FORTUNA VERPATZT DEN START

🔴⚪ FORTUNA VERPATZT DEN START 🔴⚪

🔴⚪ FORTUNA VERPATZT DEN START 🔴⚪
MANNHEIM ZEIGT,WAS IN DIESER LIGA ZÄHLT

So hatten wir uns den Neustart ganz sicher nicht vorgestellt. Fortuna Düsseldorf
verliert das erste Spiel der neuen Drittliga-Saison beim SV Waldhof Mannheim
mit 1:2 und bekommt gleich zum Auftakt einen ziemlich deutlichen Eindruck davon,
was in dieser Liga gefragt sein wird. Intensität, Zweikämpfe, Konsequenz – und
die Bereitschaft, jeden Zentimeter anzunehmen. Mannheim war an diesem Abend
nicht unbedingt die spielerisch bessere Mannschaft, aber in vielen entscheidenden
Momenten wacher und griffiger. Dass Fortuna am Ende trotzdem noch am Ausgleich
schnupperte, macht die Niederlage nicht schöner, zeigt aber zumindest: Diese
Mannschaft kann sich wehren.

Dabei hätte das Spiel schon nach wenigen Minuten eine völlig andere Richtung
nehmen können. Fabian Schleusener war auf dem Weg Richtung Tor, als Lukas Klünter
ihn als letzter Mann entscheidend behinderte. Schiedsrichterin Fabienne Michel
ließ weiterspielen – eine Entscheidung, über die man nicht nur mit rot-weißer
Brille diskutieren kann. Bei einem Pfiff hätte zwangsläufig auch eine mögliche
Notbremse und damit ein früher Platzverweis im Raum gestanden. Stattdessen fiel
in der 18. Minute auf der anderen Seite das 1:0 durch Vincent Thill, bei dem
Lasse Rieß keine besonders glückliche Figur machte. Fortuna fand danach nur
schwer zu seinem Spiel, produzierte zu wenig echte Torgefahr und ließ Mannheim
zu oft genau das machen, was die Gastgeber wollten: das Spiel körperlich,
unangenehm und hektisch werden lassen.

Direkt nach der Pause kam es noch dicker. Julian Ulbricht erhöhte in der
48. Minute auf 2:0 – und gerade dieser Treffer muss Alexander Ende beschäftigen.
Wer mit einem Rückstand aus der Kabine kommt, darf drei Minuten später nicht
noch tiefer drinstecken. Immerhin zeigte Fortuna danach Charakter. Schleusener
verkürzte in der 56. Minute, Düsseldorf wurde mutiger und brachte Mannheim
zunehmend ins Schwimmen. In der Schlussphase fehlten dann nur Zentimeter:
Schleusener setzte einen Kopfball an den Pfosten. Geht der rein, reden wir
heute vielleicht über eine starke Aufholjagd. So bleibt die Erkenntnis, dass
die Reaktion stimmte – sie kam nur zu spät.

Zur Geschichte dieses Abends gehört allerdings auch eine Schiedsrichterleistung,
die einige Fragezeichen hinterließ. Neben der frühen Schleusener-Szene passte
vor allem die Linie bei Dominique Heintz ins Bild. Heintz wurde von hinten
geschubst, der Pfiff blieb aus. Er hielt anschließend den Ball fest und machte
auf das vorausgegangene Foul aufmerksam – Gelb bekam am Ende ausgerechnet er,
weil er die Spielfortsetzung behinderte. Regeltechnisch kann man die Karte
erklären, im Zusammenhang mit dem nicht geahndeten Foul wirkte die Situation
aber schon ziemlich kurios. Später sorgte Terrence Boyd für den nächsten
Aufreger, als er bei bereits weggespieltem Ball einen Düsseldorfer im Kopfbereich
traf und mit Gelb davonkam. Auch hier durfte man nach den Bildern durchaus über
Rot sprechen. Das alles hat Fortuna dieses Spiel nicht verloren, und genau das
sollte man auch nicht behaupten. Aber zu einer ehrlichen Analyse gehört eben:
Fortuna hatte keinen guten Abend – das Schiedsrichtergespann ebenfalls nicht.

Sportlich wartet auf Alexander Ende jetzt einiges an Arbeit. Im Spielaufbau
fehlte unter Druck die Sicherheit, bei zweiten Bällen war Mannheim häufig
konsequenter und im letzten Drittel entstanden lange Zeit zu wenige klare
Situationen. Diese Mannschaft ist neu zusammengestellt und natürlich werden
Automatismen nicht innerhalb weniger Wochen perfekt funktionieren. Nur wird
die 3. Liga darauf keine Rücksicht nehmen. Vielleicht war Mannheim deshalb
sogar eine wichtige erste Lektion: Der Name Fortuna Düsseldorf, große
Ambitionen und ein starker Kader bringen allein keinen Punkt. Diese Liga muss
man annehmen – und zwar vom Anpfiff an.

Besonders schade ist die Niederlage für die rund 5.000 Fortunen, die nach den
Schätzungen während der MagentaSport-Übertragung in Mannheim dabei waren.
Was dort aus dem Gästebereich kam, war einmal mehr beeindruckend. Kilometer,
Zeit und Geld investiert, 90 Minuten Unterstützung und nach dem Abstieg trotzdem
in dieser Masse hinter der Mannschaft stehen – viel deutlicher kann eine
Fanszene ihrem Verein eigentlich nicht zeigen, dass sie bereit ist. Entsprechend
ist die Stimmung nach dem Spiel enttäuscht und teilweise auch deutlich kritisch.
Das ist vollkommen nachvollziehbar. Aber nach einem Spiel alles wieder infrage
zu stellen wäre genauso falsch.

Der Auftakt ist misslungen. Punkt.

Aber vielleicht ist genau jetzt die richtige Gelegenheit, sehr schnell zu
verstehen, worauf es in dieser Saison ankommt. Fortuna hat noch 37 Spieltage,
um zu zeigen, wohin die Reise geht. Die Mannschaft hat in Mannheim Fehler
gemacht, sie hat aber auch gezeigt, dass sie nach einem 0:2 nicht einfach
auseinanderfällt.

Jetzt muss aus dieser Moral über 90 Minuten Leistung werden.

Und dann reden wir weiter.

🔴⚪ AUFSTEHEN. LERNEN. ANTWORTEN. NUR DIE FORTUNA! 🔴⚪

⭐ Wer war für euch trotz der Niederlage Fortunas Spieler des Tages?

👉 Hier geht es direkt zur Abstimmung:
https://fortuna4you.de/spieler-des-tages/

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