1:5 UND TROTZDEM IST LORD DER GEWINNER

🔴⚪ 1:5 UND TROTZDEM IST LORD DER GEWINNER 🔴⚪

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FORTUNA BRICHT GEGEN FREIBURG AUSEINANDER

Fortuna Düsseldorf ist nach einem 1:5 gegen den SC Freiburg bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Das Ergebnis fiel am Ende deutlicher aus, als es lange Zeit auf dem Platz aussah, doch schönreden lässt sich der Auftritt trotzdem nicht. Fortuna stand zunächst kompakter als zuletzt gegen Hoffenheim II und zeigte mehr Einsatz, blieb offensiv aber erneut viel zu harmlos. Freiburg nutzte seine Qualität konsequent und ging durch Lucas Höler verdient in Führung.

Dass die Partie trotzdem bis weit in die zweite Halbzeit offen blieb, lag vor allem an Louis Lord. Der junge Keeper bekam seine Chance und nutzte sie eindrucksvoll. Mehrfach verhinderte er gegen die Freiburger Offensive eine frühere Entscheidung und war trotz fünf Gegentreffern der mit Abstand stärkste Düsseldorfer. Ohne seine Paraden hätte dieser Pokalabend noch deutlich unangenehmer enden können.

Für Diskussionen sorgte zudem eine Szene vor der Pause. Freiburgs Torhüter Mio Backhaus nahm einen kontrollierten Rückpass eines Mitspielers mit den Händen auf, Fortuna reklamierte sofort – Schiedsrichter Robert Hartmann ließ jedoch weiterspielen. Nach unserer Auffassung hätte es hier einen indirekten Freistoß geben müssen. Das war eine klare Chance, die Fortuna genommen wurde, darf aber gleichzeitig nicht als Erklärung für die spätere 1:5-Niederlage herhalten.

Denn spätestens ab der 70. Minute brach Düsseldorf auseinander. Igor Matanovic erhöhte auf 0:2, kurz darauf fiel bereits das 0:3. Fabian Schleusener brachte Fortuna zwar noch einmal auf 1:3 heran, doch Freiburg antwortete sofort und machte mit zwei weiteren Treffern alles klar. Gerade diese Schlussphase muss Alexander Ende beschäftigen. Gegen einen Bundesligisten darf man verlieren, aber ein bis dahin ordentlich geführtes Spiel innerhalb weniger Minuten komplett aus der Hand zu geben, passt leider zum bislang äußerst wackeligen Saisonstart.

Unterm Strich bleibt ein ernüchternder Abend. Fortuna zeigte phasenweise mehr Haltung als zuletzt, doch nach drei Pflichtspielen fehlt weiterhin die Stabilität über 90 Minuten und vor allem die Durchschlagskraft nach vorne. Der große Lichtblick heißt Louis Lord – und genau das sagt gleichzeitig einiges über dieses Spiel aus.

Das Pokalaus ist kein Drama. Viel wichtiger ist jetzt die Reaktion in der Liga. Gegen Stuttgart II braucht Fortuna nicht wieder nur gute Ansätze, sondern endlich Punkte.

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