🔴⚪ ERIK WEKESSER IM FORTUNA-CHECK:
⚪🔴 SOFORTHILFE ODER FALSCHES SIGNAL?
Fortuna Düsseldorf steht offenbar kurz vor der Verpflichtung von Erik Wekesser vom 1. FC Kaiserslautern. Der 29-Jährige bringt mehr als 150 Zweitligaspiele mit und hat einen durchaus interessanten Karriereweg hinter sich: Ausgebildet wurde er beim FCK zunächst offensiver, über Koblenz und Walldorf führte ihn sein Weg zu Jahn Regensburg, wo er sich schließlich als Linksverteidiger etablierte. Danach folgten Stationen beim 1. FC Nürnberg und erneut in Kaiserslautern. Seine Karriere wurde zwischenzeitlich durch eine schwere Kreuzbandverletzung gebremst, dennoch kämpfte er sich zurück in den Profifußball. Wekesser ist Linksfuß, körperlich robust und kann nicht nur als klassischer Linksverteidiger, sondern auch als Schienenspieler oder weiter vorne auf der linken Seite eingesetzt werden. Gerade diese Flexibilität könnte für Fortuna interessant sein, denn in den bisherigen Spielen fehlten über die Außenbahnen immer wieder Tempo, Breite und klare Lösungen.
Ganz ohne Fragezeichen ist der mögliche Transfer allerdings nicht. Wekesser spielte beim FCK zuletzt keine tragende Rolle mehr und Fortuna hat mit Sascha Risch erst in diesem Sommer bereits einen erfahrenen Linksverteidiger verpflichtet. Deshalb darf man sich durchaus fragen, warum nun mit Wekesser ein weiterer Spieler für einen ähnlichen Bereich kommen soll. Andererseits spricht einiges dafür, dass Fortuna nach dem schwachen Saisonstart bewusst einen Profi sucht, der sofort helfen kann und nicht erst an die Anforderungen des Profifußballs herangeführt werden muss. Mehr als 150 Zweitligaspiele sind für einen Drittligisten ein gewichtiges Argument. Wenn Wekesser körperlich fit ist und noch die Dynamik besitzt, die ihn vor allem in Regensburg ausgezeichnet hat, könnte er in dieser Liga durchaus eine echte Verstärkung sein. Seine Erfahrung dürfte außerdem einer Mannschaft guttun, die momentan nicht nur taktisch, sondern teilweise auch mental erstaunlich unsicher wirkt.
Trotzdem bleibt die grundsätzliche Frage: Warum nicht jünger? Mit 29 Jahren ist Wekesser keineswegs zu alt, aber er ist ganz klar eine Verpflichtung für das Hier und Jetzt. Ein großer Wiederverkaufswert oder eine langfristige Entwicklungsperspektive spielen bei diesem Transfer kaum eine Rolle. Gerade Fortuna könnte mit seiner Infrastruktur, seinen Zuschauerzahlen und der Perspektive auf eine Rückkehr in die 2. Bundesliga eigentlich auch für hochinteressante Spieler Anfang 20 eine enorme Adresse sein. Solche Spieler könnten gemeinsam mit jungen Kräften wie Sauck, Slimani, Paulina oder van der Sloot wachsen und gleichzeitig sportlichen wie wirtschaftlichen Wert entwickeln. Vielleicht braucht Fortuna nach diesem Fehlstart tatsächlich genau die Erfahrung eines Erik Wekesser – dann muss er allerdings auch relativ schnell zeigen, warum man sich bewusst gegen eine jüngere Lösung entschieden hat. Was meint ihr: Ist Wekesser genau die Soforthilfe, die Fortuna jetzt braucht, oder hätte F95 auf dieser Position lieber in einen jüngeren Spieler mit Entwicklungspotenzial investieren sollen?
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