33 MILLIONEN EURO FÜR SCHNELLERE HILFE – DÜSSELDORF PLANT ZWEI NEUE…

☝️🫵👉 33 MILLIONEN EURO FÜR SCHNELLERE HILFE – DÜSSELDORF PLANT ZWEI NEUE…
☝️🫵👉 33 MILLIONEN EURO FÜR SCHNELLERE HILFE – DÜSSELDORF PLANT ZWEI NEUE…

☝️🫵👉 33 MILLIONEN EURO FÜR SCHNELLERE HILFE – DÜSSELDORF PLANT ZWEI NEUE RETTUNGSWACHEN

Wenn ein Notruf eingeht, entscheiden nicht nur Personal und Fahrzeug über die Geschwindigkeit der Hilfe. Entscheidend ist auch, von wo ein Rettungswagen startet. Genau an diesem Punkt will Düsseldorf jetzt nachbessern. Die Rettungswachen 24 und 50 sollen ihre bisherigen Standorte verlassen und an strategisch günstigeren Stellen neu gebaut werden. Zusammen geht es um Investitionen von gut 33 Millionen Euro.

Am kommenden Dienstag, 8. September, beschäftigt sich zunächst der Bauausschuss mit beiden Projekten. Die endgültige Entscheidung über Ausführung und Finanzierung soll der Rat am 24. September treffen. Wichtig dabei: Düsseldorf bekommt damit nicht einfach zwei zusätzliche Rettungswachen. Bestehende Standorte werden ersetzt und verlagert, weil ihre Gebäude nicht mehr den Anforderungen entsprechen und die neuen Positionen eine bessere Versorgung ermöglichen sollen.

Wie wichtig die Standortfrage ist, zeigen die Zahlen des Rettungsdienstes. 2025 wurden in Düsseldorf 159.802 Rettungsdiensteinsätze registriert, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Darunter waren 110.847 Notfälle. Für Notfalleinsätze gilt eine Hilfsfrist von acht Minuten bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle. Im vergangenen Jahr wurde diese Vorgabe bei 78,1 Prozent der Einsätze eingehalten. Danach werden noch bis zu zwei weitere Minuten für den Weg bis zur Patientin oder zum Patienten berücksichtigt.

Besonders weit fortgeschritten ist die Planung für die Rettungswache 24. Ihr heutiger Standort am Fürstenwall 206 ist nach Einschätzung der Stadt für eine zeitgemäße Unterbringung des Rettungsdienstes nicht mehr geeignet. Eine sinnvolle Weiterentwicklung im vorhandenen Gebäude sei nicht möglich. Gleichzeitig wird eine Verlagerung in Richtung Westen bereits seit vielen Jahren in der Düsseldorfer Rettungsdienstplanung empfohlen.

Der Neubau soll deshalb nach Hamm an die Kreuzung Völklinger Straße und Fährstraße rücken. Von dort aus soll insbesondere die rettungsdienstliche Abdeckung des Düsseldorfer Hafens verbessert werden. Das rund 8.750 Quadratmeter große städtische Grundstück wird derzeit noch landwirtschaftlich genutzt.

Geplant ist eine moderne Rettungswache mit einer Durchfahrts-Fahrzeughalle und fünf Stellplätzen. Dazu kommen Büro- und Schulungsbereiche, Aufenthalts- und Umkleideräume, Fitnessbereich sowie Schlaf- und Ruheräume für die Besatzungen. Bei der Verkehrsplanung hat die Stadt auch die stark belastete Kreuzung im Blick. Neben der regulären Alarmausfahrt ist eine zusätzliche Notausfahrt vorgesehen, damit Rettungswagen bei einem Rückstau an der Völklinger Straße nicht auf dem Gelände feststecken.

Für die Rettungswache 24 kalkuliert die Stadt derzeit mit rund 15,1 Millionen Euro einschließlich Ausstattung und Inventar. Die mit der Umsetzung beauftragte Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH strebt eine Fertigstellung bis zum dritten Quartal 2028 an.

Noch größer wird das Projekt im Düsseldorfer Norden. Die heutige Rettungswache 50 befindet sich auf dem Gelände des Florence-Nightingale-Krankenhauses an der Kreuzbergstraße 79. Auch dort sieht die Stadt aufgrund der baulichen Situation dringenden Erneuerungsbedarf. Gleichzeitig benötigt die Freiwillige Feuerwehr Kalkum ein neues Gerätehaus. Deshalb sollen beide Einrichtungen künftig an einem gemeinsamen Standort zusammengeführt werden.

Vorgesehen ist ein rund 12.000 Quadratmeter großes Grundstück an der Kreuzung Kalkumer Schloßallee und Zeppenheimer Straße. Die beiden Bereiche bleiben innerhalb des Neubaus organisatorisch voneinander getrennt und können unabhängig arbeiten. Der Standort soll die Versorgung von Kalkum, Kaiserswerth, Angermund und Wittlaer verbessern. Nach den Planungsunterlagen können vom bisherigen Standort Teile der nördlichen Wohngebiete rechnerisch nicht innerhalb von sechs Minuten reiner Fahrzeit erreicht werden.

Auch bei diesem Bau spielt die schnelle Ausfahrt eine zentrale Rolle. Die Rettungsfahrzeuge und die Freiwillige Feuerwehr sollen über die Zeppenheimer Straße ausrücken. Beschäftigte und die im Alarmfall anfahrenden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr erreichen das Gelände über die Kalkumer Schloßallee. Die geschützte Baumallee entlang der Straßen soll dabei erhalten bleiben.

Für Rettungswache und Gerätehaus sind rund 17,94 Millionen Euro eingeplant. Damit liegt dieses Projekt über dem ursprünglich angesetzten projektbezogenen Grobkostenrahmen. Der Mehrbedarf soll zunächst innerhalb des größeren Programms der feuerwehrorganisatorischen Maßnahmen ausgeglichen werden. Die Fertigstellung wird derzeit bis zum dritten Quartal 2029 angestrebt.

Beide Neubauten sollen zudem deutlich moderner und energieeffizienter werden als ihre Vorgänger. Vorgesehen sind unter anderem Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und begrünte Dächer. Die Gebäude werden nach dem Standard DGNB Gold und als Effizienzhaus 40 geplant.

Hinter den beiden Bauprojekten steckt damit weit mehr als der Ersatz alter Gebäude. Düsseldorf verschiebt zwei wichtige Punkte seines Rettungsdienstnetzes dorthin, wo die Stadt in den vergangenen Jahren gewachsen ist oder wo bestehende Standorte die gewünschten Fahrzeiten nicht ausreichend abdecken. Gerade im Hafen und im weitläufigen Norden kann die richtige Adresse einer Rettungswache im Ernstfall einen entscheidenden Unterschied machen.

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