BLAULICHT-WOCHE: SCHWERE UNFÄLLE, GROSSEINSATZ IN FLINGERN UND EIN FRIEDLICHER DEMO-SAMSTAG

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Die Düsseldorfer Blaulicht-Woche vom 7. bis 13. September begann mit zwei schweren Verkehrsunfällen, brachte der Feuerwehr gleich mehrere Brandeinsätze und endete mit einem Wochenende, an dem vor allem die enorme Belastung der Innenstadt im Mittelpunkt stand. Besonders der Freitag forderte Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

Am Montagvormittag wurde eine 59 Jahre alte Fußgängerin in Pempelfort beim Überqueren der Mauerstraße von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Der Fahrer entfernte sich zunächst vom Unfallort. Ein Zeuge konnte der Polizei jedoch das Kennzeichen nennen, sodass Beamte den Mann wenig später auf der Duisburger Straße stellten. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Am Abend folgte ein weiterer schwerer Unfall: Ein 36-jähriger Motorradfahrer verlor auf der Hofgartenrampe in Richtung Oberkasseler Brücke aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über seine Maschine und prallte gegen einen Baum und einen Schutzbügel. Er wurde lebensgefährlich verletzt. Die Hofgartenrampe blieb während der Unfallaufnahme bis nach Mitternacht gesperrt.

Der Dienstag begann bereits kurz vor sechs Uhr mit einem schweren Unfall auf der A46. Zwischen Eller und Holthausen waren in Fahrtrichtung Neuss ein Pkw und ein Lkw zusammengestoßen. Zwei Menschen konnten sich nicht selbst aus einem Fahrzeug befreien und mussten von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät gerettet werden. Zwei Schwerverletzte kamen anschließend in Krankenhäuser. Rund 30 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz.

Auch am Düsseldorfer Flughafen wurde die Bundespolizei fündig. Bei der Ausreisekontrolle eines Fluges nach Erbil überprüften die Beamten einen 27-Jährigen, gegen den ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorlag. Der Mann hätte eine zwölf Tage dauernde Ersatzfreiheitsstrafe antreten müssen, konnte die Haft jedoch durch Zahlung der offenen Geldstrafe von 1.200 Euro abwenden und anschließend weiterreisen.

Am Donnerstag stand zunächst der bundesweite Warntag auf dem Programm. Alle 99 Sirenenanlagen im Düsseldorfer Stadtgebiet konnten nach Angaben der Feuerwehr erfolgreich überprüft werden. Auch Cell Broadcast und die Warn-App NINA funktionierten nach erster Auswertung weitgehend zuverlässig. Am Nachmittag wurde es dann für rund 50 Einsatzkräfte ernst: In einer Möbelschreinerei an der Fichtenstraße in Flingern-Süd waren Glutnester in den Filtern einer Absauganlage entdeckt worden. Die Feuerwehr verhinderte eine Ausbreitung auf weitere Bereiche der Halle. Verletzt wurde niemand.

Der Freitag wurde zum einsatzreichsten Tag der Woche. In der Nacht bemerkte eine Bewohnerin eines Reihenhauses an der Aldekerkstraße in Heerdt Brandgeruch aus dem Heizungsraum. Sie alarmierte die Feuerwehr und weckte ihre Familie, sodass alle das Gebäude rechtzeitig verlassen konnten. Das Feuer war nach rund 30 Minuten gelöscht, verletzt wurde niemand.

Wesentlich größer war der Einsatz wenige Stunden später am Höherweg in Flingern-Süd. Gegen 14 Uhr gerieten im Werkstattbereich eines Gewerbebetriebes drei Fahrzeuge in Brand. Die starke Rauchentwicklung war weithin sichtbar. Zeitweise warnte die Feuerwehr vor Geruchsbelästigungen durch den Brandrauch. Eine Person wurde schwer verletzt und nach der Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Rund 100 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst waren beteiligt. Teile des Daches mussten geöffnet, versteckte Glutnester bekämpft und das große Gebäude mit Hochleistungslüftern entraucht werden. Erst nach rund sechs Stunden konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle wieder an den Betreiber übergeben. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Am Freitagabend nahm die Polizei außerdem die Tuning- und Poserszene ins Visier. Schwerpunkt der Kontrollen waren Königsallee und Corneliusplatz, zusätzlich waren mobile Teams im Stadtgebiet unterwegs. 67 Fahrzeuge wurden überprüft. Die Bilanz: zwei Strafanzeigen, 24 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, 13 Verwarngelder und drei zur Beweissicherung sichergestellte Fahrzeuge. Bei Geschwindigkeitsmessungen registrierten die Beamten zudem 54 Verstöße.

Der Samstag stellte die Polizei vor eine andere Aufgabe. Mehrere Demonstrationen und gleichzeitig das Heimspiel von Fortuna Düsseldorf sorgten für eine außergewöhnlich hohe Belastung in Innenstadt und Düsseldorfer Norden. Rund 20.000 Menschen beteiligten sich nach Polizeiangaben am größten Demonstrationszug durch die Innenstadt zum Rheinpark. Trotz der hohen Teilnehmerzahl und umfangreicher Straßensperrungen blieb der Aufzug nach den vorliegenden Angaben friedlich; Gegendemonstrationen gab es nicht. Der Sonntag verlief nach den bis Montagmorgen veröffentlichten offiziellen Einsatzmeldungen dagegen deutlich ruhiger, ein weiterer vergleichbarer Großeinsatz im Düsseldorfer Stadtgebiet wurde nicht bekannt.

Damit geht eine Woche zu Ende, in der vor allem schwere Verkehrsunfälle und mehrere Brände die Einsatzkräfte beschäftigten. Zugleich zeigte das Wochenende, welche logistische Herausforderung zehntausende Demonstrierende, ein nahezu ausverkauftes Fußballspiel und der normale Großstadtverkehr für Polizei und Rettungskräfte bedeuten können.

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