Landtag machen mit. Im Rathaus gibt es ab 13 Uhr stündlich einen Rathaus-Check für Kinder sowie Angebote von Jugendrat, Kinderparlament und UNICEF. Am Rheinufer warten unter anderem ein Spielezirkus, Bewegungsangebote, Skate-Elemente, Minigolf und weitere Mitmachstationen. Auf der Bühne am Marktplatz stehen Tanzgruppen, Clown Pibiglix, Capoeira, die Razzzelbande und zum Abschluss Kinderliedermacher herrH. Sämtliche Angebote sind kostenlos – und damit ist der Weltkindertag eines der größten Familienfeste dieser Woche.
Sport: DEG startet in die Saison – Fortuna muss nach Aachen
18. bis 20. September
Für die Düsseldorfer EG beginnt am Freitag die zweite Saison in der DEL2. Zum Auftakt geht es um 19.30 Uhr auswärts zu den Eispiraten Crimmitschau, bereits am Sonntag folgt um 17 Uhr das nächste Auswärtsspiel beim EV Landshut. Der Spielplan verlangt der DEG damit sofort einiges ab: Die ersten drei Saisonspiele finden allesamt auswärts statt, bevor am 27. September erstmals wieder ein DEL2-Punktspiel im PSD BANK DOME steigt.
Die Mannschaft von Cheftrainer Harry Lange startet mit einem deutlich veränderten Kader in die Spielzeit. Anfang September standen 25 Spieler im Aufgebot, darunter zwölf Neuzugänge. Die sportliche Leitung formuliert das Ziel klar: dauerhaft wettbewerbsfähig sein und sich möglichst im oberen Tabellendrittel festsetzen. Nach dem ersten DEL2-Jahr soll nun der nächste Schritt folgen.
Auch Fortuna Düsseldorf ist am Samstag auswärts gefordert. Um 14 Uhr tritt die Mannschaft am siebten Spieltag der 3. Liga bei Alemannia Aachen an. Das Düsseldorfer Gästekontingent ist bereits ausverkauft. Damit wartet innerhalb weniger Tage nach dem Dienstagsspiel in Regensburg die nächste anspruchsvolle Aufgabe auf die Fortuna – diesmal vor einer Kulisse, bei der die Begegnung erfahrungsgemäß weit mehr als gewöhnlichen Liga-Alltag verspricht.
So sieht unsere Düsseldorfer Woche aus: Brauchtum in Unterrath, Mitsprache in Eller, 100 Jahre Stadtgeschichte, neue Wege durch die Stadt, Kunst hinter offenen Ateliertüren, ein Rheinufer voller Kinder und zwei Düsseldorfer Traditionsvereine vor wichtigen Auswärtsaufgaben. Von Mittwoch bis Mittwoch ist diesmal fast jeder Stadtteil und fast jede Facette Düsseldorfs dabei.
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