VOM GESTOHLENEN MINI BIS ZUR FISCHRETTUNG – EINE BLAULICHT-WOCHE, DIE DÜSSELDORF…

🚓🚨👮‍♂️ VOM GESTOHLENEN MINI BIS ZUR FISCHRETTUNG – EINE BLAULICHT-WOCHE, DIE DÜSSELDORF…

🚓🚨👮‍♂️ VOM GESTOHLENEN MINI BIS ZUR FISCHRETTUNG – EINE BLAULICHT-WOCHE, DIE DÜSSELDORF IN ATEM HIELT 👮‍♂️🚨🚓

Ein gestohlener Mini rast aus einem Parkhaus, seine Besitzerin versucht noch, das eigene Auto aufzuhalten. Wenige Stunden später wird mitten in der Innenstadt eine Fußgängerin von einer Straßenbahn erfasst. In Rath kämpfen rund 80 Einsatzkräfte gegen ein Feuer, in Derendorf beobachten Zivilfahnder mutmaßliche Autoteilediebe bei der Arbeit – und in Lörick pumpt die Feuerwehr zehntausende Liter Wasser pro Minute, um Fische vor dem Verenden zu retten.

Hinter Düsseldorf liegt eine Woche, die zeigt, wie unterschiedlich die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sein kann. Zwischen Montag, 10. August, und Sonntag, 16. August 2026, reichte das Spektrum von schweren Unfällen und Straftaten über nächtliche Brandeinsätze bis hin zu einer außergewöhnlichen Umweltrettung. Besonders der Samstag sticht dabei heraus.

EINE KINONACHT, DIE VÖLLIG ANDERS ENDETE ALS GEDACHT

Die wohl ungewöhnlichste Geschichte des Wochenendes begann dort, wo eigentlich ein entspannter Abend zu Ende gehen sollte.

Eine 32-jährige Frau kam nach einem Kinobesuch im Düsseldorfer Hafen zurück zu ihrem Fahrzeug und bemerkte, dass ihr Autoschlüssel verschwunden war. Kurz darauf sah sie ihren eigenen roten Mini aus dem Parkhaus fahren.

Was dann geschah, klingt beinahe wie eine Szene aus einem Film: Die Frau versuchte, das Fahrzeug zu stoppen. Dabei wurde sie zeitweise auf die Motorhaube aufgeladen, bevor sie zu Boden stürzte. Der gestohlene Wagen setzte seine Fahrt fort.

Weit kam er allerdings nicht.

In Oberbilk endete die Flucht auf der Emmastraße, nachdem der Mini gegen mehrere Poller und einen Schaltkasten gefahren war. Die Insassen ließen das beschädigte Auto zurück und flüchteten zunächst zu Fuß. Im Zuge der Fahndung nahm die Polizei später zwei Tatverdächtige im Alter von 16 und 19 Jahren fest.

Wer tatsächlich am Steuer saß und ob weitere Personen an der Tat beteiligt waren, ist Teil der laufenden Ermittlungen.

SCHWERER STRASSENBAHNUNFALL MITTEN IN DER CITY

Nur wenige Stunden später musste die Polizei am Samstag erneut zu einem schweren Einsatz ausrücken – diesmal mitten in der Düsseldorfer Innenstadt.

Gegen 10.04 Uhr kam es im Bereich der Schadowstraße zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einer Straßenbahn und einer 65-jährigen Fußgängerin.

Die Frau wollte im Bereich zwischen Joachim-Erwin-Platz und Dreischeibenhaus die Gleise überqueren, als sie von einer einfahrenden Bahn erfasst wurde. Sie erlitt schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Eine Lebensgefahr konnte unmittelbar nach dem Unfall zunächst nicht ausgeschlossen werden.

Wie es genau zu dem Zusammenstoß kommen konnte, wird untersucht.

Gerade an einem Samstagvormittag gehört die Schadowstraße zu den belebtesten Bereichen der Stadt. Entsprechend groß war die Aufmerksamkeit rund um den Einsatz. Für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst bedeutete der Unfall einen weiteren schwierigen Einsatz an einem Wochenende, das bereits in den frühen Morgenstunden außergewöhnlich begonnen hatte.

80 EINSATZKRÄFTE GEGEN DIE FLAMMEN IN RATH

Bereits einen Tag zuvor hatte die Düsseldorfer Feuerwehr in Rath einen Großeinsatz zu bewältigen.

In den frühen Morgenstunden des Freitags, gegen 3.35 Uhr, wurde ein Feuer an der Liliencronstraße gemeldet. Als die ersten Kräfte eintrafen, stand eine Gartenlaube bereits vollständig in Flammen.

Das eigentliche Problem lag jedoch direkt daneben: Das Feuer hatte bereits auf eine Lagerhalle eines Industriebetriebes übergegriffen.

Damit begann für die Feuerwehr ein stundenlanger Einsatz. Die Kräfte konnten verhindern, dass sich der Brand weiter ausbreitete. Anschließend mussten Glutnester gesucht, Bereiche nachgelöscht und Teile des Gebäudes belüftet werden.

Rund 80 Einsatzkräfte waren etwa sechs Stunden beschäftigt.

Was den Brand ausgelöst hat, steht bislang nicht abschließend fest. Die weiteren Ermittlungen zur Ursache liegen bei der Kriminalpolizei.

ZIVILFAHNDER BEOBACHTEN MUTMASSLICHE SCHEINWERFERDIEBE

Auch für die Polizei war die Nacht zum Freitag alles andere als ruhig.

Zivilfahnder wurden in Derendorf auf drei Männer aufmerksam, die sich an einem Firmengelände im Bereich der Ulmenstraße zu schaffen machten. Auf dem Gelände standen zahlreiche neuwertige Kleintransporter.

Die Beamten beobachteten zunächst das Geschehen. Dabei fiel ihnen auf, dass Fahrzeugteile ausgebaut und anschließend in einen Audi geladen wurden.

Die Spur führte später in Richtung Aaper Wald. Dort griff die Polizei zu.

Neben den drei Tatverdächtigen stießen die Ermittler auf einen Fiat Ducato, der zuvor in Köln als gestohlen gemeldet worden war. In dem Transporter fanden sich ausgebaute Frontscheinwerfer.

Als die Beamten anschließend das Firmengelände genauer untersuchten, bestätigte sich der Verdacht: Mehrere Kleintransporter waren aufgebrochen worden, an verschiedenen Fahrzeugen fehlten die Scheinwerfer.

Die drei Männer wurden zunächst festgenommen. Da nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen keine Haftgründe vorlagen, wurden sie später wieder entlassen. Die Ermittlungen laufen weiter.

DIEBSTAHL IM REISEBÜRO – MESSER UND TIERABWEHRSPRAY GEFUNDEN

Auch Oberbilk tauchte in der vergangenen Woche mehrfach in den Polizeimeldungen auf.

Am Donnerstag soll ein 32-jähriger Mann in einem Reisebüro in einen Lagerbereich gelangt sein und persönliche Gegenstände des Geschäftsinhabers entwendet haben.

Der Inhaber bemerkte offenbar, was geschah, und konnte den Tatverdächtigen zunächst aufhalten. Wenig später übernahm die Polizei.

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten ein griffbereit getragenes Einhandmesser sowie Tierabwehrspray.

Der Fall sollte im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens einem Ermittlungsrichter vorgelegt werden.

NÄCHTLICHER BRANDEINSATZ AN DER KLOSTERSTRASSE

Fast zur gleichen Zeit war auch die Düsseldorfer Feuerwehr mitten in der Innenstadt gefordert.

Gegen 3.23 Uhr wurde in der Nacht zum Donnerstag Rauch in einem Treppenraum an der Klosterstraße gemeldet.

Für die Einsatzkräfte begann zunächst die Suche nach der Ursache. Schließlich wurde das Feuer in den hinteren Räumen eines Ladenlokals im Erdgeschoss eines benachbarten Gebäudes entdeckt.

Die betroffenen Häuser wurden vorsorglich geräumt. Bewohnerinnen und Bewohner konnten während des Einsatzes in einem Bus der Feuerwehr betreut werden, während die Löschkräfte gegen den Brand vorgingen.

Oststraße und Klosterstraße mussten während der Maßnahmen teilweise gesperrt werden.

Nachdem das Feuer gelöscht, die Gebäude kontrolliert und die Gefahr beseitigt worden war, konnten die Bewohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Auch hier beschäftigen sich die Ermittler mit der Frage, wie der Brand entstanden ist.

UND DANN RÜCKTE DIE FEUERWEHR FÜR FISCHE AUS

Zwischen all den schweren und teilweise bedrückenden Meldungen gab es in der vergangenen Woche allerdings auch einen Einsatz, der auf eine ganz andere Weise außergewöhnlich war.

Schauplatz war Lörick.

Die anhaltende Trockenheit und der niedrige Rheinpegel hatten dafür gesorgt, dass ein Altrheinarm am Strandbad weitgehend vom Sporthafen abgeschnitten wurde. Mit sinkendem Wasserstand verschlechterten sich auch die Bedingungen für die Tiere im Wasser. Erste Fische waren bereits verendet.

Jetzt war schnelle Hilfe gefragt.

Die Düsseldorfer Feuerwehr brachte Hochleistungspumpen in Stellung und begann, Rheinwasser in den gefährdeten Bereich zu fördern. Zeitweise wurden dabei bis zu 50.000 Liter Wasser pro Minute bewegt.

Das Ziel: Wasserstand erhöhen, Sauerstoffversorgung verbessern und möglichst viele Tiere retten.

Der ungewöhnliche Einsatz dauerte bis in die Nacht und wurde durch das Umweltamt begleitet.

Es war vielleicht die bemerkenswerteste Geschichte dieser Blaulicht-Woche. Kein brennendes Haus, kein Unfall, keine Straftat – sondern Feuerwehrleute, die mit schwerem Gerät anrücken, damit ein Gewässer nicht kippt und Tiere eine Überlebenschance bekommen.

BEWAFFNETER KIOSKÜBERFALL IN ELLER

Bereits am Dienstagabend hatte ein weiterer Einsatz für Aufsehen gesorgt.

Gegen 20.19 Uhr wurde ein Kiosk an der Peter-Richarz-Straße in Eller überfallen. Ein Mann soll einen Mitarbeiter mit einer Schusswaffe bedroht und einen niedrigen dreistelligen Geldbetrag erbeutet haben.

Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein.

Mit Erfolg: Wenig später nahmen die Beamten einen 26-jährigen Tatverdächtigen fest. Bei ihm wurden nach Angaben der Polizei eine PTB-Waffe sowie Teile der Beute gefunden. Der Mann soll die Tat zunächst eingeräumt haben.

DÜSSELDORFER FEUERWEHR AUCH AUSSERHALB DER STADT GEFRAGT

Während im Düsseldorfer Stadtgebiet zahlreiche Einsätze liefen, waren Kräfte aus der Landeshauptstadt gleichzeitig auch außerhalb Düsseldorfs unterwegs.

Im Zusammenhang mit den Waldbränden im Kreis Düren unterstützten Düsseldorfer Feuerwehrkräfte die Einsatzmaßnahmen vor Ort. Auch ehrenamtliche Kräfte und Fahrzeuge aus Düsseldorf machten sich auf den Weg in das betroffene Gebiet.

Am Sonntag waren erneut Düsseldorfer Einsatzkräfte im Hürtgenwald unterwegs. Dort wurden Waldflächen kontrolliert, um mögliche neue Brandstellen oder verbliebene Glutnester frühzeitig zu entdecken.

Solche Einsätze laufen häufig weitgehend außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung. Sie zeigen aber, wie wichtig die Zusammenarbeit der Feuerwehren über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg ist, wenn größere Schadenslagen mehr Personal und Material erfordern, als eine Kommune allein bereitstellen kann.

EINE WOCHE, VIELE GESCHICHTEN – UND MENSCHEN, DIE DANN LOSFAHREN, WENN ANDERE HILFE BRAUCHEN

Der Blick auf die vergangenen sieben Tage zeigt eindrucksvoll, wie breit das Einsatzspektrum in einer Großstadt wie Düsseldorf tatsächlich ist.

Da ist die Besitzerin eines gestohlenen Autos, die innerhalb weniger Sekunden selbst mitten in eine gefährliche Situation gerät. Da ist eine Frau, die nach einem schweren Straßenbahnunfall umgehend medizinische Hilfe benötigt. Da kämpfen dutzende Feuerwehrleute stundenlang gegen einen Brand in Rath, während Zivilfahnder an anderer Stelle mutmaßliche Autoteilediebe beobachten.

Und dann gibt es eben auch den Einsatz in Lörick, bei dem niemand festgenommen und niemand aus einem brennenden Gebäude gerettet werden musste – bei dem trotzdem jede Minute und jeder Liter Wasser zählte.

Blaulichtmeldungen sind schnell gelesen. Ein Unfall hier, ein Brand dort, eine Festnahme ein paar Straßen weiter. Hinter jeder dieser Meldungen stehen aber Menschen, die mitten in der Nacht aufstehen, Schutzausrüstung anziehen, in Fahrzeuge steigen und nicht wissen, was sie wenige Minuten später erwartet.

Für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst war die vergangene Woche deshalb vor allem eines: ganz sicher keine gewöhnliche.

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