HEIMAT BRAUCHT MENSCHEN: WARUM VEREINE WIE DIE ABG FÜR DÜSSELDORF WICHTIG…

☝️🫵👉 HEIMAT BRAUCHT MENSCHEN: WARUM VEREINE WIE DIE ABG FÜR DÜSSELDORF WICHTIG…
☝️🫵👉 HEIMAT BRAUCHT MENSCHEN: WARUM VEREINE WIE DIE ABG FÜR DÜSSELDORF WICHTIG…

☝️🫵👉 HEIMAT BRAUCHT MENSCHEN: WARUM VEREINE WIE DIE ABG FÜR DÜSSELDORF WICHTIG SIND

Brauchtum zeigt sich besonders eindrucksvoll, wenn Schützen durch die Straßen ziehen, Karnevalisten ihre Säle füllen oder ein ganzes Veedel gemeinsam feiert. Doch Düsseldorfs Heimatvereine leben nicht nur von diesen großen Momenten. Vieles von dem, was Stadtgeschichte, Mundart, lokale Erinnerung und gesellschaftlichen Zusammenhalt ausmacht, wird das ganze Jahr über ehrenamtlich gepflegt. Einer dieser Vereine ist die Altstädter Bürger-Gesellschaft Düsseldorf 1948 e.V., kurz ABG. Sie gehört vielleicht nicht zu den größten Heimatvereinen der Stadt – gerade das macht ihren familiären Charakter aber zu einer ihrer Besonderheiten.

Gegründet wurde die Gesellschaft am 21. Juli 1948 im Vereinszimmer der damaligen Gaststätte „en de Canon“ an der Zollstraße. Mehr als 20 Teilnehmer kamen damals zusammen. Ihre Wurzeln lagen unter anderem im gemeinsamen Gesang, später gehörte auch das Laientheater zum Vereinsleben. Aus dieser Gemeinschaft entwickelte sich ein Heimatverein, dessen Aufgaben heute deutlich breiter gefasst sind: Düsseldorfer Stadtgeschichte und Mundart gehören ebenso dazu wie traditionelle Feste und Gebräuche, Denkmalschutz, Kunst, Kultur und die Beschäftigung mit dem Stadtbild.

Dabei ist „Altstädter“ längst keine postalische Zugangsvoraussetzung. Die ABG versteht sich ausdrücklich als Gemeinschaft für interessierte Menschen aus der Altstadt und aus ganz Düsseldorf. Heimatabende, Ausflüge, Königsschießen, Krönungsfest, heimatkundliche Themen und die Pflege persönlicher Kontakte gehören zum Vereinsleben. Hinzu kommt die Verbindung zu anderen Teilen des Düsseldorfer Brauchtums. Schützen, Karnevalisten, Mundartfreunde und andere Heimatvereine begegnen sich immer wieder – und genau diese Verbindungen machen sichtbar, dass Düsseldorfer Brauchtum kein Nebeneinander abgeschotteter Vereine sein muss.

Ein besonderes Stück ABG-Geschichte ist die Pastor-Jääsch-Plakette. Seit 1967 erinnert die Gesellschaft damit an Friedrich Eduard Gerst, den legendären Düsseldorfer Gefängnisseelsorger, den viele bis heute als Pastor Jääsch kennen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten und Institutionen, die sich in besonderer Weise für Heimat und Gesellschaft einsetzen. Zu den Trägern gehören unter anderem das Stadtmuseum Düsseldorf und der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Bilk. 2025 erhielt Hans-Dieter Caspers die Auszeichnung persönlich. Solche Ehrungen zeigen, was Heimatpflege im besten Sinne sein kann: Erinnerung nicht konservieren, sondern mit Menschen und ihrem heutigen Engagement verbinden.

Bemerkenswert ist auch, wie offen die ABG ihre Mitgliedschaft angelegt hat. Nach der Satzung kann jede natürliche Person ab 18 Jahren Mitglied werden. Frauen und Männer engagieren sich gemeinsam, Frauen übernehmen längst auch Verantwortung im Vorstand und im erweiterten Vorstand. Damit unterscheidet sich die Altstädter Bürger-Gesellschaft beispielsweise von den Düsseldorfer Jonges, die sich weiterhin ausdrücklich als Männerverein verstehen.

Gerade für Menschen, die Düsseldorfer Heimatleben interessant finden, aber bisher vielleicht dachten, man müsse dafür in einer bestimmten Familie groß geworden, seit Jahrzehnten im Brauchtum aktiv oder mit allen Traditionen bereits bestens vertraut sein, ist das eine wichtige Botschaft. Vereine leben nicht davon, dass immer dieselben Menschen dieselben Aufgaben übernehmen. Sie leben davon, dass Neue dazukommen, Fragen stellen, eigene Ideen mitbringen und irgendwann selbst Verantwortung übernehmen.

Und genau hier liegt eine Herausforderung, die viele traditionelle Vereine kennen: Es braucht die nächste Generation. Nicht, damit junge Menschen einfach das kopieren, was ihre Vorgänger schon immer gemacht haben. Sondern damit sie mitentscheiden können, wie Heimatpflege im Düsseldorf von morgen aussieht. Digitale Stadtgeschichte, neue Veranstaltungsformate, Fotografie, Musik, Social Media, Mundart, Denkmalschutz oder einfach die Lust, gemeinsam etwas für Düsseldorf auf die Beine zu stellen – all das kann Teil moderner Vereinsarbeit sein.

Vielleicht ist deshalb gerade eine kleinere Gemeinschaft wie die ABG einen zweiten Blick wert. Man verschwindet dort nicht zwischen Tausenden Mitgliedern. Wer sich beteiligen möchte, kann sichtbar werden, Ideen einbringen und das Vereinsleben mitprägen. Erfahrung trifft auf neue Perspektiven – vorausgesetzt, Menschen kommen hinzu, die darauf Lust haben.

Der Einstieg ist inzwischen denkbar unkompliziert. Interessierte können auf der Internetseite der Altstädter Bürger-Gesellschaft direkt den Bereich „Beitreten“ aufrufen und dort den Weg zur Mitgliedschaft beginnen. Die Satzung verlangt keine Geburt in Düsseldorf und keine Herkunft aus der Altstadt. Entscheidend ist letztlich etwas anderes: Interesse an dieser Stadt und die Bereitschaft, Gemeinschaft nicht nur zu konsumieren, sondern selbst mitzugestalten.

Wer also schon häufiger gedacht hat, dass Düsseldorfer Geschichte, Brauchtum und Heimat eigentlich ziemlich spannend sind, sollte vielleicht nicht nur beim nächsten Fest am Straßenrand stehen. Vereine wie die ABG sind genau die Orte, an denen aus Interesse Beteiligung werden kann.

Mitglied werden und mehr erfahren:
https://abg1948.de/beitreten-2/

Mehr über die Altstädter Bürger-Gesellschaft:
https://abg1948.de/

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