PARADE IM ZELT, NEUE MAJESTÄTEN:

☝️🫵👉 PARADE IM ZELT, NEUE MAJESTÄTEN:
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VOLMERSWERTH LÄSST SICH DAS SCHÜTZENFEST NICHT VERREGNEN

Die große Parade fand statt – nur diesmal nicht auf der Straße. Weil der Dauerregen am Sonntag die ursprünglichen Pläne durchkreuzte, verlegten die Volmerswerther Schützen ihren Vorbeimarsch ins Festzelt. Damit bekam das Schützen- und Volksfest, das am Montag, 14. September, nach vier Tagen endete, einen ungewöhnlichen Höhepunkt. Zugleich brachte das Wochenende einen Wechsel an der Spitze der St. Sebastianus Schützenbruderschaft: Markus und Tine Danecker von der Jägerkompanie sind das neue Regimentskönigspaar.

Gefeiert wurde diesmal vom 11. bis zum 14. September und damit von Freitag bis Montag. Das Programm verband den geselligen Auftakt mit Fassanstich, Böllerschießen und Jungschützenball mit jenen Traditionen, die das Fest weit über die eigenen Kompanien hinaus im Dorf verankern. Der Samstag gehörte unter anderem den Kompaniekönigspaaren, den Jubilaren und dem Fackelzug, der am Abend durch Volmerswerth zog. Gerade dieser Auftritt war nach den Erfahrungen des Vorjahres keine Selbstverständlichkeit: 2025 hatte der Fackelzug wegen des Wetters ausfallen müssen. Diesmal konnte er stattfinden, während einen Tag später die Parade eine andere Form brauchte.

Drei Bataillone unter einem Zeltdach: Die Verlegung der Sonntagsparade war die auffälligste Entscheidung dieses Festwochenendes. Was normalerweise vom Vorbeimarsch auf der Straße und dem öffentlichen Auftritt im Dorf lebt, musste nun auf deutlich engerem Raum funktionieren. Die Schützen hielten damit an einem zentralen Bestandteil ihres Festes fest, ohne starr am gewohnten Ablauf festzuhalten. Der Dauerregen bestimmte den Ort, führte aber nicht zur Absage. Gerade diese Zeltparade dürfte deshalb zu den Erinnerungen gehören, die mit dem Volmerswerther Schützenfest 2026 verbunden bleiben.

Die neue Königswürde führt unterdessen zur Jägerkompanie. Markus und Tine Danecker folgen als Regimentskönigspaar auf Stefan und Jenny Dütz von den Junkern von Volmar, deren Regentschaft beim Schützenfest 2025 begonnen hatte. Für die Daneckers erhält das laufende Schützenjahr damit eine zusätzliche Bedeutung: Bereits vor dem großen Fest waren sie als Kompaniekönigspaar der Jäger in Erscheinung getreten. Nun repräsentieren sie die gesamte Bruderschaft.

Markus Danecker bringt dafür eine langjährige Verbindung zum örtlichen Schützenwesen mit. Die Chronik der Jägerkompanie verzeichnet seine Wahl zum ersten Schießmeister der Bruderschaft im Jahr 2012 und zum ersten Hauptmann der Kompanie 2015. Auch familiär knüpft die neue Regentschaft an eine frühere Königswürde an: Sein Vater Jürgen stellte bereits 1991/92 gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula das Regimentskönigspaar. Zuletzt hatten die Jäger mit Frank und Daniela Korfmacher-Zwior im Königsjahr 2022/23 das königliche Paar an der Spitze der Volmerswerther Schützen gestellt.

Auch beim Nachwuchs stehen die neuen Repräsentanten fest. Felix Andree und Annabelle Stenvers bilden das neue Jungschützenkönigspaar und treten die Nachfolge von Antonia Korfmacher und Max Wächter an. Felix hatte sich die Jungschützenkönigswürde bereits vor dem Septemberfest gesichert. Daneben präsentierten die Jungschützen Benjamin Fischer und Maja Quasdorf als ihr Kompaniekönigspaar. Die beiden Paare übernehmen unterschiedliche Aufgaben: Felix und Annabelle vertreten die Jungschützen auf Ebene der Bruderschaft, Benjamin und Maja ihre Kompanie.

Neben den neuen Majestäten standen Mitglieder im Mittelpunkt, deren Zugehörigkeit längst in Jahrzehnten gemessen wird. Gerd Wächter, Torsten Kamphausen und Andreas Artz wurden für jeweils 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für 25 Jahre Zugehörigkeit erhielten Sven Kienert, Oliver See, Michael orfmacher, Alexander Steinberg und Phillip Struck eine Auszeichnung. Hinter diesen Jubiläen stehen lange persönliche Verbindungen zur Bruderschaft, die über zahlreiche Festjahrgänge, wechselnde Königspaare und unterschiedliche Lebensphasen hinweg Bestand haben. Gerade neben dem sichtbaren Wechsel der Majestäten machten die Ehrungen diese Kontinuität deutlich.

Zum Fest gehörte zugleich der kirchliche und gesellschaftliche Rahmen, der das Volmerswerther Schützenwesen prägt. Das Sonntagsprogramm sah die Schützenmesse und das Gedenken an verstorbene Schützen sowie die Opfer der Kriege vor, außerdem die Pagenkrönung, weitere Auszeichnungen und den Königsschuss mit Proklamation. Musikalisch waren für das Wochenende unter anderem Kärnseife und die Swinging Funfares angekündigt. Für den abschließenden Montag spannte der Festplan den Bogen vom „Frohen Montagmorgen“ bis zum Krönungsball, mit dem Abholen des Königspaares und seines Hofstaats, dem Großen Zapfenstreich, der feierlichen Krönung und der Ehrung der Pfänderschützen. Zum angekündigten Abendprogramm gehörte außerdem die Werstener Music Company.

So bleiben von diesem Schützenfest neue Namen in der Reihe der Volmerswerther Majestäten, die Würdigung langjähriger Mitglieder und ein besonders ungewöhnlicher Auftritt der Schützen. Die Parade unter dem Zeltdach machte sichtbar, dass die Bewahrung einer Tradition manchmal gerade darin besteht, ihren Ablauf zu verändern. Auf das Wetter hatte Volmerswerth keinen Einfluss. Darauf, wie das Dorf mit ihm umging, schon.

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