DIE KÖ BAUT WEITER – UND DER KÖ-BOGEN-TUNNEL MACHT NACHTS DICHT

☝️🫵👉 DIE KÖ BAUT WEITER – UND DER KÖ-BOGEN-TUNNEL MACHT NACHTS DICHT
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Rund um Düsseldorfs bekanntesten Boulevard verändert sich derzeit gleich an mehreren Stellen das Stadtbild. Während das Le Coeur auf der westlichen Königsallee seiner Fertigstellung entgegengeht und am südlichen Ende mit dem KöTower bereits das nächste Großprojekt wächst, stehen in der kommenden Woche zusätzlich nächtliche Sperrungen im Kö-Bogen-Tunnel an. Für Autofahrer bedeutet das Umwege – für die Innenstadt insgesamt zeigt sich zugleich, wie umfassend sich das Umfeld der Königsallee derzeit wandelt.

Am Montagabend, 21. September, beginnen routinemäßige Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im Kö-Bogen-Tunnel. Bis Freitagmorgen, 25. September, wird die Anlage jeweils zwischen 21 und 5 Uhr vollständig gesperrt. Betroffen sind sämtliche Tunnelarme sowie das Spindelbauwerk. Besonders wichtig für Besucher der Innenstadt: Während der Sperrzeiten sind auch die Tiefgaragen Libeskind, Dreischeibenhaus und KII/Schauspielhaus weder erreichbar noch können Fahrzeuge aus ihnen herausfahren.

Wer beispielsweise abends das Schauspielhaus besucht und sein Auto in der angeschlossenen Tiefgarage abstellt, sollte die Uhr deshalb genau im Blick behalten. Die Stadt empfiehlt ausdrücklich, für die Anreise Busse und Bahnen zu nutzen oder auf andere Parkmöglichkeiten auszuweichen. Die Ein- und Ausfahrten sind jeweils nur bis 21 Uhr und dann wieder ab 5 Uhr möglich.

Für den Verkehr werden Umleitungen ausgeschildert. Je nach Fahrtrichtung führen sie unter anderem über Maximilian-Weyhe-Allee, Hofgartenrampe und Oederallee in Richtung Rheinufertunnel sowie über Jägerhofstraße, Jacobistraße, Tonhallenstraße und Oststraße. Aus Richtung Süden erfolgt die Umleitung über Karl-Rudolf-Straße, Oststraße, Tonhallenstraße und Jacobistraße zurück in Richtung Jägerhofstraße.

Während unter der Erde gewartet wird, verändert sich oberhalb und rund um die Kö das Gesicht der Innenstadt deutlich sichtbar. Besonders weit fortgeschritten ist das Le Coeur an der Königsallee 37. Auf dem Gelände der früheren Commerzbank-Zentrale entsteht zwischen Königsallee, Benrather Straße, Breite Straße und Trinkausstraße ein rund 47.000 Quadratmeter großes Ensemble aus Büros, Einzelhandel und Gastronomie. Nach Angaben von Oberbürgermeister Stephan Keller soll das Projekt noch in diesem Herbst fertiggestellt werden.

Bemerkenswert ist dabei, dass Le Coeur kein vollständiger Neubau auf leergeräumtem Grundstück ist. Mehr als die Hälfte der vorhandenen Bausubstanz bleibt erhalten. Nach Angaben des Projektentwicklers Hines werden dadurch rund 3.560 Tonnen CO₂ eingespart. Ergänzt werden die bestehenden Strukturen durch neue Fassaden, begrünte Bereiche, Terrassen und einen öffentlich zugänglichen Innenhof. Bereits angekündigt sind neben großen Kanzleien auch Einzelhandels- und Gastronomieangebote – darunter eine Dependance des Café-Restaurants Anna Maria sowie verschiedene hochwertige Handelskonzepte.

Noch deutlich länger wird dagegen am südlichen Ende der Kö gebaut. Dort wurde am 11. September der Grundstein für den KöTower an der Königsallee 106 gelegt. Das geplante Hochhaus soll 17 Geschosse und rund 74 Meter Höhe erreichen. Vorgesehen sind etwa 23.000 Quadratmeter Mietfläche, vor allem für Büros. Gastronomie und öffentlich zugängliche Bereiche im Erdgeschoss sollen den Standort zugleich stärker mit dem umliegenden Quartier verbinden.

Auffällig wird vor allem die Begrünung des Gebäudes. Fassaden und Dachflächen sollen mit Pflanzen und Dachgärten gestaltet werden. Gleichzeitig sollen Regenwasserspeicherung, Photovoltaik und weitere technische Lösungen dazu beitragen, das Hochhaus nachhaltiger zu betreiben. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen. Damit entsteht am südlichen Ende der Königsallee eine neue städtebauliche Landmarke, die künftig auch aus größerer Entfernung das Bild der Innenstadt verändern dürfte.

Le Coeur und KöTower sind dabei nur Teile eines größeren Umbaus. Die Arbeiten an der Friedrichstraße gehen ihrem Abschluss entgegen, für den Graf-Adolf-Platz sind weitere Veränderungen vorgesehen und auch die Ostseite der Königsallee steht seit längerem im Mittelpunkt städtischer Planungen. Oberbürgermeister Keller spricht deshalb von einer kontinuierlichen Erneuerung des gesamten Bereichs.

Für Düsseldorf bedeutet das in den kommenden Jahren allerdings auch eine Begleiterscheinung, die kaum zu vermeiden sein wird: Baustellen, Umleitungen und zeitweise Sperrungen bleiben Bestandteil des Innenstadtalltags. Die nächtliche Schließung des Kö-Bogen-Tunnels in der kommenden Woche ist dafür ein vergleichsweise kurzes Beispiel. Die großen Projekte oberhalb des Tunnels werden das Erscheinungsbild der Stadt dagegen für Jahrzehnte prägen.

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