
☝️🫵👉 BENRATH KRÖNT UND HILFT: 8.500 EURO FÜRS REGENBOGENLAND
Benrath hat einen neuen Bürgerkönig, und das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland erhält 8.500 Euro: Mit Simon von Kannens Krönung und der Spendenübergabe hatte die Prummekirmes am Sonntag gleich zwei besondere Höhepunkte. Die Schützenbruderschaft St. Cäcilia Benrath hatte vom 11. bis 13. September auf den Marktplatz eingeladen – zu einem Fest, bei dem Brauchtum und soziales Engagement zusammenkamen.
Simon von Kannen setzte sich am Samstagnachmittag gegen acht Mitbewerber durch und wurde am Sonntag gekrönt. Er stammt aus einer Familie, die bereits mehrere Benrather Schützenmajestäten gestellt hat. Seine Königskette erhielt er von Jörg Heinrich, der selbst schon dreimal Bürgerkönig war. Damit kommt zur langen Schützentradition der Familie von Kannen ein weiteres Kapitel hinzu.
Der Regen beeinträchtigte zwar das Sonntagsprogramm samt Livemusik, doch Krönung und Scheckübergabe konnten stattfinden. Zum festlichen Teil gehörte außerdem ein Dank an Margitta und Robert Lietz vom Benrather Atelier Herzblut. Schützenchef Jörg Sturm und Archivar Peter Müller würdigten ihre Gestaltung der Schützenorden und der Cäcilien-Medaille.
Hinter der Spende steckt ein Engagement, das weit vor dem Kirmeswochenende begann. Am 1. August hatten die Moppedschützen wieder ihr Benefiztreffen für das Regenbogenland veranstaltet, nachdem die Veranstaltung im Vorjahr wetterbedingt ausgefallen war. Nach Angaben der Bruderschaft machten sich dabei 160 Biker gemeinsam auf den Weg zum Hospiz in Gerresheim. Der Besuch verbindet das Spendensammeln mit einer persönlichen Begegnung: Die Menschen, denen die Aktion zugutekommt, bleiben nicht bloß ein Name auf einem Plakat.
Zum Erlös des Motorradtreffens kamen weitere Beiträge: 870 Euro aus vier Spendenhäuschen, 800 Euro aus Sammlungen bei den monatlichen Treffen und 400 Euro aus dem Pflaumenkuchenverkauf der Schwesternschaft. Als auf der Prummekirmes ein Hut herumgereicht wurde, kamen nochmals 200 Euro hinzu. Den Scheck über insgesamt 8.500 Euro übergab Jörg Sturm an Nadine Spitaler vom Regenbogenland.
Die Verbindung hat längst Bestand. Seit 2009 organisieren die Moppedschützen ihre Benefizveranstaltung. Für die bisherigen Aktionen weisen sie 67.297 Euro aus; zusammen mit den jetzt hinzugekommenen 8.500 Euro ergibt das eine Spendensumme von 75.797 Euro. Dahinter stehen viele Jahre ehrenamtlicher Arbeit – von der Organisation über die Suche nach Unterstützern bis zum Einsatz an Verkaufsständen.
Warum diese Hilfe wichtig ist, zeigt die Arbeit des Regenbogenlandes an der Torfbruchstraße. Das Haus begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen sowie ihre Familien. Dabei geht es nicht ausschließlich um die letzte Lebensphase: Die Unterstützung kann sich über viele Jahre erstrecken und umfasst Pflege, Entlastung und gemeinsame Zeit für die Angehörigen. Nach eigenen Angaben finanziert sich das Hospiz zu mehr als der Hälfte aus Spenden.
So bleibt von diesem Benrather Wochenende neben einer neuen Königswürde auch Hilfe, die über den Festplatz hinausreicht. Möglich gemacht haben sie Menschen, die Motorrad fahren, Kuchen backen, Spenden sammeln und ihre freie Zeit für andere einsetzen.
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