STARKER SAISONSTART: DEG SIEGT 4:1 IN CRIMMITSCHAU

🏒🔴🟡 STARKER SAISONSTART: DEG SIEGT 4:1 IN CRIMMITSCHAU
🏒🔴🟡 STARKER SAISONSTART: DEG SIEGT 4:1 IN CRIMMITSCHAU

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Eispiraten Crimmitschau – Düsseldorfer EG 1:4
0:2 | 1:1 | 0:1

So darf eine neue Saison beginnen. Die Düsseldorfer EG hat zum Auftakt der DEL2-Spielzeit 2026/27 ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und sich mit einem überzeugenden 4:1-Auswärtssieg bei den Eispiraten Crimmitschau die ersten drei Punkte gesichert. Vor 3.331 Zuschauern im Sahnpark zeigte die Mannschaft von Harry Lange über weite Strecken genau jene Mischung aus Tempo, Konsequenz und Ruhe, die es braucht, um in dieser Liga auch in unangenehmen Auswärtsspielen zu bestehen.

Dabei brauchte die DEG kaum Anlaufzeit. Schon nach 3:03 Minuten brachte Brett Kemp die Rot-Gelben in Führung, nachdem Max Balinson und Erik Bradford die Situation vorbereitet hatten. Nur 101 Sekunden später folgte der nächste Schlag: Matthias Pischoff nutzte die sich bietende Gelegenheit, setzte sich ab und erhöhte auf 0:2. Düsseldorf hatte das Spiel damit früh in seine Richtung gezogen – und der Vorsprung war keineswegs glücklich. Mit 16:5 Torschüssen im ersten Drittel besaß die DEG ein deutliches Übergewicht, spielte zielstrebig nach vorne und zwang Crimmitschau immer wieder in die Defensive.

Ganz ohne kritische Phase ging es allerdings nicht. Die Eispiraten fanden gegen Ende des ersten Abschnitts besser in die Partie, Logan Will traf unter anderem die Latte, und direkt nach Beginn des zweiten Drittels wurde es tatsächlich noch einmal eng. Louis Brune verkürzte nach gerade einmal 21 Sekunden auf 1:2. Der Sahnpark war plötzlich da, Crimmitschau hatte wieder Hoffnung – und genau in diesem Moment lieferte die DEG die vielleicht wichtigste Antwort des gesamten Abends.

Nur sechs Sekunden nach dem Anschlusstreffer stellte Ville Järveläinen auf 1:3. Brett Kemp und Erik Bradford bereiteten den Treffer vor. Diese sechs Sekunden erzählen viel über den Düsseldorfer Auftritt. Statt nach dem Gegentor ins Wanken zu geraten, blieb die Mannschaft gedanklich im Spiel und schlug sofort zurück. Crimmitschaus gerade erst aufgebaute Euphorie war praktisch im selben Moment wieder verschwunden. Für eine neu formierte Mannschaft zum Saisonstart war das ein bemerkenswert abgeklärter Moment.

Anschließend musste Düsseldorf nicht mehr jedem Angriff hinterherjagen. Die DEG konnte das Spiel aus einer stabilen Position heraus führen, verteidigte konzentriert und blieb bei schnellen Umschaltaktionen gefährlich. Crimmitschau erhöhte zwar den Druck und kam im zweiten Drittel auf mehr Abschlüsse, doch Jonas Langmann erwies sich im Düsseldorfer Tor als sicherer Rückhalt. Besonders wichtig: Trotz insgesamt acht Strafminuten überstand die DEG alle vier Unterzahlsituationen ohne Gegentor. Gerade in einer Phase, in der der Gastgeber nach Möglichkeiten suchte, blieb Düsseldorf defensiv belastbar.

Im Schlussdrittel zeigte die Mannschaft dann eine weitere Qualität: Sie ließ sich nicht zu einem offenen Schlagabtausch verleiten. Crimmitschau investierte weiter viel, doch Düsseldorf hielt die gefährlichen Räume weitgehend geschlossen und wartete geduldig auf die Gelegenheit zur Entscheidung. Die kam in der 50. Minute. Über Kevin Orendorz und Jason Bast gelangte die Scheibe zu Leon Niederberger, der zum 1:4 traf und den gelungenen Saisonauftakt endgültig absicherte.

DIE ANALYSE: DIE DEG WAR NICHT NUR EFFEKTIV – SIE WAR REIF

Das Ergebnis ist erfreulich, die Art und Weise beinahe noch wichtiger. Die DEG gewann nicht, weil sie 60 Minuten lang ununterbrochen dominierte. Sie gewann, weil sie die entscheidenden Phasen des Spiels besser löste. Der starke Beginn brachte früh Kontrolle. Nach Crimmitschaus Anschlusstreffer folgte unmittelbar die richtige Reaktion. In Unterzahl blieb die Mannschaft stabil. Und als im Schlussdrittel Geduld gefragt war, wartete Düsseldorf auf seine Chance, anstatt unnötig ins Risiko zu gehen.

Auch statistisch ist der Erfolg gut unterlegt. 37:26 Torschüsse sprechen für die DEG, beim Bully lag Düsseldorf mit 54,7 Prozent ebenfalls vorne. Besonders das erste Drittel mit einem Schussverhältnis von 16:5 zeigt, wie entschlossen die Mannschaft in diese Saison gegangen ist. Gleichzeitig verteilt sich die offensive Produktion auf mehrere Schultern. Kemp sammelte mit einem Tor und einer Vorlage zwei Punkte, Bradford bereitete zwei Treffer vor, dazu trafen Pischoff, Järveläinen und Niederberger. Für eine Mannschaft, die nicht von einer einzigen Reihe abhängig sein möchte, ist das ein sehr angenehmes erstes Signal.

Perfekt war der Abend trotzdem nicht. Vier Unterzahlsituationen sind auf Dauer eine Einladung, die stärkere Gegner irgendwann annehmen werden. Auch nach dem starken ersten Drittel gelang es Crimmitschau zeitweise, mehr Druck aufzubauen. Dass die DEG diese Phasen schadlos überstand, spricht für Langmann und die Defensive – künftig sollte es aber darum gehen, dem Gegner solche Möglichkeiten gar nicht erst in dieser Zahl anzubieten.

Unterm Strich bleibt jedoch ein Auftakt, der richtig Freude macht. Drei Punkte auswärts, vier verschiedene Torschützen, ein starker Jonas Langmann und eine Mannschaft, die auf den einzigen wirklich gefährlichen Moment des Gegners innerhalb von sechs Sekunden eine Antwort fand. Mehr kann man von einem ersten Spiel kaum verlangen.

Und lange Zeit zum Genießen bleibt ohnehin nicht. Schon am Sonntag wartet mit dem EV Landshut die nächste Auswärtsaufgabe. Nach diesem Abend fährt die DEG allerdings mit einem wichtigen Gefühl nach Niederbayern: Diese Mannschaft kann Spiele nicht nur offensiv gestalten – sie kann sie auch kontrollieren und zu Ende bringen.

Ein Saisonstart, der Lust auf mehr macht.

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