
☝️🫵👉 AUF NACH ROSTOCK – JETZT SOLL AUS AUFBRUCH EIN AUSWÄRTSSIEG WERDEN!
Die Vorfreude ist zurück, und am Samstag bekommt sie endlich einen Anstoßtermin: Um 14 Uhr beginnt im Rostocker Ostseestadion das erste Pflichtspiel unserer Fortuna unter Jens Langeneke. Adam Bodzek steht ihm als Co-Trainer zur Seite. Für uns Fortunen steckt in diesem Nachmittag die Hoffnung, dass aus einem Trainerwechsel ein echter sportlicher Neustart wird. Die Aufgabe ist anspruchsvoll. Doch wer sich die Lage beider Mannschaften genauer anschaut, findet durchaus Gründe, mit Zuversicht an die Ostsee zu fahren.
Schon die Tabelle zeigt, wie viel in dieser Partie steckt. Hansa steht nach zehn Spieltagen mit 15 Punkten auf Rang sechs, Fortuna folgt mit 14 Zählern auf Platz zehn. Beide haben viermal gewonnen. Mit einem Auswärtssieg würden wir an den Rostockern vorbeiziehen und den Druck auf die Mannschaften vor uns erhöhen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt vor diesem Spieltag vier Punkte, auf den zweiten direkten Aufstiegsplatz sechs. Da ist noch einiges möglich – sofern Fortuna jetzt anfängt, regelmäßiger zu liefern.
Der Formcheck unserer Mannschaft erzählt bislang von verpasster Konstanz. Aus den letzten fünf Ligaspielen stehen zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche: dem 2:1 in Regensburg folgten das 0:1 in Aachen, das 2:2 gegen Verl, der 2:1-Erfolg in Münster und schließlich das ernüchternde 1:3 gegen Saarbrücken. Sieben Punkte und 7:8 Tore sind eine durchwachsene Bilanz. Die Auswärtssiege zeigen aber auch, dass diese Mannschaft enge Begegnungen auf fremdem Platz für sich entscheiden kann. Genau daran darf sie in Rostock anknüpfen.
Interessanterweise holte auch Hansa aus seinen letzten fünf Ligapartien sieben Punkte. Auf das 3:2 gegen Stuttgart II und das 1:1 in Essen folgte ein 2:0 in Würzburg, ehe die Rostocker gegen Meppen und in Aachen jeweils mit 0:2 verloren. Auch dort hat ein Trainerwechsel die Probleme bislang nicht dauerhaft gelöst: André Breitenreiter gewann seinen Einstand in Würzburg, musste anschließend jedoch zwei Niederlagen ohne eigenen Treffer hinnehmen. Fortuna trifft auf einen Gegner, der selbst dringend ein Erfolgserlebnis braucht.
Besonders aufmerksam sollten wir auf Hansas Heimbilanz schauen. Aus vier Auftritten im Ostseestadion wurden bislang fünf Punkte: zwei Unentschieden, ein Sieg und zuletzt die Niederlage gegen Meppen. Die Unterstützung von den Rängen ist also bisher keineswegs automatisch in Heimsiege umgemünzt worden. Dazu kommen insgesamt 19 Gegentore in zehn Ligaspielen. Für eine Fortuna, die selbst erst elfmal getroffen hat, liegt hier eine konkrete Chance: Rostocks Defensive bietet Angriffspunkte. Wir müssen sie mit entschlossenen Läufen, guten Entscheidungen und sauberen Abschlüssen nutzen.
Langenekes erste Aussagen passen zu dieser Aufgabe. Er möchte mehr Torgefahr entwickeln und mehr Spieler ins Angriffsdrittel bringen, dabei aber die Absicherung gegen Konter im Blick behalten. „Wir wollen schnellstmöglich ins Punkten kommen“, erklärte er nach dem Trainingsauftakt gegenüber BILD. Unsere Erwartung für Samstag ist deshalb eine Mannschaft, die gemeinsam nachrückt, ihrem Angriff Unterstützung gibt und nach Ballverlusten geschlossen reagiert. Ein paar besser abgestimmte Abläufe können in einer engen Begegnung bereits den Unterschied ausmachen.
Aufmerksam bleiben muss Fortuna vor allem auf Rostocks linker Seite. Leon Dajaku, bislang mit zwei Toren und drei Vorlagen, bildet dort mit Niklas Kölle eine gefährliche Verbindung. Beide kennen sich bereits aus Ulm. Auch Standards gehören zu Hansas Stärken. Gleichzeitig offenbarten die Rostocker beim 0:2 gegen Meppen genau dort eigene Schwächen: Beide Gegentreffer entstanden nach Eckbällen. Für uns bedeutet das, die Zuordnung im eigenen Strafraum ernst zu nehmen und die eigenen ruhenden Bälle als echte Torchancen vorzubereiten.
Personell bleiben mit Stand Donnerstag noch Fragen offen. Beim Düsseldorfer Trainingsauftakt am Dienstag fehlten Anas Slimani, Erik Wekesser, Louis Lord und Sascha Risch krankheitsbedingt; ihre Rückkehr ins Mannschaftstraining war für diese Woche vorgesehen. Eine verlässlich bestätigte Einsatzentscheidung für Samstag liegt für diese vier damit noch nicht vor. Hansa muss auf den rotgesperrten Jonas Dirkner verzichten. Dajaku war in Aachen angeschlagen und leicht erkältet zur Pause ausgewechselt worden – auch seine Belastbarkeit verdient deshalb Aufmerksamkeit.
Wie wahrscheinlich ist nun der erhoffte Auswärtssieg? Der aktuelle Wettmarkt sieht Rostock vorne. Aus den am Donnerstagmorgen veröffentlichten Durchschnittsquoten ergeben sich nach Herausrechnung der Anbietermarge ungefähr 47 Prozent für einen Hansa-Sieg, 26 Prozent für ein Unentschieden und 28 Prozent für Fortuna; die kleine Abweichung von 100 Prozent entsteht durch Rundung. Das ist eine Momentaufnahme der Markterwartung. Unsere Zuversicht gründet sich auf Hansas jüngste Rückschläge, die anfällige Abwehr und die Aussicht, dass Langeneke vorhandene Qualität besser auf den Platz bringt. Wie stark sein Einfluss bereits nach wenigen Trainingstagen ausfällt, bleibt offen.
Gerade deshalb wird spannend, wie Fortuna mit den ersten schwierigen Minuten umgeht. Ein guter Neustart zeigt sich auch darin, nach einem verlorenen Zweikampf dranzubleiben, dem Mitspieler zu helfen und sich nach einer vergebenen Chance die nächste zu erarbeiten. Langeneke und Bodzek können Orientierung und Überzeugung vermitteln. Die Spieler haben am Samstag die Gelegenheit, daraus einen Auftritt zu machen, der uns wieder mitreißt.
Unser optimistischer F4Y-Fan-Tipp lautet 2:1 für Fortuna. Dafür braucht es einen konzentrierten, mutigen Nachmittag und mehr Konsequenz vor dem Tor. Wer nicht im Ostseestadion dabei ist, kann die Partie am Samstag, 24. Oktober, live im NDR und im Sportschau-Livestream verfolgen. Die Vorfreude ist da. Jetzt wollen wir gemeinsam den nächsten Schritt sehen. Auf geht’s, Fortuna – holen wir uns diesen Rückenwind auch für die Tabelle!
Was glaubt ihr: Gelingt Langeneke und Bodzek der Einstand mit drei Punkten? Eure Tipps sind gefragt!
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