
☝️🫵👉 BLAULICHTWOCHE DÜSSELDORF: WOHNUNGSBRAND, MESSERANGRIFF UND VERDACHT AUF ILLEGALES RENNEN
Die Düsseldorfer Blaulichtwoche vom 12. bis 18. Oktober war von mehreren schweren Einsätzen geprägt. Besonders zum Ende der Woche beschäftigten ein versuchtes Tötungsdelikt in Lichtenbroich und ein Wohnungsbrand in Rath die Einsatzkräfte. Daneben ermittelt die Polizei nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen, mehreren Raubtaten und Verkehrsunfallfluchten. Auch Feuerwehr und Bundespolizei waren bei größeren Einsätzen gefordert.
Der schwerste Feuerwehreinsatz des Wochenendes ereignete sich am Sonntagnachmittag in Rath. Gegen 16.42 Uhr brannten an der Dorstener Straße der Balkon und ein Zimmer einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses bereits in voller Ausdehnung, als die ersten Kräfte eintrafen. Zwei Erwachsene und zwei Kinder hatten die Wohnung selbstständig verlassen können. Alle vier wurden vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Nach rund 30 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Die Brandwohnung und eine weitere Wohnung sind vorerst nicht bewohnbar. Insgesamt waren 62 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.
Bereits am Freitagnachmittag war in Lichtenbroich ein Streit zwischen zwei Bekannten eskaliert. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gerieten ein 46- und ein 36-Jähriger auf einem Parkplatz am Kieshecker Weg zunächst verbal aneinander. Der 46-Jährige soll seinen Kontrahenten anschließend mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Lebensgefahr bestand nach Polizeiangaben nicht. Der Tatverdächtige flüchtete zunächst mit einem Pkw, konnte aber im Zuge der Fahndung gestoppt und festgenommen werden. Ein Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft an. Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.
Für Aufsehen sorgte auch ein Verkehrsunfall am Donnerstagabend in Düsseldorf-Hamm. An der Kreuzung Plockstraße und Völklinger Straße prallte ein Ferrari gegen einen Brückenpfeiler. Der 18-jährige Fahrer und sein 17-jähriger Beifahrer wurden leicht verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen waren ein Ferrari und ein BMW auf der Plockstraße unterwegs, bevor der Ferrari mit hoher Geschwindigkeit überholte und der Fahrer die Kontrolle verlor. Die Polizei prüft den Verdacht eines illegalen Kraftfahrzeugrennens. Beide Fahrzeuge wurden sichergestellt. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 320.000 Euro.
Auch an anderer Stelle spielte riskantes Verhalten im Straßenverkehr eine Rolle. Am Montagabend musste ein Linienbus auf der Kölner Straße eine Gefahrenbremsung einleiten, nachdem ein Pkw unmittelbar vor dem Bus verbotswidrig zu einem Wendemanöver angesetzt hatte. Ein Fahrgast stürzte und wurde schwer verletzt, während der Autofahrer weiterfuhr. In Pempelfort wurde zudem am Mittwochmorgen ein neunjähriges Kind auf einem Gehweg zwischen Ehrenstraße und Prinz-Georg-Straße von einer Radfahrerin erfasst und leicht verletzt. Die Frau setzte ihre Fahrt fort. In beiden Fällen sucht die Polizei weiterhin Zeugen.
Glück im Unglück gab es am Donnerstagabend in einem Alten- und Pflegeheim an der Industriestraße in Oberbilk. Eine automatische Brandmeldeanlage schlug um 21.29 Uhr Alarm, nachdem in einem Zimmer im vierten Obergeschoss Feuer ausgebrochen war. Die Feuerwehr war bereits wenige Minuten später vor Ort. 13 Bewohner der Etage wurden vom Rettungsdienst untersucht, niemand musste ins Krankenhaus. Das betroffene Zimmer ist allerdings nicht mehr bewohnbar. Die Kriminalpolizei untersucht die Brandursache.
Mehrere Ermittlungen beschäftigen außerdem die Kriminalpolizei. Im Bereich des Volksgartens wurden am Mittwochabend zunächst ein Taxifahrer und kurze Zeit später ein 30-Jähriger überfallen. Der Taxifahrer war mit sechs Fahrgästen vom Hauptbahnhof zur Emmastraße gefahren. Dort soll er aus seinem Wagen gezogen, geschlagen, getreten und mit Pfefferspray angegriffen worden sein. Geldbörse und Mobiltelefon wurden geraubt. Wenig später wurde ein Mann auf einer Parkbank im Volksgarten von mehreren Personen angegriffen und seines Rucksacks beraubt. Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang.
In Pempelfort nahm die Polizei am Donnerstag zwei mutmaßliche Einbrecherinnen im Alter von 16 und 20 Jahren fest. Zivilbeamte hatten die beiden während eines Schwerpunkteinsatzes beobachtet. Nachdem zunächst an der Gneisenaustraße Haustüren manipuliert worden sein sollen, gelangten die Frauen nach Polizeiangaben an der Collenbachstraße in ein Mehrfamilienhaus. Bei ihrer Kontrolle fanden die Beamten Einbruchswerkzeug. Beide wurden festgenommen.
Ein ungewöhnlicher Fund gelang Zivilkräften außerdem bei einer Verkehrskontrolle in Oberbilk. In einem Pkw wurden unter anderem eine Schreckschusswaffe, ein Einhandmesser, ein Cuttermesser, Munition, ein Baseballschläger, Pyrotechnik sowie Sturmhauben und Handschuhe mit Knöchelschutz entdeckt. Die Gegenstände wurden sichergestellt und ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Auch die Bundespolizei hatte am Düsseldorfer Hauptbahnhof alle Hände voll zu tun. Ein 36-Jähriger soll dort einen Reisenden angegriffen und sich anschließend gegen einen einschreitenden Bundespolizisten gewehrt haben. Seine 24-jährige Begleiterin soll versucht haben, ihn zu befreien und dabei einen Beamten angegriffen haben. Beide wurden zur Dienststelle gebracht. Die Beamten blieben unverletzt. Gegen das Paar wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.
In mehreren Fällen dauern die Ermittlungen an. Hinweise zu den noch ungeklärten Raub- und Verkehrsunfallfluchten nimmt die Düsseldorfer Polizei unter 0211 870-0 entgegen.
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