BLAULICHT-WOCHE: RAUB, EINBRÜCHE UND EIN ÜBERFALL MIT MUTMASSLICHER SCHUSSWAFFE

☝️🫵👉 BLAULICHT-WOCHE: RAUB, EINBRÜCHE UND EIN ÜBERFALL MIT MUTMASSLICHER SCHUSSWAFFE
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Die Düsseldorfer Blaulichtwoche vom 24. bis 30. August war vor allem von Einbrüchen und Raubdelikten geprägt. Am Wochenende rückte insbesondere ein Überfall auf einen Discounter in Oberbilk in den Fokus. Daneben gab es mehrere schnelle Festnahmen – einmal sogar, weil ein Polizist in seiner Freizeit zwei verdächtige Frauen beobachtete.

Spektakulär begann die Woche am Montagmorgen in Oberkassel. Zwei bislang unbekannte Männer brachen zunächst in ein Geschäft an der Cheruskerstraße ein und stemmten von dort eine Wand zum benachbarten Juwelier auf. Im Verkaufsraum schlugen sie mehrere Glasvitrinen ein und flüchteten mit Schmuck. Der Geschäftsinhaber bezifferte den Schaden zunächst auf einen mittleren fünf- bis niedrigen sechsstelligen Betrag. Die Täter entkamen über einen Innenhof und einen Hotelparkplatz in Richtung Steffenstraße. Die Kriminalpolizei sucht weiter nach Zeugen und Hinweisen auf ein mögliches Fluchtfahrzeug.

Nur wenige Stunden später endete am Düsseldorfer Flughafen eine jahrelange Fahndung. Bei der Einreisekontrolle eines Fluges aus Istanbul überprüfte die Bundespolizei einen 43-Jährigen. Gegen ihn bestand ein bereits 2010 ausgestellter Haftbefehl wegen schweren Raubes. Von einer früher verhängten sechsjährigen Freiheitsstrafe waren noch knapp zwei Jahre offen. Der Mann wurde den Justizbehörden übergeben.

Ebenfalls am Montag musste die Feuerwehr gegen 11.30 Uhr zur Ellerstraße nach Oberbilk ausrücken. Aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss drang Rauch. Die Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen. Ein Trupp ging über eine Leiter zur Brandbekämpfung vor und konnte verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Verletzt wurde niemand, das Gebäude blieb nach Angaben der Feuerwehr bewohnbar. Rund 20 Einsatzkräfte waren etwa eine Stunde beschäftigt.

In Niederkassel sorgte am Dienstag ein Polizist außerhalb seines Dienstes für die vorläufige Festnahme zweier mutmaßlicher Einbrecherinnen. Ihm waren zwei Frauen an der Schorlemerstraße aufgefallen. Nach Angaben der Polizei versuchten sie anschließend, sich mit einem selbstgebauten Werkzeug Zugang zu einem Wohnhaus zu verschaffen. Alarmierte Einsatzkräfte fanden unter anderem Einbruchswerkzeuge und frische Hebelspuren an der Haustür. Die 40- und 28-jährigen Frauen wurden vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Taten dauern an.

Deutlich gewalttätiger wurde es am Mittwochabend im Bereich Worringer Platz. Ein Fahrradfahrer berichtete der Polizei, von drei Männern vom Rad getreten und beraubt worden zu sein. Nach seinen Angaben wurde er mit dem Boden einer Glasflasche ins Gesicht geschlagen und anschließend mit einer Flüssigkeit übergossen, bei der es sich nach seiner Darstellung um Ammoniak gehandelt haben soll. Die Täter nahmen sein Mobiltelefon mit. Einen 26-jährigen Tatverdächtigen konnte die Polizei kurze Zeit später festnehmen. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellten die Ermittler zahlreiche Mobiltelefone sicher.

Das schwerwiegendste öffentlich bekannt gewordene Ereignis des Wochenendes ereignete sich am Freitagabend in Oberbilk. Gegen 21.55 Uhr betrat ein Mann den Kassenbereich eines Discount-Supermarkts auf der Oberbilker Allee und verlangte von einer Kassiererin die Öffnung der Kasse. Dabei zeigte er ihr nach Polizeiangaben eine mutmaßliche Schusswaffe, die in seinem Hosenbund steckte. Die Mitarbeiterin übergab einen mittleren dreistelligen Bargeldbetrag. Der Täter flüchtete und konnte trotz sofortiger Fahndung zunächst nicht gefasst werden. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren und wertet Videoaufnahmen aus.

In der Nacht zum Samstag halfen aufmerksame Zeugen der Polizei bei einer weiteren Festnahme. Gegen 2.55 Uhr beobachteten sie an der Kreuzung Berliner Allee und Steinstraße einen Mann, der mutmaßlich in einen VW Caddy eingebrochen war. Als er entdeckt wurde, flüchtete er mit einem Fahrrad. Aufgrund der genauen Personenbeschreibung konnten Einsatzkräfte einen 43-Jährigen kurze Zeit später auf der Friedrich-Ebert-Straße stellen. Die Seitenscheibe des Fahrzeugs war eingeschlagen und der Innenraum durchwühlt worden. Ob etwas gestohlen wurde, war zunächst noch Gegenstand der Ermittlungen.

Währenddessen waren Düsseldorfer Feuerwehrkräfte auch weit außerhalb der Stadt im Einsatz. Fünf Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf gehören zum deutschen EU-Waldbrandmodul, das seit Beginn der Woche in Serbien arbeitet. Am Freitag berichtete die Feuerwehr, dass die Einheit unter anderem im Naturschutzgebiet Deliblatska Pescara Glutnester bekämpfte, um ein erneutes Aufflammen und die weitere Ausbreitung von Waldbränden zu verhindern.

Für Sonntag lagen bis zum frühen Montagmorgen keine weiteren größeren, von den zuständigen Behörden veröffentlichten Blaulichtmeldungen mit unmittelbarem Düsseldorf-Bezug vor. Nicht jeder Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wird öffentlich gemeldet – unsere Blaulicht-Woche konzentriert sich deshalb auf bestätigte und veröffentlichte Ereignisse mit besonderer Bedeutung für die Stadt.

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