BLAULICHTWOCHE: TÖDLICHER WOHNUNGSBRAND, SCHWERE UNFÄLLE UND EINE NÄCHTLICHE VERFOLGUNGSFAHRT

☝️🫵👉 BLAULICHTWOCHE: TÖDLICHER WOHNUNGSBRAND, SCHWERE UNFÄLLE UND EINE NÄCHTLICHE VERFOLGUNGSFAHRT
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Die Düsseldorfer Blaulichtwoche vom 31. August bis 6. September wurde vor allem durch mehrere schwere Verkehrsunfälle und einen tragischen Wohnungsbrand geprägt. Besonders am Wochenende waren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst erneut gefordert.

Der schwerwiegendste Einsatz ereignete sich am Samstagnachmittag in Unterbilk. Gegen 15.43 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Mehrfamilienhaus an der Bilker Allee gerufen. Bereits drei Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Kräfte ein und stellten eine starke Rauchentwicklung aus einer Wohnung im dritten Obergeschoss fest. Trotz des schnellen Einsatzes kam für einen Menschen in der Brandwohnung jede Hilfe zu spät. Drei weitere Bewohner hatten Rauch eingeatmet und wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Die Feuerwehr verhinderte, dass die Flammen auf weitere Wohnungen übergriffen. Mehrere Wohnungen sind wegen der Rauchausbreitung vorerst nicht bewohnbar. Rund 40 Einsatzkräfte waren etwa zweieinhalb Stunden vor Ort. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.

Schon in der Nacht zum Samstag hatte eine Verfolgungsfahrt quer durch das Stadtgebiet die Polizei beschäftigt. Gegen 2.26 Uhr sollte ein Autofahrer auf dem Kennedydamm kontrolliert werden. Nach Angaben der Polizei beschleunigte der Mann stattdessen und fuhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit davon. Dabei soll er mehrere rote Ampeln missachtet haben. Erst an der Stromstraße endete die Fahrt, als der Wagen mit einem Poller kollidierte. Der Fahrer flüchtete zu Fuß, wurde aber kurz darauf gestellt. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 21-Jährige keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Die Ermittlungen dauern an.

Bereits der Montagmorgen hatte mit einem schweren Unfall in Wersten begonnen. Gegen 3.50 Uhr verlor ein 33-jähriger Autofahrer nach der Abfahrt von der A46 auf die Kölner Landstraße die Kontrolle über seinen Wagen. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand geht die Polizei von deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf nasser Fahrbahn aus. Das Fahrzeug überschlug sich mehrfach, prallte gegen einen Baum und zerstörte anschließend eine Werbetafel. Der Fahrer wurde schwer, seine 29-jährige Beifahrerin leicht verletzt. Lebensgefahr bestand nach Polizeiangaben nicht. Beim Fahrer besteht zudem der Verdacht auf Alkohol- und Drogenkonsum; ihm wurden mehrere Blutproben entnommen.

Nur wenige Stunden später rückte die Feuerwehr in den Hafen aus. In einer Tiefgarage an der Franziusstraße hatte eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Ein Pkw stand in Flammen, gleichzeitig hatte die Sprinkleranlage angesprochen. Rund 50 Einsatzkräfte löschten das Fahrzeug und belüfteten anschließend die Tiefgarage sowie Teile eines angrenzenden Bürogebäudes. Verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache.

Am Montagnachmittag folgte ein Polizeieinsatz in Oberbilk. Anwohner hatten gemeldet, dass auf der Lessingstraße offen mit Drogen gehandelt werde. Drei Tatverdächtige versuchten beim Eintreffen der Polizei zu flüchten. Zwei Männer konnten nach kurzer Verfolgung festgenommen werden, der dritte entkam. Bei den anschließenden Ermittlungen und Durchsuchungen fanden die Beamten unter anderem Cannabis, Bargeld und mehrere Mobiltelefone. Auch ein Drogenspürhund kam zum Einsatz. Ein Fahrzeug, das möglicherweise als Depot genutzt wurde, wurde sichergestellt.

Besonders tragisch verlief der Mittwoch im Düsseldorfer Straßenverkehr. Am Vormittag wurde eine 57-jährige Fußgängerin an der Kreuzung Ronsdorfer Straße und Erkrather Straße in Flingern von einem abbiegenden Lkw erfasst. Sie erlitt tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Der genaue Unfallhergang und insbesondere die Ampelschaltung werden weiterhin untersucht.

Nur wenige Stunden später wurde in Friedrichstadt ein 72-jähriger Radfahrer lebensgefährlich verletzt. Der Mann war auf der Friedrichstraße zwischen Herzogstraße und Fürstenwall unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache gegen ein Verkehrsschild fuhr und stürzte. Er wurde zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Auch am Düsseldorfer Flughafen war die Bundespolizei mehrfach beschäftigt. Allein am Dienstag stellte sie bei den Grenzkontrollen vier Personen fest, gegen die Haftbefehle vorlagen. Zwei konnten durch die Zahlung von Geldstrafen ihre Reise fortsetzen, zwei weitere wurden den Justizbehörden übergeben. Einen Tag später wurde ein weiterer gesuchter Reisender kontrolliert, der eine Geldstrafe von 700 Euro beglich.

Am Donnerstag sorgte dann ein vermeintlicher Scherz für einen Polizeieinsatz. Ein 59-jähriger Reisender erklärte bei der Sicherheitskontrolle, in seiner Tasche befinde sich eine Bombe. Die Bundespolizei überprüfte das Gepäck vollständig und fand keine gefährlichen Gegenstände. Gegen den Mann wurde dennoch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Eine andere Seite der Düsseldorfer Feuerwehr zeigte sich ebenfalls in dieser Woche: Nach elf Tagen endete der internationale Waldbrandeinsatz in Serbien. Einsatzkräfte aus Düsseldorf, Bonn, Leverkusen und Königswinter hatten dort gemeinsam in einem rund 30.000 Hektar großen Naturschutzgebiet bei der Bekämpfung großflächiger Waldbrände geholfen. Am Dienstag kehrten die Düsseldorfer Kräfte zurück und stellten anschließend ihre Einsatzbereitschaft am Heimatstandort wieder her.

Die Woche zeigt damit ein breites Spektrum der täglichen Arbeit von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Bundespolizei: von schweren Verkehrsunfällen und Bränden über Drogenkriminalität bis zu Einsätzen am Flughafen. Hinter jeder Meldung stehen Menschen, die verletzt wurden, Angehörige, Einsatzkräfte und laufende Ermittlungen. Wo Ursachen oder Verantwortlichkeiten noch nicht abschließend geklärt sind, bleiben die weiteren Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten.

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