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Für rund 5.600 Düsseldorfer Kinder beginnt in der kommenden Woche ein neuer Lebensabschnitt. Am 2. und 3. September werden die neuen Erstklässler eingeschult. Gleichzeitig verändert sich mit dem Schuljahr 2026/27 die Ganztagsbetreuung grundlegend – und auf den Straßen rund um die Schulen wird das Ordnungsamt deutlich genauer hinschauen.
Etwa 5.200 der neuen i-Dötzchen besuchen eine städtische Grundschule, weitere rund 170 Kinder sind an nichtstädtischen Grundschulen in Düsseldorf oder außerhalb der Stadt angemeldet. Insgesamt gibt es in Düsseldorf mehr als 90 Grundschulen.
Mit dem neuen Schuljahr startet außerdem schrittweise der gesetzliche Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Bundesweit gilt er zunächst für die neuen Erstklässler und wird anschließend Jahr für Jahr ausgeweitet. Düsseldorf geht darüber hinaus: Bereits ab diesem Schuljahr soll allen Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 4 an Grund- und Förderschulen ein Betreuungsangebot gemacht werden können.
Eltern können dabei zwischen Betreuung bis 14, 15 oder 16 Uhr wählen. Die Nachfrage ist groß: Rund 90 Prozent der Düsseldorfer Familien nutzen eines dieser Ganztagsmodelle. Knapp 54 Prozent haben sich für eine Betreuung bis 16 Uhr entschieden, rund 28 Prozent bis 15 Uhr und etwa acht Prozent bis 14 Uhr.
Damit das auch räumlich funktioniert, baut Düsseldorf seine Schulen weiter aus. Bis 2030 sollen insgesamt rund zwei Milliarden Euro in den Schulbau fließen. Mehr als 10.000 zusätzliche Schulplätze sollen dadurch entstehen, über 9.000 davon stehen nach Angaben der Stadt bereits zum neuen Schuljahr zur Verfügung.
MEHR RADAR RUND UM DÜSSELDORFS SCHULEN
Mit dem Schulstart richtet sich der Blick aber nicht nur auf Klassenzimmer und Betreuung. Besonders in den ersten beiden Wochen nach den Ferien sieht die Stadt ein erhöhtes Unfallrisiko, weil viele Kinder erstmals regelmäßig und selbstständig im Straßenverkehr unterwegs sind.
Ab Mittwoch, 2. September, setzt das Ordnungsamt deshalb bis zu fünf Radarwagen sowie zwei sogenannte Enforcement-Trailer auf Düsseldorfer Schulwegen ein. Kontrolliert werden vor allem Geschwindigkeit und Haltverbote.
Dass die Kontrollen keine reine Vorsichtsmaßnahme sind, zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr: Zum damaligen Schulstart wurden bei Geschwindigkeitskontrollen 2.171 Verwarnungen und 226 Bußgelder verhängt. Hinzu kamen mehr als 1.700 Verwarnungen wegen falsch abgestellter Fahrzeuge rund um Schulen.
Ein besonderes Problem bleiben dabei die sogenannten Elterntaxis. Immer wieder werden Kinder direkt vor dem Schultor abgesetzt – teilweise im Haltverbot, in zweiter Reihe oder auf Geh- und Radwegen. Was für das eigene Kind bequem und sicher wirken soll, kann für andere Kinder schnell zur Gefahr werden, weil Sichtachsen blockiert werden und unübersichtliche Situationen entstehen.
Für Düsseldorf beginnt damit am 2. September weit mehr als nur ein neues Schuljahr: Tausende Kinder entdecken erstmals ihren täglichen Schulweg, Familien bekommen neue Möglichkeiten bei der Betreuung – und rund um die Schulen gilt für Autofahrer besonders: Fuß vom Gas und Augen auf.
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