MITTWOCH BIS MITTWOCH: DÜSSELDORF ZWISCHEN BÜDCHENLIEBE, BRAUCHTUM UND EINER NEUEN VERBINDUNG…

☝️🫵👉 MITTWOCH BIS MITTWOCH: DÜSSELDORF ZWISCHEN BÜDCHENLIEBE, BRAUCHTUM UND EINER NEUEN VERBINDUNG…
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☝️🫵👉 MITTWOCH BIS MITTWOCH: DÜSSELDORF ZWISCHEN BÜDCHENLIEBE, BRAUCHTUM UND EINER NEUEN VERBINDUNG ZUM FLUGHAFEN

2. bis 9. September 2026

Es gibt Wochen, in denen ein einzelnes Großereignis Düsseldorf beherrscht. Diese gehört nicht dazu. Diesmal entsteht das spannendere Bild aus vielen unterschiedlichen Orten: aus Schützenplätzen im Süden, Büdchen in den Veedeln, dem Bürgerhaus in Reisholz, Galerien in der Kunststadt, einem fast verschwundenen Zoo, dem Medienhafen und einer neuen Stadtbahnstation unter dem Flughafen.

Der vielleicht wichtigste Termin verändert Düsseldorf sogar über dieses Wochenende hinaus. Am Freitag erreicht die Stadtbahn erstmals direkt das Flughafen-Terminal. Gleichzeitig zeigt der Büdchentag, wie lebendig Düsseldorfer Alltagskultur sein kann. Dazwischen liegen Stadtgeschichte, Nachbarschaftsfeste, Kunst, Familienprogramm und ein ausgesprochen vielseitiges Sportwochenende.

BRAUCHTUM

4. bis 8. September

Nach der kurzen Verschnaufpause im Schützenkalender übernehmen an diesem Wochenende gleich zwei Düsseldorfer Stadtteile. In Holthausen wird vom 4. bis 7. September Schützenfest gefeiert. Unter anderem zieht am Sonntag der große Schützenumzug durch den Stadtteil, am Montag gehört der traditionelle Klompenball zum Programm.

Nur einen Tag später beginnt auch in Hamm das Schützenfest der St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Gefeiert wird dort vom 5. bis 8. September rund um den Nikolaus-Faber-Platz. Damit liegt eines der traditionsreichsten Düsseldorfer Schützenfeste mitten in dieser Woche.

HEIMAT UND VEEDEL

3. bis 7. September

Wer Düsseldorf abseits der großen Bühnen erleben möchte, sollte in dieser Woche besonders auf die Stadtteile schauen. Den Anfang macht am Donnerstag Reisholz. Von 18 bis 21 Uhr endet im Innenhof des Bürgerhauses an der Kappeler Straße 231 die diesjährige Hof-Kultur. Das Akustik-Duo Leǵer beschließt die sommerliche Konzertreihe, der Eintritt ist frei. Das Bürgerhaus selbst ist dabei fast ebenso interessant wie das Programm: Seit 1982 sitzt die Einrichtung in einem ehemaligen Kinosaal und gehört längst zu den festen sozialen und kulturellen Treffpunkten des Stadtteils.

Am Samstag wird dann aus einer Düsseldorfer Selbstverständlichkeit ein stadtweites Kulturereignis. Der Büdchentag feiert zehn Jahre Büdchenliebe. Von 13 bis 22 Uhr beteiligen sich 73 Kioske in zahlreichen Stadtteilen. Das Programm reicht von 42 DJ-Angeboten über 13 Live-Musik-Programme bis zu Kunst, Chören, Essen und sieben ausdrücklich ausgewiesenen Kinder- und Familienangeboten.

Entscheidend ist dabei weniger die Menge als die Idee dahinter. Das Büdchen wird nicht künstlich zum Veranstaltungsort umgebaut – es wird sichtbar gemacht als das, was es in Düsseldorf ohnehin ist: Nahversorger, Treffpunkt, Nachrichtenbörse und manchmal ein kleines Stück Nachbarschaftszentrale. Was 2016 mit Musik an einzelnen Kiosken begann, hat sich zu einem der eigenständigsten Düsseldorfer Stadtfeste entwickelt.

Wer sein Veedel lieber zu Fuß entdeckt, kann ebenfalls am Samstag um 12 Uhr an der Stadtteilbücherei Bilk, Friedrichstraße 127, starten. Ein geführter Spaziergang führt durch Bilk, Friedrichstadt und Unterbilk, stellt besondere Orte und aktuelle Projekte vor und endet gegen 14.30 Uhr an der Rheinkirche.

Am Sonntag wandert der Schwerpunkt nach Flingern. Ab 11 Uhr gehören Fichten- und Pinienstraße dem großen zakk-Straßenfest. Trödelmarkt, Vereine und Initiativen, Kinderspaß und Ausstellungen treffen dort auf Nachbarschaft und Straßenkultur. Ab 15 Uhr beginnt die Live-Musik im zakk-Biergarten. Der Eintritt ist frei.

Und sogar der Montag bietet noch einen kleinen Veedelmoment mit internationalem Hintergrund. Um 19.30 Uhr lädt die Bücherei Wersten an der Liebfrauenstraße 1 zur Serata Italiana. Anlass sind zehn Jahre Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Palermo. Christian Meringolo und Alexandre Martinez bringen italienische Klassiker und moderne Songs in die Stadtteilbibliothek. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich.

STADTGESCHICHTE

3. und 8. September

Am Donnerstag richtet sich der Blick auf einen Düsseldorfer Künstler, dessen Biografie zugleich Teil der Verfolgungsgeschichte der Stadt ist. Im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte an der Marktstraße 2 beginnt um 18.30 Uhr eine Gedenkstunde für Julo Levin. Zwei Tage später, am 5. September, wäre er 125 Jahre alt geworden.

Levin gehörte zur Düsseldorfer Kunstszene, wurde von den Nationalsozialisten verfolgt und 1943 in Auschwitz ermordet. Bei der Gedenkstunde geht es um sein Leben und Werk, seine Verfolgung und um Kinderzeichnungen aus seinem Düsseldorfer Kunstunterricht. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Am Dienstag führt eine andere Geschichte tief ins alte Düsseltal. Um 18 Uhr heißt es im Stadtfenster der Zentralbibliothek am Konrad-Adenauer-Platz 1: Als in Düsseltal die Löwen brüllten.

Vor genau 150 Jahren, 1876, wurde der Zoologische Garten eröffnet. Den Zoo gibt es seit mehr als acht Jahrzehnten nicht mehr, seine Spuren sind jedoch bis heute im Viertel sichtbar. Nicht zuletzt die Bezeichnung Zooviertel erinnert daran. Die Geschichtswerkstatt Düsseldorf zeichnet mit historischen Bildern nach, wie Zoo und Gewerbeausstellung die Entwicklung Düsseltals mitprägten. Für den Vortrag ist eine Anmeldung erforderlich.

STADTLEBEN UND GROSSE TERMINE

4. bis 9. September

Der Freitag bringt eine Veränderung, die für Düsseldorf weit über eine Veranstaltungswoche hinausreicht. Am 4. September geht die neue Stadtbahnverbindung zum Flughafen in Betrieb.

Ab 14 Uhr beginnt der reguläre Fahrgastbetrieb auf dem 1,9 Kilometer langen Neubauabschnitt zwischen Freiligrathplatz und Flughafen-Terminal. Mit der neuen U80 bekommt das Terminal erstmals eine direkte Stadtbahnanbindung an die Innenstadt und den Hauptbahnhof. Die U81 verbindet den Flughafen an ausgewählten Veranstaltungstagen mit Messe und Arena.

Von 14 bis 18 Uhr können Besucher am Hauptzugang der neuen Station am Terminal C den U-Bahnhof kennenlernen und sich über Strecke, Bauprojekt und das neue Verkehrsangebot informieren. Nach vielen Jahren Planung und Bau bekommt Düsseldorf damit eine Verbindung, die für Reisende ebenso relevant ist wie für Beschäftigte am Flughafen und für die gesamte Verkehrsachse im Norden der Stadt.

Während unter dem Flughafen etwas Neues beginnt, läuft wenige Kilometer weiter eine der größten Düsseldorfer Messen ihrem Finale entgegen. Der CARAVAN SALON ist noch bis einschließlich Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr als 250.000 Quadratmeter Messefläche widmen sich Reisemobilen, Caravans, Campervans, Technik, Zubehör, Outdoor-Themen und Reisezielen.

Am Montag wechselt die Stadt dann von mobilem Reisen zu neuen Geschäftsideen. Vom 7. bis 11. September läuft die Startup Week Düsseldorf. In unseren Zeitraum fallen damit die ersten drei Veranstaltungstage. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Künstliche Intelligenz, GreenTech, Health Tech, Finanzierung und Female Entrepreneurship. Dass Düsseldorf diesen Bereich inzwischen ernst nimmt, zeigt auch die Entwicklung der Szene: Die Wirtschaftsförderung zählt heute mehr als 550 Start-ups in der Stadt, 2014 waren es noch rund 100.

KULTUR

3. bis 9. September

Kulturell beginnt das Wochenende bereits am Donnerstag. Um 17 Uhr eröffnet das Stadtmuseum an der Berger Allee 2 die Ausstellung Die Frau auf dem Plakat – Der gedruckte Spiegel der Gesellschaft.

Gezeigt werden Plakate, die vom frühen 20. Jahrhundert bis März 2026 tatsächlich im Düsseldorfer öffentlichen Raum zu sehen waren. An ihnen lässt sich ablesen, wie sich Darstellungen von Frauen, gesellschaftliche Rollenbilder und Fragen der Gleichberechtigung verändert haben. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung Arbeiten von Frauen, die selbst Gestaltung nutzten, um weibliche Perspektiven sichtbarer zu machen. Zu sehen ist sie bis zum 27. September.

Um 19.30 Uhr beginnen am selben Abend im Metropol an der Brunnenstraße die Eine Welt Filmtage. Zum Auftakt läuft Ghost School. Der Film erzählt von einer Zehnjährigen, die verstehen will, warum ihre Schule geschlossen wurde, und dabei auf Korruption und Machtmissbrauch stößt. Die Filmreihe läuft anschließend bis Ende Oktober weiter.

Von Freitag bis Sonntag schlägt dann die Stunde der Galerien. Die DC Open eröffnet traditionell die neue Kunstsaison in Düsseldorf und Köln. Besonders am Freitagabend liegen zahlreiche Ausstellungseröffnungen dicht beieinander. Ab 18 Uhr öffnen unter anderem Galerien an der Birkenstraße und in der Innenstadt ihre neuen Präsentationen. Wer sich für zeitgenössische Kunst interessiert, kann Düsseldorf an diesem Wochenende praktisch von Galerie zu Galerie erlaufen.

Auch das zakk setzt in dieser Woche mehr als nur seinen Straßenfest-Akzent. Am Freitag beginnt dort um 19 Uhr der Zwischenruf U20 Poetry Slam für junge Bühnenliteratur. Am Dienstag steht um 20 Uhr die norwegische Band Motorpsycho auf der Bühne. Das Konzert im zakk ist nach Angaben des Veranstalters die einzige NRW-Show der aktuellen Tour.

FAMILIE

4. bis 8. September

Für Familien verteilt sich das Programm diesmal angenehm über mehrere Tage. Am Freitag beginnt um 15 Uhr auf dem Oberbilker Markt das Interkulturelle Familien- und Sommerfest. Bis 22 Uhr gibt es Kinderaktionen, Essen, Getränke und Live-Musik. Veranstaltet wird das Fest von mehreren Einrichtungen und Initiativen aus Oberbilk.

Ebenfalls am Freitag lädt die Zentralbibliothek ab 16 Uhr Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren zum Acryl-Workshop Malen und Zeichnen ein. In Garath startet bereits um 15.30 Uhr das Family-Gaming in der Stadtteilbücherei.

Am Samstag beginnt der Familientag früh. Um 10.30 Uhr gibt es Geschichtenzeiten in den Büchereien Flingern und Kaiserswerth, um 11.30 Uhr startet in der Zentralbibliothek Game on! mit der Nintendo Switch 2. Von 11 bis 16 Uhr öffnet außerdem der VHS-Biogarten zur Offenen Gartenpforte. Dort können Besucher nicht nur den Garten entdecken, sondern auch Fragen rund ums Gärtnern stellen.

Dazu kommen die Familienangebote des Büdchentages sowie am Sonntag ab 11 Uhr der Kinderspaß beim zakk-Straßenfest. Wer am Sonntag lieber ins Museum geht, findet im Stadtmuseum um 16 Uhr das regelmäßig angebotene familiengerechte Sonntagsprogramm mit kindgerechter Führung und anschließendem Kreativteil.

SPORT

5. bis 9. September

Der Samstag beginnt sportlich im Medienhafen – allerdings ganz anders als ursprünglich geplant. Die zehnte Ausgabe von Düsseldorf am Ruder für Menschen mit Krebs kann wegen des niedrigen Wasserstands nicht als klassische Regatta im Hafenbecken stattfinden.

Ab 10.30 Uhr wird deshalb an Land gerudert. Rund 100 Teams treten auf 16 Ruder-Ergometern entlang des Julo-Levin-Ufers gegeneinander an. Die Benefizveranstaltung von Ruderclub Germania Düsseldorf und Krebsgesellschaft NRW verbindet sportlichen Wettbewerb mit einem wichtigen Anliegen: Die Erlöse unterstützen Projekte für Menschen mit Krebs. Gegen 17 Uhr ist die Siegerehrung vorgesehen, die Veranstaltung läuft bis 18 Uhr.

Fast zeitgleich schlägt Borussia Düsseldorf im ARAG CenterCourt auf. Um 13 Uhr empfängt der Tischtennis-Bundesligist den TTC Schwalbe Bergneustadt. Borussia ist mit drei Siegen aus den ersten drei Ligapartien in die neue Saison gestartet.

Am Sonntag wird dann eine der bekanntesten Straßen Düsseldorfs zur Laufstrecke. Die New Balance Kö Meile bringt Kinder, Jugendliche, Breitensport und Elite auf die Königsallee. Um 9.30 Uhr starten die Bambini. Die Elitefelder über fünf Kilometer folgen um 10.40 Uhr bei den Frauen und um 11.05 Uhr bei den Männern. Die Elite-Meile beginnt um 13.15 Uhr für die Frauen und um 14 Uhr für die Männer. Um 13.30 Uhr steht die REHACARE-Inklusions-Halbmeile auf dem Programm, um 14.35 Uhr startet die Kö-Meile für Jedermann.

Und auch Fortuna hat eine intensive Woche vor sich. Am Sonntag um 19.30 Uhr geht es in der 3. Liga auswärts zu Fortuna Köln. Bereits am Mittwoch, 9. September, folgt um 19.30 Uhr die erste Runde des Niederrheinpokals gegen den SV Biemenhorst. Gespielt wird im Stadion am Hünting in Bocholt, die Partie ist ausverkauft.

So entsteht zwischen diesem Mittwoch und dem nächsten ein ziemlich vollständiges Düsseldorf-Panorama. Tradition lebt in Holthausen und Hamm, Nachbarschaft auf Fichtenstraße und am Büdchen, Geschichte in der Mahn- und Gedenkstätte und im alten Zooviertel. Gleichzeitig fährt erstmals eine Stadtbahn direkt unter das Flughafen-Terminal, die Galerien öffnen ihre Türen und die Königsallee wird zur Laufbahn.

Vielleicht ist genau das die Stärke dieser Woche: Man muss nicht zu einem einzigen Großereignis gehen, um Düsseldorf zu erleben. Man muss nur rausgehen.

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