5.600 KLEINE LICHTER FÜR MEHR SICHERHEIT – DÜSSELDORFS ERSTKLÄSSLER BEKOMMEN LED-BLINKIS!

☝️🫵👉 5.600 KLEINE LICHTER FÜR MEHR SICHERHEIT – DÜSSELDORFS ERSTKLÄSSLER BEKOMMEN LED-BLINKIS!
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Wenn die Tage kürzer werden und viele Kinder morgens noch in der Dämmerung zur Schule gehen, wird Sichtbarkeit zu einer wichtigen Frage der Verkehrssicherheit. Gerade die jüngsten Verkehrsteilnehmer werden zwischen parkenden Autos, an unübersichtlichen Kreuzungen oder bei Regen und Dunkelheit leicht übersehen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf setzt deshalb in diesem Herbst auf eine neue Maßnahme: Rund 5.600 Erstklässlerinnen und Erstklässler erhalten erstmals kleine LED-Blinklichter, die sie auf ihrem täglichen Schulweg besser sichtbar machen sollen.

Den Auftakt machte am Mittwoch, dem 14. Oktober, die Regenbogenschule an der Kirchfeldstraße in Friedrichstadt. Dort überreichte Marcus Beyer, Düsseldorfs Dezernent für Mobilität und Infrastruktur, die ersten sogenannten LED-Blinkis persönlich an die Schulkinder. Die kleinen Sicherheitslichter lassen sich mit einem Karabinerhaken unkompliziert an Jacken, Schulranzen oder Rucksäcken befestigen. Anders als herkömmliche Reflektoren leuchten sie selbst und müssen nicht erst von einem Autoscheinwerfer angestrahlt werden.

Nach Angaben der Stadt können Kinder mit den Blinklichtern bei Dunkelheit bereits aus einer Entfernung von bis zu 140 Metern sichtbar sein. Das verschafft anderen Verkehrsteilnehmern die Möglichkeit, früher auf sie aufmerksam zu werden und entsprechend zu reagieren. Besonders für Erstklässler, die erst seit wenigen Wochen selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen, kann diese zusätzliche Sichtbarkeit hilfreich sein.

Die Stadt verändert damit ihre bisherige Strategie. In den vergangenen Jahren wurden zum Schulbeginn Warnwesten verteilt. Allerdings zeigte sich, dass viele Kinder diese im Alltag nicht regelmäßig trugen. Deshalb suchte die Verwaltung nach einer Alternative, die weniger umständlich ist und von den Kindern möglichst selbstverständlich genutzt wird. Als Vorbild dient eine Aktion des Kreises Mettmann, bei der gemeinsam mit der örtlichen Verkehrswacht bereits positive Erfahrungen mit den kleinen Blinklichtern gesammelt wurden.

Die Idee dahinter ist durchaus nachvollziehbar. Ein Sicherheitsmittel kann nur dann seine Wirkung entfalten, wenn es tatsächlich benutzt wird. Ein kleiner, leichter Anhänger am Tornister könnte für Kinder attraktiver sein als eine zusätzliche Warnweste, die jeden Morgen angezogen und später wieder verstaut werden muss. Ob sich diese Hoffnung auch in Düsseldorf dauerhaft erfüllt, wird allerdings erst der Alltag zeigen.

Die neuen Blinkis sind Teil der städtischen Verkehrssicherheitsarbeit. Dazu gehören auch die Verkehrserziehung an Schulen, Kinderverkehrsstadtpläne und Aktionen wie der internationale Zu-Fuß-zur-Schule-Tag. Denn gerade Schulanfänger müssen erst lernen, Entfernungen, Geschwindigkeiten und gefährliche Situationen richtig einzuschätzen. Ihre geringere Körpergröße erschwert es Autofahrern zusätzlich, sie rechtzeitig wahrzunehmen.

Wie wichtig dieses Thema ist, zeigen auch die Kontrollen rund um Düsseldorfs Schulen. Nach den Sommerferien verstärkte das Ordnungsamt erneut die Geschwindigkeitsüberwachung und die Kontrollen von Haltverboten. Im Vorjahr wurden während der entsprechenden Schulstartkontrollen 2.171 Verwarnungen und 226 Bußgelder wegen Geschwindigkeitsverstößen verhängt. Hinzu kamen mehr als 1.700 Verwarnungen im Zusammenhang mit Haltverstößen im Schulumfeld.

Gerade die sogenannten Elterntaxis bleiben dabei ein Problem. Wenn Kinder unmittelbar vor dem Schultor aussteigen, Fahrzeuge in zweiter Reihe halten oder Gehwege zugeparkt werden, entstehen zusätzliche Gefahren für diejenigen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die neuen Blinklichter können die Sichtbarkeit verbessern, ersetzen aber weder sichere Schulwege noch rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr.

Deshalb liegt die Verantwortung nicht allein bei den Kindern und ihren Eltern. Autofahrer müssen besonders in Wohngebieten und vor Schulen aufmerksam bleiben, ihre Geschwindigkeit anpassen und jederzeit damit rechnen, dass Kinder plötzlich die Straße betreten. Auch Fahrradfahrer sollten gerade bei schlechten Sichtverhältnissen besondere Rücksicht nehmen.

Die Düsseldorfer LED-Aktion ist ein vergleichsweise kleiner Schritt mit einem wichtigen Ziel: Kinder sollen auf ihrem Schulweg besser gesehen werden. Wenn die neuen Blinkis regelmäßig benutzt werden, können sie eine sinnvolle Ergänzung zu heller Kleidung, Reflektoren und guter Verkehrserziehung sein.

Denn am Ende geht es nicht darum, dass 5.600 kleine Lichter durch Düsseldorf blinken. Es geht darum, dass 5.600 Schulanfänger möglichst sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen.

Was haltet ihr von der neuen Aktion? Sind solche LED-Blinklichter eine gute Alternative zu Warnwesten? Und wo seht ihr in Düsseldorf besonders gefährliche Schulwege oder unübersichtliche Situationen vor Grundschulen?

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