NACH DEM DERBY IST VOR DER BEWÄHRUNG: FORTUNA MUSS IN REGENSBURG…

🔴⚪ NACH DEM DERBY IST VOR DER BEWÄHRUNG: FORTUNA MUSS IN REGENSBURG…
🔴⚪ NACH DEM DERBY IST VOR DER BEWÄHRUNG: FORTUNA MUSS IN REGENSBURG…

🔴⚪ NACH DEM DERBY IST VOR DER BEWÄHRUNG: FORTUNA MUSS IN REGENSBURG NACHLEGEN

Der Jubel über Duisburg klingt noch nach, doch die nächste Aufgabe wartet bereits: Am morgigen Dienstag, 15. September, trifft Fortuna Düsseldorf um 19 Uhr im Jahnstadion auf den SSV Jahn Regensburg. Der sechste Spieltag der 3. Liga wird zum ersten Prüfstein dafür, wie viel der Derbysieg tatsächlich bewegt hat. Die Mannschaft von Alexander Ende hat sich mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Ligaspielen stabilisiert. Jetzt muss sie diesen Aufwärtstrend auch auswärts bestätigen – gegen einen Gegner, dessen Tabellenplatz zu einer gefährlichen Fehleinschätzung verleiten könnte.

Regensburg steht mit vier Punkten und 9:12 Toren auf Rang 18, hat seit dem Auftaktsieg bei Viktoria Köln kein Ligaspiel mehr gewonnen. Besonders die Defensive bereitet Trainer Sascha Hildmann Probleme. Beim jüngsten 2:2 in Aachen geriet der Jahn früh mit zwei Toren in Rückstand, ließ sich durch schnelle Kombinationen und Läufe in die Tiefe auseinanderziehen. Genau dort liegen Fortunas Ansatzpunkte: den Ball zügig weiterleiten, Schnittstellen attackieren und mit mehreren Spielern konsequent in den Strafraum nachrücken. Allerdings zeigte Regensburg am Tivoli auch, weshalb diese Mannschaft keinesfalls abgeschrieben werden darf. Lucas Hermes und Sascha Hingerl drehten den Spielverlauf mit ihren Treffern zum Ausgleich. Hingerls Tor entstand aus einem erzwungenen Ballverlust – eine deutliche Warnung vor Nachlässigkeiten im Düsseldorfer Aufbau.

Besondere Aufmerksamkeit verlangt Hermes. Der Angreifer hat bereits fünf der neun Regensburger Ligatore erzielt und ist damit die zentrale Gefahr für Fortunas Abwehr. Der Jahn besitzt trotz seiner schlechten Bilanz genügend Durchschlagskraft, um Fehler zu bestrafen. Für Düsseldorf wird deshalb entscheidend sein, hinter den eigenen Angriffen abgesichert zu bleiben und im Mittelfeld klare Anspielstationen anzubieten. Wer unter Druck nur quer spielt oder den Ball zu lange hält, lädt das Regensburger Anlaufen ein. Umgekehrt hat Aachen gezeigt, wie verwundbar die Gastgeber werden, wenn die erste Drucklinie überspielt ist.

Fortunas jüngste Entwicklung macht Mut, rechtfertigt aber noch keine Entwarnung. Vier Treffer aus fünf Ligaspielen bleiben eine dürftige Offensivbilanz. Gegen Duisburg gab es bereits vor der Pause gute Möglichkeiten, doch erst Fabian Schleusener und der eingewechselte Eric Hottmann sorgten für die Wende. Zugleich hätte der MSV nach seinem Führungstor per Konter erhöhen können. Der Sieg bewies Widerstandskraft und die Wirkung der Wechsel; für dauerhaft erfolgreichen Fußball braucht es zusätzlich mehr Konsequenz vor dem Tor und weniger offene Räume nach Ballverlusten. Hottmann hat sich mit seinem entscheidenden Beitrag für weitere Spielzeit empfohlen. Die Rückkehr zu seinem früheren Verein gibt dieser Personalie zusätzliche Bedeutung.

Personell bleibt die Vorbereitung auf beiden Seiten eingeschränkt. Bei Fortuna fehlten zuletzt Jordi Paulina, Dominique Heintz, Hamza Anhari und Felix Meiser verletzungsbedingt; bestätigte Rückkehrmeldungen für Regensburg liegen bislang nicht vor. Jorrit Hendrix stand nach seiner abgesessenen Sperre dagegen bereits im Derby wieder in der Startelf. Beim Jahn fehlen nach dem zuletzt veröffentlichten Stand Benedikt Saller, Florian Dietz, Robin Ziegele und Davis Asante. Auch für Marco Wörner und Sebastian Stolze kommt die englische Woche voraussichtlich zu früh. Malte Karbstein, Nassim Boujellab und Nicolas Oliveira konnten trotz vorheriger Beschwerden hingegen in Aachen mitwirken.

Zwischen Derby und Auswärtsspiel bleiben nur drei Tage. Ende muss deshalb Frische und eingespielte Abläufe sorgfältig abwägen. Unsere Fortuna hat gute Voraussetzungen, in Regensburg zu gewinnen: Die Ergebnisse stimmen zunehmend, die Mannschaft hat einen Rückstand gegen Duisburg verarbeitet, und der Gegner bietet defensiv Angriffsflächen. Zum Selbstläufer wird die Reise deshalb nicht. Gefragt ist ein konzentrierter Auftritt, der den Schwung vom Samstag in saubere Entscheidungen übersetzt. Der Derbysieg hat neues Vertrauen geschaffen. Morgen kann Fortuna zeigen, dass daraus Verlässlichkeit wächst.

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