🔴⚪ Fortuna Düsseldorf – 1. FC Magdeburg 2:1 (1:0)

🔴⚪ Fortuna Düsseldorf – 1. FC Magdeburg 2:1 (1:0)

24. November 2025 Fortuna4You 0
🔴⚪ Fortuna Düsseldorf – 1. FC Magdeburg 2:1 (1:0)

🔴⚪ Fortuna Düsseldorf – 1. FC Magdeburg 2:1 (1:0)
Doppelpack Itten, Weltklasse-Kaste – und eine Fortuna, die sich gewaltig im Spiegel anschauen muss

Was für ein Nachmittag in der Merkur Spiel-Arena: erst Gänsehaut wegen der Gedenkminute für Dieter Herzog, dann minutenlanger Stimmungsboykott, später ein medizinischer Notfall auf der Tribüne – und am Ende ein 2:1-Sieg, der sich auf dem Papier gut liest, aber auf dem Rasen eher wie ein deutlich verlorenes Spiel aussah.

Aufstellung & Grundordnung – viel Stabilität war das nicht

Markus Anfang musste erneut umbauen: Zimmermann verletzt raus, Heyer rechts rein, davor die Doppelsechs El Azzouzi/Breithaupt, vorne Muslija, Rasmussen, Iyoha hinter Itten. Auf dem Papier ein vernünftiges 4-2-3-1, in der Praxis aber oft ein wildes 4-irgendwas-irgendwas.

Magdeburg übernahm schnell das Kommando, Fortuna stand tief, lief hinterher und wartete fast ausschließlich auf Konter. Die Gäste hatten mehr Ball, mehr Tempo, mehr Ideen – und leider auch deutlich mehr Torchancen.

Erste Hälfte: Effizienz statt Fußball

Schon nach vier Minuten die erste Riesenchance für F95: Rasmussen läuft alleine auf Reimann zu, wird aber eingeholt, weil er weder Tempo aufnimmt noch früher abschließt – sinnbildlich für viele seiner falschen Entscheidungen an diesem Tag.

Magdeburg wirkt strukturierter, kombiniert vor allem über die Außen immer wieder gefährlich in unseren Strafraum. Ghrieb und Nollenberger vergeben aber gute Gelegenheiten, und was aufs Tor kommt, frisst Kastenmeier – mal wieder im Modus „Feuerwehr allein auf weiter Flur“.

Fortuna selbst: wenig Ballbesitz, kaum geordneter Spielaufbau. Iyoha jagt eine Hundertprozentige weit über den Kasten. Trotzdem steht es zur Pause 1:0 für Rot-Weiß: Oberdorf erobert im Mittelfeld den Ball, Muslija flankt – abgefälscht, Itten am langen Pfosten zur Stelle, Abstauber-Tor im klassischen Knipser-Stil. Effizienz: 1, Fußball: 0.

Zweite Hälfte: Kaste gegen alle – und Fortuna bettelt um den Ausgleich

Nach der Pause dasselbe Bild – nur noch deutlicher. Magdeburg drückt, Fortuna steht immer tiefer. Die Gäste schießen am Ende 25-mal aufs Tor, haben rund zwei Drittel Ballbesitz und spielen unsere Defensive phasenweise schwindelig.

Kastenmeier hält dreimal überragend, El Azzouzi und Daland blocken mit „alles rein“-Mentalität, was zu blocken ist. Taktisch wirkt das Ganze aber wie ein Hühnerhaufen: riesige Abstände, Stellungsfehler, kaum Abstimmung. Besonders bitter: das große Loch im Mittelfeld, wenn Magdeburg aufbaut – die Fortuna schenkt dem Tabellenletzten gefühlt den halben Platz.

Offensiv setzt F95 nur noch Nadelstiche: Muslija scheitert an Reimann, Rasmussen vergibt erneut freistehend, als er nach einem katastrophalen Rückpass an den Ball kommt und den Keeper ausspielen will, statt konsequent abzuschließen. Wieder falsche Entscheidung, wieder keine Belohnung.

Die Schlussphase: erst der Schlag in die Magengrube, dann der Lucky Punch

Dass Magdeburg irgendwann trifft, ist fast zwangsläufig. Natürlich geschieht es dann maximal bitter: Flache Hereingabe von rechts, Lenz will klären, fälscht ins eigene Tor ab – 1:1 in der 89. Minute. Für den Routinier nach langer Verletzungspause ein brutaler Moment.

Doch der Fußball schreibt manchmal sehr merkwürdige Drehbücher: In der Nachspielzeit flankt der eingewechselte Danny Schmidt von rechts in den Strafraum, Itten steigt hoch und köpft das Ding humorlos ins lange Eck. 90.+5, 2:1, völliger Eskalationsmodus – zumindest bei denen, die nach diesen 90 Minuten noch Nerven übrig haben.

Zahlen lügen nicht – und sie sind ziemlich gnadenlos

Schaut man auf die Stats, wird klar, wie dünn dieses 2:1 wirklich war:

11:25 Torschüsse aus Fortuna-Sicht
36% Ballbesitz für F95
Magdeburg mit deutlich mehr klaren Abschlüssen und spielerischer Linie

Ohne Kastenmeier im Weltklasse-Modus und einen eiskalten Itten spricht hier alles für einen Auswärtssieg des Tabellenletzten. Genau deshalb wirkt der Jubel über den Befreiungsschlag unter Anfang ein bisschen schal – sportlich war das über weite Strecken Zweitliga-Abstiegskampf in Reinform.

Einordnung für Fortuna4You: Drei Punkte – aber kein Befreiungsschlag im Kopf

Ja, das Ergebnis tut der Tabelle gut. Ja, es war wichtig, endlich zu Hause zu gewinnen und unter Anfang den ersten Dreier einzufahren. Und ja, Charakter war da: Die Mannschaft hat gekämpft, ist nach dem 1:1 nicht komplett eingebrochen und hat sich den Lucky Punch erzwungen.

Aber:

Die Defensive wirkte über weite Strecken fahrig und schlecht abgestimmt. Das Mittelfeld ließ sich zu leicht auseinanderziehen, Pressing-Ideen waren kaum zu erkennen. Im Offensivspiel fehlten Tempo, Kreativität und klare Abläufe – zu oft wurde falsch entschieden, zu langsam gedacht.

Kurz gesagt: Fortuna gewinnt, weil sie einen überragenden Torwart und einen echten Knipser vorne drin hat – nicht, weil der Plan aufgegangen ist.

Ausblick

In Dresden wartet das nächste Kellerkind. Wenn F95 dort wieder so auftritt wie gegen Magdeburg, wird man sich auf diesen Dusel kaum verlassen können. Für uns bei Fortuna4You bleibt deshalb das Fazit:

> Wichtiger Sieg, aber kein Grund, sich in Sicherheit zu wiegen.
> Wer so spielt wie gegen Magdeburg, hat eher einen Warnschuss als einen Befreiungsschlag erlebt.

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